Ma Qing Hua kam aus dem Lächeln gar nicht mehr heraus. Der Lokalmatador stand nach dem ersten freien Training zum Großen Preis in seiner Heimat China im Mittelpunkt des Interesses.

"Ich bin stolz auf mein Land. Jeder Fahrer träumt davon, vor seinen eigenen Landsleuten zu fahren", sprudelte es aus dem 25-Jährigen heraus. Dass er die mit Abstand langsamste Zeit fuhr, interessierte Ma nicht:

"Vor zehn Jahren war ich als Zuschauer hier, damals bin ich noch Kartfahrer gewesen. Damals habe ich mir vorgenommen: Eines Tages will ich auch in der Formel 1 fahren."

Dieses Ziel hat er noch nicht ganz erreicht. In dieser Saison kommt Ma bei Caterham lediglich als Ersatzfahrer zum Einsatz. Gemeinsam mit dem Amerikaner Alexander Rossi bildet er das Ersatzduo hinter den Stammfahrern Charles Pic (Frankreich) und Giedo van der Garde (Niederlande). Zudem fährt der Chinese in der GP2-Serie.

Trotzdem dürfte auch Formel-1-Mogul Bernie Ecclestone Ma's Auftritt mit großer Aufmerksamkeit verfolgt haben. Der Brite hat immer betont, dass er sich einen chinesischen Piloten in der Königsklasse wünscht, um die Geschäfte in dem wachsenden Markt anzukurbeln.

"Ich hoffe, ich kann dem chinesischen Motorsport zu einem Aufschwung verhelfen. Es ist ein junger Sport in China, aber er ist sehr schnell populär geworden", sagte Ma mit einem Hauch Pathos in der Stimme:

"Es gibt viele Jugendliche, die von einer Karriere als Rennfahrer träumen. Ich bin sicher, dass wir eines Tages einen chinesischen Grand-Prix-Sieger in der Formel 1 sehen werden."

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