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Kimi Räikkönen fährt seit 2007 bei der Scuderia Ferrari © getty

Ferraris Felipe Massa meldet sich beim Spanien-GP zurück, doch bei Kimi Räikkönen läuft Einiges schief. Die Stimmen zur Quali.

München - Licht und Schatten im Ferrari-Land: Während Felipe Massa mit Platz vier im Qualifying des Spanien-GPs die beste Platzierung für einen Roten in dieser Saison besorgte, ging bei Kimi Räikkönen einiges schief.

Der Finne fuhr in Q1 eine Zeit von 1:21.291 Minuten und Ferrari war sich sicher, dass diese Zeit locker für die Top 15 reichen würde.

Räikkönen drehte deshalb keine Runde mehr und musste kampflos mitansehen, wie Jarno Trulli in letzter Sekunde seine Zeit mit einem Zehntel unterbot.

"Ein dummer Fehler, denn das Auto wäre zu viel mehr in der Lage gewesen", musste Räikkönen später zugeben.

Zum zweiten Mal

Doch eigentlich hätte Ferrari es besser wissen müssen, denn der gleiche Fehler war der Scuderia bereits in Malaysia passiert, als Massa es nicht ins Q2 schaffte.

Gelernt haben sie aber anscheinend nicht daraus. "Ich selbst wollte nicht rausgehen", erklärte Räikkönen. "Ich wusste, dass die Runde nicht gut war, aber ich dachte, es würde reichen."

Damit lag er falsch.

Sport1.de hat die Reaktionen auf das Qualifying zum Großen Preis von Spanien zusammengestellt:

Jenson Button (Brawn GP / Pole Position):

"Das ist eine unerwartete, aber gerngesehene Pole Position für mich. Vielleicht meine erfreulichste Pole des Jahres. Rubens war das ganze Wochenende schnell und ich konnte mir bei ihm Einiges fürs Set-Up abschauen. Aber es war ganz schön knapp, denn ich bin nur zwei Sekunden vor der Flagge über die Linie gefahren. In Barcelona ist es wichtig, vorn vorne zu starten, denn man kann kaum überholen. Aber hinter uns steht auch Felipe Massa, der mit KERS ausgestattet ist. Ein guter Start ist daher entscheidend."

Sebastian Vettel (Red Bull / Startplatz 2):

"Die Runde in Q3 war gut, leider nicht gut genug, um Jenson zu schlagen. Aber aus der Reihe eins zu starten ist trotzdem klasse, denn im Training hatten wir einige Probleme mit dem Wagen. Es gab ein paar Veränderungen am Auto, wobei einige Ersatzteile erst spät ankamen. Deshalb mussten unsere Mechaniker die Nächte durcharbeiten."

Rubens Barrichello (Brawn GP / Startplatz 3):

"Bis jetzt läuft unser Wochenende wirklich gut. Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass ich nicht von der Pole starte, nachdem mein Q2 richtig gut lief, aber mit meiner letzten Quali-Runde bin ich auch zufrieden. Vielleicht sind wir nur etwas zu früh auf die Strecke gegangen. Doch fürs Rennen sind wir gut gewappnet."

Felipe Massa (Ferrari / Startplatz 4):

"Wir haben gezeigt, dass sich unser Auto entwickelt hat und jetzt wesentlich besser mithalten kann, als in den anderen Rennen. Ich bin glücklich, wieder an der Spitze dranzusein, aber es ist noch ein langer Weg. Als Ziel habe ich mir das Podest vorgenommen, wobei mir das KERS-System beim Start sicher helfen kann."

Timo Glock (Toyota / Startplatz 6):

"Grundsätzlich bin zufrieden mit dem sechsten Platz, insbesondere weil es nicht alles nach Plan lief. Ich hatte etwas mit der Stabilität des Autos zu kämpfen. Natürlich hofften wir, etwas näher an der Spitze dranzusein, aber die anderen Mannschaften haben einen Schritt nach vorne gemacht."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes / Startplatz 14):

"Meine Runde war nicht fantastisch, aber ohnehin war das Auto nicht schnell genug. Mir fehlte der Grip, um schneller zu fahren. Wir werden daraus lernen, den Druck hochhalten und es in Zukunft besser machen."

Norbert Haug ( Mercedes-Sportchef):

Platz 14 und 18 sind ein sehr frustrierendes Ergebnis. Positiv halten wir aber fest, dass sich der Rückstand auf die schnellsten Wagen von 2,5 Sekunden bei den letzten Tests auf unter eine Sekunde verringert hat. Unser Ziel muss es jetzt sein, in den nächsten zwei Monaten uns so zu verbessern, dass wir auch wieder um Siege mitfahren."

Kimi Räikkönen (Ferrari / Startplatz 16):

"Ich selbst wollte nicht rausgehen. Ich wusste, dass die Runde nicht gut war, aber ich dachte, es würde reichen. Unterm Strich ist egal, wer daran Schuld ist. Es war ein dummer Fehler und wir haben dafür bezahlt."

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