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Nick Heidfeld kam 2006 von Williams zu BMW-Sauber © getty

BMW-Pilot Nick Heidfeld beklagt sich nach dem Qualifying zum Monaco-GP bitterlich über seinen Boliden. Ross Brawn feiert Jenson Button.

München - Unterschiedlicher hätten die Gemütslagen nach dem Qualifying beim Monaco-GP (Button vorn, der "Iceman" taut auf) kaum sein können.

Während Ross Brawn mit seinem Team die Pole überschwänglich feierte und sich wieder von Jenson Button überraschen ließ, war die Stimmung bei BMW mies.

Der Grund: Robert Kubica (Rang 18) und Nick Heidfeld (Platz 16) enttäuschten auf ganzer Linie. Ein Debakel jagt derzeit das Nächste. (DATENCENTER: Ergebnisse)

"Quick Nick" trieb es angesichts der Talfahrt die Zornesröte ins Gesicht. Er glaubte, den Fehler beim BMW-Boliden ausgemacht zu haben und äußerte Kritik.

Sport1.de hat die Reaktionen auf das Qualifying zum Großen Preis von Monaco zusammengestellt:

Jenson Button (Brawn / Pole):

"Das war heute ein wirklich enger Kampf, das gesamte Wochenende über kämpfte ich bisher mit Rubens und er hatte definitiv die Oberhand. McLaren war bei der Musik, Ferrari ebenso wie Red Bull. Das Wochenende hat bisher Spaß gemacht. Das Qualifying war gar nicht anders, es war manisch, es ist jedoch großartig, die Pole geholt zu haben. Ich habe nichts zu meckern, schließlich habe ich die Pole geholt."

Kimi Raikkonen (Ferrari / Startplatz 2):

"Ich bin glücklich, dass wir nach diesem Start der Saison Zweiter sind, aber hier ist das nicht sehr gut, denn es ist nicht einfach zu überholen, und die Pole verleiht einem im Rennen einen massiven Vorteil. Wir werden sehen, was wir morgen tun können, vielleicht können wir versuchen, um den Sieg zu fahren."

Ross Brawn (Brawn-Teamchef):

"Ich glaube, Jenson hat es sich zur Gewohnheit gemacht, das Beste bis zum Ende aufzuheben. Das hat er auch beim vergangenen Rennen so gemacht. Er überrascht uns immer wieder."

Rubens Barrichello (Brawn GP / Startplatz 3):

"Bis jetzt läuft unser Wochenende wirklich gut. Natürlich bin ich etwas enttäuscht, dass ich nicht von der Pole starte, nachdem mein Q2 richtig gut lief, aber mit meiner letzten Quali-Runde bin ich auch zufrieden. Vielleicht sind wir nur etwas zu früh auf die Strecke gegangen. Doch fürs Rennen sind wir gut gewappnet."

Sebastian Vettel (Red Bull / Startplatz 4):

"Es wäre mehr drin gewesen. Auf so einer Strecke muss es immer stimmen, aber ich hatte keine freie Runde. Es war insgesamt gut und wir hätten besser abschneiden können. Es gibt aber noch 78 Runden, mal sehen, was morgen passiert."

Nico Rosberg (Williams / Startplatz 6):

"Am anfang lief es heute wirklich gut, aber ich war mit Q3 nicht zufrieden. Wir werden jetzt versuchen, das Beste daraus zu machen."

Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes / Startplatz 7):

"Eigentlich wollten wir ja auf die Pole fahren, bekamen das aber leider nicht hin. Lasst uns jetzt mal schauen, wie sich das Rennen entwickelt und wo wir nach den ersten Stopps stehen. Lewis hatte heute Nachmittag wenig Glück. Wir sind hier immer am Limit und nur ein ganz leichter Rutscher kann dich schon in die Begrenzung drücken. Ich habe die Leitplanken während des Qualifyings auch drei Mal berührt und bin glücklich, dass ich daraus keine negativen Konsequenzen ziehen musste."

Nick Heidfeld (BMW / Startplatz 16):

"Das ist natürlich sehr enttäuschend. Man fährt sich auf Deutsch gesagt den Arsch ab und was dabei raus kommt, ist nicht mal annähernd zufriedenstellend. Nichts ging in die richtige Richtung. Ich denke nach wie vor, dass wir zu wenig Neuerungen und Updates am Auto bekommen haben. In Barcelona gab es zwar etwas, aber das ist offensichtlich nicht genug."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes / Startplatz 17):

"Ich entschuldige mich beim Team für diesen Fehler. So etwas schluckst du natürlich nicht leicht runter, aber Fehler passieren. Ich werde morgen trotzdem kämpfen."

Timo Glock (Toyota / Startplatz 20):

"Ich habe von der Runde her alles versucht. Schon mit dem ersten Satz war ich zwei Mal an der Mauer. Ich wollte alles rausquetschen, damit wir es ins Q2 schaffen, aber das Auto ist hier weit weg von irgendeinem Speed. Ich habe mich dieses Wochenende mehr im Kreis gedreht als ich gefahren bin."

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