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Jenson Button begann seine Formel-1-Karriere 2000 bei Williams © imago

Grün vor Rot: Jenson Button gewinnt den Grand Prix von Monaco vor seinem Teamkollegen Barrichello. Dann folgen zwei Ferrari.

Monte Carlo - Als WM-Spitzenreiter Jenson Button seine Siegesserie in Monte Carlo fortsetzte 109917(Die Bilder), hing Sebastian Vettels Red Bull schon lange am Abschlepphaken.

Bereits in Runde 16 endete der große Traum vom Formel-1-Triumph in Monaco für den Shootingstar aus Heppenheim nach einem Fahrfehler im Reifenstapel.

Nach der dritten Nullnummer liegt Vettel in der WM-Wertung schon 28 Punkte hinter Button zurück, der zu seinem fünften Triumph im sechsten Saisonrennen raste. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

"Teuer bestraft"

"Ich hatte leider einen Fehler. Der wird hier leider teuer bestraft", sagte Vettel nach dem vorzeitigen Dienstende: "Da war der Zug nach vorne aber ohnehin schon abgefahren. Schon ab der zweiten Runde hatte ich im Rückspiegel gesehen, dass die Hinterreifen abgefahren waren. Das hat uns das Genick gebrochen."

Das Rennen um den WM-Titel will Vettel dennoch nicht aufgeben.

"Es gibt noch genug Rennen, und es ist ja nicht gesagt, dass die Anderen immer ins Ziel kommen. Die Hoffnung sollte man nach einem Rennen noch nicht aufgeben", sagte der 21-Jährige, der bei seinem Triumph im Regen von Shanghai als einziger Fahrer in diesem Jahr Button schon mal geschlagen hat.

1700 Tage Durststrecke

Mit seinem ersten Erfolg in den Straßenschluchten Monte Carlos hat Buttons Erfolgsgeschichte einen neuen Höhepunkt erreicht. Seinen Teamkollegen Rubens Barrichello hatte der 29-Jährige beim sechsten Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere und dem dritten Brawn-Doppelsieg in diesem Jahr klar im Griff.

In der Gesamtwertung baute er seinen Vorsprung vor "Rubinho", der auch einen Tag nach seinem 37. Geburtstag vergeblich auf den ersten Sieg nach inzwischen 1700 Tagen Durststrecke hoffte, auf 16 Punkte aus (51:35). Vettel blieb mit 23 Zählern immerhin Dritter.

Ferrari auf drei und vier

Während Ferrari sich mit den Plätzen drei und vier für Kimi Räikkönen (Finnland) und Felipe Massa (Brasilien) in der Spitzengruppe zurückmeldete, war der in Wiesbaden geborene Nico Rosberg bei seinem "Heimspiel" als Sechster der beste deutsche Fahrer und holte drei weitere WM-Punkte.

Dagegen hatten Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) auf Platz 10, BMW-Fahrer Nick Heidfeld (Mönchengladbach) als 11. und Adrian Sutil (Gräfelfing) im Force India als 14. mit der Punktevergabe überhaupt nichts zu tun.

Ebenso wie McLaren-Mercedes, für das Weltmeister und Vorjahressieger Lewis Hamilton (Großbritannien) überrundet wurde und lediglich Platz 12 belegte.

Stau hinter Vettel

Vettel erwischte mit dem leichtesten Auto im Feld einen mäßigen Start und konnte nicht in die Spitzengruppe vorfahren. Barrichello schoss an Räikkönen vorbei und sorgte für eine Doppel-Führung der Brawns - da war das Rennen eigentlich schon gelaufen.

Button zeigte schnell seine derzeitige Ausnahmestellung und setzte sich frühzeitig ab, Vettel dagegen hatte Probleme mit dem Hinterreifen.

Er verlor vier Sekunden pro Runde, hinter ihm bildete sich ein regelrechter Stau. Nachdem er in der zehnten Runde Rosberg, Massa und Heikki Kovalainen auf einmal passieren lassen musste, fuhr er sein immer langsamer werdendes Auto in die Box.

"Zu spät auf der Bremse"

Anschließend riskierte der Heppenheimer zu viel und rutschte in der St.-Devote-Kurve am Ende der Zielgeraden in die Reifenstapel. "Ich war zu spät auf der Bremse und habe das Auto verloren", sagte er.

Die "Spazierfahrt" der Brawn-Autos verfolgte Vettel dann nur noch als Zuschauer.

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