Erst 18 Jahre ist Sergej Sirotkin alt, im kommenden Jahr soll er für das finanziell angeschlagene Sauber-Team in der Formel 1 starten - dies ist Teil der Vereinbarung mit neuen russischen Sponsoren.

Teamchefin Monisha Kaltenborn sieht in dieser Maßnahme jedoch kein Wagnis. "Wir haben Erfahrung darin. Wir wissen, ob man so etwas mit einem jungen Fahrer machen kann oder nicht. Und Sergej bringt alles mit", sagte die 42-Jährige im Vorfeld des Großen Preises von Italien (Sonntag 14 Uh) im Gespräch mit "Sky".

Den Formel-1-Führerschein, die sogenannte Superlizenz, hat Sirotkin noch nicht. "Wir gehen aber davon aus, dass er es schafft", sagte die Österreicherin: "Er hat alle bei uns von seiner Reife und Bodenständigkeit überzeugt. Das Wichtigste ist der Respekt, den er der Serie entgegenbringt."

Sirotkin selbst, der sich in Monza den Fragen der Journalisten stellte, sieht derweil noch jede Menge Arbeit auf sich zukommen. "Stand heute" sei er noch nicht bereit für die Formel 1:

"Aber ich habe ja noch ein halbes Jahr, um mich auf das erste Rennen 2014 vorzubereiten. Ich fahre jetzt noch meine Saison in der Formel Renault 3.5 zu Ende, und wenn alles nach Plan läuft, werde ich mehr als bereit sein."

Der junge Russe wird am 27. September eine Demofahrt auf der neuen Rennstrecke im russischen Sotschi absolvieren. Zudem soll er in diesem Jahr noch möglichst viele Kilometer in einem nicht aktuellen Sauber-Boliden abspulen. Im Juli hatten die Schweizer die Vereinbarung mit den russischen Partnern verkündet.

Dazu gehören der Investment Cooperation International Fonds, der Staatliche Fonds zur Entwicklung der Nord-Westlichen Russischen Föderation und das Nationale Institut für Luftfahrt und Technologie.

In den vergangenen Wochen hatten verschiedene Medien immer wieder über ein Scheitern der Zusammenarbeit und das damit verbundene Aus des Traditionsrennstalls spekuliert. Kaltenborn bekräftigte nun erneut, dass kein Grund zur Sorge bestehe.

"Es läuft alles wie vereinbart, es braucht aber auch Zeit. Daher ist es klar, dass Fragen aufkommen. Man stößt dabei auch auf Vorurteile, die man aus dem Weg räumen muss", sagte Kaltenborn: "Wir können einen Aufwärtstrend mit unseren russischen Partnern einleiten, auch wenn es keine einfache Aufgabe wird."

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