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Sebastian Vettel holte bislang in dieser Saison 23 WM-Punkte © getty

Sebastian Vettel ärgert sich über die "Bremse" Felipe Massa. Nik Heidfeld beschenkt sich selbst. Die Stimmen zum Rennen:

München - Sebastian Vettel war frustriert. Nach dem zweiten Platz im Qualifying hatte sich der 21-Jährige Chancen auf den Sieg in Barcelona ausgerechnet.

Aber schon am Start verlor er zwei Plätze. " Mein Start war grundlegend nicht verkehrt, aber eben nicht gut genug. Vielleicht haben wir da Kleinigkeiten in der Elektronik eingebaut, die nicht gepasst haben", ärgerte sich Vettel hinterher.

Grund zur Freude hatte dagegen Nick Heidfeld. Der BMW-Pilot beschenkte sich an seinem 32. Geburtstag selbst und holte als Siebter überraschend zwei WM-Punkte. Sport1.de hat die Stimmen zum Spanien-Grand-Prix:

Sebastian Vettel (Red Bull, Platz vier):

"Es war ein komisches Rennen. 63 Runden hinter einem roten Auto herzufahren und sich daran die Zähne auszubeißen. In der letzten Kurve hat er immer seinen Knopf gedrückt. Ich habe den Knopf auch am Lenkrad, aber bei mir kommt leider nichts raus.Und dann hatte ich auf einmal freie Sicht. Mein Start war grundlegend nicht verkehrt, aber eben nicht gut genug. Vielleicht haben wir da Kleinigkeiten in der Elektronik eingebaut, die nicht gepasst haben. Als Vierter in die erste Kurve zu gehen, war schon ein großer Nachteil. "

Nick Heidfeld (BMW, Platz sieben):

"Ich hatte mir Punkte zum Geburtstag gewünscht, aber ehrlich gesagt nicht so wirklich daran geglaubt, weil ich ja nur als 13. gestartet bin. Unsere Boxenmannschaft hat fantastisch gearbeitet und mich beim zweiten Stopp noch an Nico Rosberg vorbeigebracht. Es ist ein klasse Ergebnis für uns, und das Tempo im Rennen hat bewiesen, dass das neue Aero-Paket ein klarer Fortschritt ist. Das sind gute Nachrichten für die weitere Saison."

Jenson Button (Brawn-GP, Platz eins):

"Bisher ist in dieser Saison ein Traum wahr geworden, selbst wenn die Zeiten hart sind, scheinen wir in der Lage zu sein, Siege zu holen. Wenn es gut läuft, dann läuft es gut, im vergangenen Jahr lief es schlecht, wenn es schlecht lief. Das Team hat großartige Arbeit geleistet, und mit diesem Paket kann man sehen, dass wir unseren Vorteil wieder zurück geholt haben. Dankeschön an Mercedes, denn ohne sie hätten wir dies nicht tun können."

Rubens Barrichello (Brawn-GP, Platz zwei):

"Ich war ziemlich glücklich, denn ich lag vorne und konnte eine Runde länger fahren, ich hatte das Rennen in meinen Händen. Ich war aus diesem Grund ziemlich überrascht, als sie Jenson auf zwei setzten, aber von da an musste ich einfach Vollgas geben."

Felipe Massa (Ferrari, Platz sechs):

"Wir hatten ja keinen Fehler in der Berechnung, sondern ein Problem mit der Tankanlage. Ich weiß nicht, ob die Anlage selbst das Problem war oder die Bedienung. Ich musste jedenfalls verlangsamen und Vettel durchlassen. Eine Position habe ich an Fernando Alonso verloren und fast auch noch an Nick Heidfeld. Das war sehr schade. Wir müssen realistisch sein. Von fünf Rennen haben sie (Brawn) vier gewonnen. Selbst wenn wir uns massiv verbessern und drei oder vier Zehntel vor ihnen liegen, werden sie weiter Punkte holen. Das können wir vergessen!"

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Platz neun):

"Für mich war es heute ein schwieriges Rennen, denn es mangelt uns im Vergleich zu den Top-Autos an Abtrieb. Ich machte mir über die Reifen ein wenig Sorgen, da ich in der ersten Kurve über einige Trümmerteile fuhr, aber es war dann alles in Ordnung. Ich gab das ganze Rennen über 100 Prozent, der neunte Rang fühlt sich aus diesem Grund nicht wie eine ordentliche Belohnung für das Team an, das das gesamte Wochenende über hart gearbeitet hat."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef):

"Überrundet zu werden ist nicht das, was Lewis verdient. Er holte alles aus dem Auto, was heute drin war, wir können einfach nicht mit Hochgeschwindigkeitskurven umgehen und müssen uns in den kommenden Wochen und Monaten dramatisch verbessern."

Fernando Alonso (Renault, Platz fünf):

"Wir hatten seit dem Start des Rennens vorteilhafte Umstände, gewannen ein paar Positionen, und dann zum Schluss auch dank Massa, der ein Problem hatte. Wir hatten ein wenig Glück, und das Auto war während des gesamten Rennens gut, wir konnten also davon profitieren."

Nico Rosberg (Williams, Platz acht):

Ich hatte sehr gute erste Runden. Aber nach zehn Runden oder so bekam ich ein Problem mit der Hinterachse, das ich schon das ganze Wochenende hatte. So konnte ich nicht richtig Gas geben.. Wir haben überall gesucht, aber nicht gefunden, woran es liegt."

Timo Glock (Toyota, Platz zehn):

"Es war ein schwieriges Rennen. Beim Start ist das Auto nicht richtig weggekommen. Ich weiß nicht warum, aber das müssen wir analysieren, zumal Jarno Trulli auch keinen guten Start hatte."

Adrian Sutil (Force India, Ausfall):

"Ich hatte keine Chance, Trulli ist plötzlich vor mir aufgetaucht. Für uns ist es besonders schade, da es für uns darum geht, Rennen zu beenden und auf unsere Chance zu warten."

Sebastien Bourdais (Toro Rosso, Ausfall):

Ich habe gemerkt, dass es vorn langsamer wurde, aber ich hatte gar nicht die Zeit zu bremsen, da flog ich schon über das Heck des Autos eines Teamkollegen. Ich dachte, ich würde mich überschlagen.

Sebastien Buemi (Toro Rosso, Ausfall):

"Am Ausgang der zweiten Kurve drehte sich Trulli und ich musste bremsen um ihn auszuweichen. Mein Teamkollege sah nicht, dass ich langsamer wurde und konnte nicht mehr ausweichen. Sein Wagen fuhr über meinen. Ich sah einen Reifen über meinem Kopf und das war's."

Jarno Trulli (Toyota, Ausfall):

Rosberg kam neben die Strecke, in der folgenden Kurve kam er zurück auf die Strecke. Er kam sehr schnell zurück, ich musste daher ausweichen. Ich lenkte neben die Piste, verlor da die Kontrolle auf dem Gras und drehte mich zurück auf die Piste. Da traf mich dann jemand."

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