Fünf Jahre nach seinem ersten Grand-Prix-Sieg ist Sebastian Vettel (26) laut seines ehemaligen Teamchefs auf dem Weg in den Formel-1-Olymp. "Er besitzt das Format von Ayrton Senna, Alain Prost oder Michael Schumacher", schrieb Franz Tost (57) in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Die Welt":

"Er weiß, was er will, und verfolgt seine Ziele ohne Schnörkel. Er hat gegenüber sich sowie allen anderen einen hohen Anspruch und fordert diese Haltung auch von seinem Team. Sebastian war immer schon mental stark. Durch seine Erfolge ist er mittlerweile noch stärker geworden."

Unter Tost hatte Vettel 2008 im Toro Rosso 2008 überraschend den Großen Preis von Italien in Monza gewonnen. Mit 21 Jahren und 73 Tagen kürte sich der Heppenheimer in einem Regenrennen zum jüngsten Sieger der Formel-1-Geschichte.

"Es war eine Glanzleistung. Er hatte in Monza alles verstanden und konnte alles umsetzen, was nötig war, um zu gewinnen", schrieb Tost, "Sebastian hatte seine Gegner und die Strategie des Teams vollkommen im Griff. Spätestens nach diesem Rennen war klar, zu welchen Leistungen dieser junge Mann in der Lage ist."

Mittlerweile hat Vettel 31 Rennen und drei WM-Titel gewonnen, sein vierter Titel in Serie ist ihm kaum noch zu nehmen. Nach 11 von 19 Rennen hat der ehemalige "Baby-Schumi" mit 197 Punkten bereits 46 Zähler Vorsprung auf seinen ärgsten Verfolger Fernando Alonso im Ferrari (151).

"Es wurde mir damals schnell klar, dass sein Weg bei diesen Anlagen nur steil nach oben führen kann", meinte Tost, "Sebastian war immer sehr diszipliniert und dabei bemüht, sich konstant weiterzuentwickeln. Er beobachtete stets sein Umfeld, um sich die Stärken einzelner Leute abzuschauen und zu seinen eigenen zu machen. Er hatte schon damals ein besonderes Kaliber."

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