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Nico Rosberg liegt in der WM mit 4,5 Punkten auf Rang zehn © getty

Der Williams-Pilot holt im Freien Training zum Monaco-GP die Bestzeit. McLaren und Ferrari feiern ihre Wiederauferstehung.

Von Julian Meißner

München - Nico Rosberg hat beim Heimspiel in Monaco (Qualifying, Sa., 13.45 Uhr LIVE) am Donnerstag die Trainingsbestzeit eingefahren.

Der Williams-Pilot verwies in einer spannenden zweiten Session Weltmeister Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes und Brawn-Routinier Rubens Barrichello auf die Plätze zwei und drei.

Für Rosberg war es bereits die vierte Trainingsbestzeit in dieser Saison. "Ich will hier unbedingt aufs Podium", sagte der 23-Jährige: "Ich bin hier aufgewachsen, dies ist meine Heimat."

1:15.243 Minuten benötigte der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg für seinen schnellsten Umlauf im Fürstentum (STATISTIK: Das Trainingsergebnis) .

Hamilton, der mit McLaren einen deutlichen Schritt nach vorne machte, hatte 0,202 Sekunden Rückstand, Barrichello folgte im Abstand von 0,347 Sekunden.

Am Samstagvormittag war im dritten Training Fernando Alonso im Renault der Schnellste.

Williams: Täuschungsmanöver

Rosbergs Erfolg beeindruckte allerdings nicht einmal seinen eigenen Teamchef Frank Williams.

"Das richtige Wort dafür ist wahrscheinlich Aufplusterei", meinte der 67-Jährige: "Das mag etwas übertrieben sein, aber die Formel 1 findet die Wahrheit ziemlich schnell heraus. Im Training kann man die Menschen täuschen, inklusive sich selbst. Im Rennen wird sich zeigen, wo man steht."

Rosberg selbst sagte. "Wir waren am Donnerstag sicher wieder leichter als andere. Daher waren wir auch wieder Erster", sagte er: "Aber ich habe das Gefühl, dass wir schneller sind als sonst. Ich hoffe, dass wir im Qualifying unter die besten Fünf kommen."

Dämpfer für starken Vettel

Auf Platz vier landete am Donnerstag WM-Leader Jenson Button vor Vize-Champion Felipe Massa von der ebenfalls wiedererstarkten Scuderia Ferrari.

Deutschlands WM-Hoffnung Sebastian Vettel musste am Morgen einen Rückschlag hinnehmen. Der Motor seines Red Bull RB5 gab in der ersten Session den Geist auf.

Dennoch muss der Heppenheimer keine Strafversetzung fürchten - am Ende holte er sich sogar noch den sechsten Platz in der Gesamtabrechnung (DATENCENTER: Ergebnisse und WM-Stand).

Glock traut Vettel alles zu

Im Vorfeld hatte der 21-Jährige mutig angekündigt, Button "so früh wie möglich stoppen zu wollen".

Glock traut ihm dies zu. "Sebastian und Red Bull können Brawn noch abfangen", meinte er: "Ich glaube sogar, dass sie es sind, die es in Zukunft zu schlagen gilt."

Vettel versicherte nach dem Training: "Wir wollen ganz vorne dabei sein." Button zeigte Respekt: "Sebastian sitzt in einem guten Auto und ist eine echte Bedrohung."

Erneutes BMW-Debakel

Ein Debakel erlebte erneut BMW-Sauber. Robert Kubicas Motor ging Sekunden nach Beginn des zweiten Durchgangs in Rauch auf, der Pole wurde Letzter.

Nick Heidfeld kam nur auf Platz 17.

Schlechter waren nur Timo Glock (Toyota) auf Platz 18 und Giancarlo Fisichella (Force India) auf Rang 19. Adrian Sutil im zweiten Force India kam immerhin auf Rang 13.

Heidfeld hofft aber auf einen baldigen Aufschwung.

"Grundsätzlich haben wir von allen Teams den größten Schritt gemacht", sagte er: "Und beim nächsten Rennen in Istanbul wird mit dem Doppel-Diffusor und KERS noch einmal ein großer Schritt möglich sein."

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