vergrößernverkleinern
Kimi Räikkönen begann seine Formel-1-Karriere 2001 beim Australien-GP © getty

Ist das Glas halbvoll oder doch halbleer? Bei Ferrari sind sich die Beteiligten trotz einer Leistungssteigerung nicht einig.

München - Bei Ferrari war die Stimmungslage nach dem Monaco-GP (Button ist der König von Monaco) gemischt.

Zwar gaben die Roten durch den dritten Platz von Kimi Räikkönen und Rang vier von Felipe Massa ein deutliches Lebenszeichen von sich, dennoch verlor der als Zweiter ins Rennen gegangene Räikkönen nicht zum ersten Mal am Ende einen Platz. (DATENCENTER: Ergebnisse)

Nach dem schwachen Start des Finnen war das Brawn-Duo Jenson Button und Rubens Barrichello nicht mehr ernsthaft zu gefährden.

Dennoch sah Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali deutliche Fortschritte und ließ sich sogar zu einer Kampfansage hinreißen.

Sport1.de hat die Reaktionen auf den Großen Preis von Monaco zusammengestellt:

Jenson Button (Brawn / Sieger):

"Vor dem Wochenende sagte ich, dass dieser Grand Prix keine größere Bedeutung hat als die anderen Rennen, aber das machte ich eher, um den Druck von mir abzuhalten - die Wahrheit kennen wir. Es ist fantastisch, hier zu gewinnen, dieser Kurs ist im Vergleich zu den anderen völlig anders."

Ross Brawn (Brawn-Teamchef):

"Es war ein gutes Rennen, aber kein einfaches. Am Anfang hatten wir Probleme, weil die weichen Reifen im ersten Stint stark abbauten. Wir überstanden diese Schwächephase, legten gute Boxenstopps hin und die Fahrer waren auch top. Dabei kam dann dieses Resultat heraus."

Kimi Räikkönen (Ferrari / Platz 3):

"Ich war zu Beginn nicht wach genug. Danach hatte ich einen etwas längeren zweiten Rennabschnitt, aber beim zweiten Boxenstopp konnte Rubens deutlich länger fahren. Ich weiß nicht, was dort passierte. Wir sind noch immer nicht dort, wo wir sein möchten. Wir müssen einiges unternehmen, um in der Lage zu sein, um die erste Position zu kämpfen. Aber die Leute arbeiten in der Fabrik sehr hart, und wir haben das Auto zuletzt deutlich verbessert."

Stefano Domenicali (Ferrari-Teamchef):

"Die Brawns sind im Augenblick ganz klar die Besten. Nichtsdestotrotz: Wir holen auf und kommen immer näher ran. Das ist doch positiv zu werten. Das ist erst der Anfang. Felipe ist ein großartiges Rennen gefahren, aber auch Kimi hatte eine gute Pace. Wir machen definitiv Fortschritte."

Nico Rosberg (Williams / Platz 6):

"Der sechste Rang ist super, mehr war heute nicht drin. Die vor uns waren einfach ein bisschen schneller und auch strategiemäßig haben wir nicht das Beste herausgeholt."

Fernando Alonso (Renault / Platz7):

"Das war unser Maximum. Von Platz neun war es sehr schwierig. Es gab Zeiten im Rennen, in denen ich nicht angreifen konnte. Wir wussten, dass die Spitze für uns unerreichbar war und wir wurden Siebter, weil Kovalainen und Vettel ausgeschieden sind."

Timo Glock (Toyota / Platz 10):

"Ich muss zugeben, dass der zehnte Platz mehr ist, als ich mir für dieses Wochenende ausgerechnet habe. Wenn du in Monaco von weit hinten startest, dann kannst du einfach nicht erwarten, dass du Punkte holst."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber / Platz 11):

"Ich habe versucht, beim Start und in der ersten Runde Boden gutzumachen, aber das hat diesmal leider nicht geklappt, es war einfach zu eng. Dann steckte ich hinter Adrian Sutil, der anscheinend Probleme mit seinen Reifen hatte. Einmal bin ich ihm sogar ins Heck gefahren. In Kurve eins hat mich Lewis Hamilton getroffen, ich hatte Glück, dass ich weiterfahren konnte. Wir haben heute alles gegeben, aber wir waren hier einfach zu langsam."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes / Platz 12):

"Ich fühle mich trotz allem ziemlich zufrieden, denn ich wollte ins Ziel kommen. Ich dachte an einen der Rocky-Filme, in dem er sagte 'Ich möchte das Ende des Kampfes sehen'. Und ich habe die Zielflagge gesehen, nachdem ich während des Rennens so viel Druck wie möglich gemacht habe. Wir werden weiterhin Druck machen."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef):

"Mit der kurzen 19-Runden-Strategie zu Rennanfang waren wir nicht gerade glücklich, muss ich sagen. Im Nachhinein wäre da etwas anderes besser gewesen. Ganz am Ende wurde eigentlich klar, was möglich gewesen wäre. Als Lewis ohne Verkehr fuhr, war er im Vergleich zur Spitze der schnellste Mann im Feld - bis er auf Heidfeld aufgelaufen ist. Überhaupt ist er im gesamten Rennen sehr, sehr konkurrenzfähige Zeiten gefahren."

Jarno Trulli (Toyota / Platz 13):

"Das war ein hartes Rennen für mich, was wir nach dem Qualifying allerdings auch bereits erwarteten. Ich war eigentlich im ganzen Rennen zur falschen Zeit am falschen Ort. Meine Strategie ging nicht auf."

Sebastian Vettel (Red Bull / ausgeschieden):

"Es gibt nicht viel zu sagen. Ich habe leider einen Fehler gemacht. Der wird hier teuer bestraft. Da war der Zug nach vorne aber ohnehin schon abgefahren. Schon ab der zweiten Runde hatte ich im Rückspiegel gesehen, dass die Hinterreifen abgefahren waren. Das hat uns das Genick gebrochen."

Robert Kubica (BMW / ausgeschieden):

"Wir hatten über das gesamte Wochenende Schwierigkeiten. Ich hatte ein Problem beim Start und fiel auf den letzten Platz zurück. Dann hatte ich einen Reifenschaden an meinem rechten Hinterrad. Nach dem notwendigen Boxenstopp konnte ich mit dem schwer betankten Auto gute Rundenzeiten fahren, wenn man das Potenzial des Autos berücksichtigt. Am Ende hatte ich Probleme mit den Bremsen und musste das Auto abstellen."

Dr. Mario Theissen (BMW-Sportdirektor):

"Das war ein unbefriedigendes Wochenende, wobei die Enttäuschung vor allem nach dem Qualifying sehr groß war. Da war schließlich klar, dass von diesen Startplätzen aus nur etwas geht, wenn es im Vorderfeld größere Turbulenzen gibt. Das war heute nicht der Fall und entsprechend war auch nicht mehr möglich für uns. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren blieb das Safety-Car in der Boxengasse."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel