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Rosberg (v.) gewann 2014 bislang zwei Rennen, Hamilton schon vier © getty

Im Kampf um den WM-Titel liegt Nico Rosberg nach sieben Rennen 22 Punkte vor seinem Mercedes-Teamkollegen Lewis Hamilton.

Der Brite, der beim Kanada-GP am vergangenen Wochenende wegen eines Bremsdefekts ausgeschieden war, hat aber noch längst nicht aufgegeben.

"Wir haben noch viele Rennen vor uns. Ich verspreche, unser Duell um den Titel wird weitergehen", sagte Hamilton in der "Sport-Bild".

Dass es dabei auch zu einer Berührung der beiden auf der Strecke kommen könnte, will der Weltmeister von 2008 nicht ausschließen: ?Eine Garantie gibt es nicht. Wenn es so eng zugeht wie zwischen Nico und mir, kann es natürlich auch mal zu einer Berührung kommen.?

Eine mutwillige Kollision dürfe und werde es aber nicht geben, so Hamilton weiter.

Die Rivalität zu seinem deutschen Teamkollegen vergleicht der 29-Jährige mit den Positionskämpfen im Fußball. ?Wir sind wie zwei Stürmer, die unbedingt Torschützenkönige werden wollen?, erklärte Hamilton.

Außerdem gehe es darum, den Job zu behalten. Deshalb könnten Teamkollegen in der Formel 1 keine Freunde sein.

Hamilton betonte jedoch, dass für das Team der Fahrertitel nicht die höchste Priorität genießt. Das oberste Ziel der Team-Leitung sei der Konstrukteurs-Titel. ?Das Team ist also die Nummer eins. Erst danach kommen Nico und ich und unsere persönliche Schlacht.?

Was seinen Vergleich mit den einstigen McLaren-Rivalen Ayrton Senna und Alain Prost angeht, ruderte Hamilton zurück.

?Ich würde diesen Vergleich nicht machen. Senna und Prost sind Legenden. Das sind Nico und ich nicht?, sagte er.

Nachdem er sich durch Rosbergs Verbremser beim Monaco-Qualifying Ende Mai um seine Chance auf die Pole-Position gebracht gefühlt hatte, zog er noch Parallelen zum wohl intensivsten Zweikampf der Formel-1-Geschichte.

?Ich weiß nicht, ob Senna und Prost darüber gesprochen hätten. Aber ich mag es, wie Senna mit solchen Dingen umgegangen ist?, sagte er damals.

Vor dem Großen Preis von Kanada habe er aber Rosberg angerufen, und beide hätten die Situation bereinigt. Das sei wichtig gewesen, um die positive Energie im Team zu erhalten.

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