Sebastian Vettel kassiert in seiner bisher so erfolgreichen Karriere die ersten Rückschläge. Sie können ihm nur nützlich sein.

Sebastian Vettel kennt in seiner Karriere bislang nur eine Richtung: immer steil bergauf.

Der junge Deutsche aus Heppenheim hat während seiner erst zwei Jahre in der höchsten PS-Liga so ziemlich alle Rekorde gebrochen, die sich in der Formel 1 brechen lassen: Gleich bei seinem Debüt in der Königsklasse fuhr der damalige BMW-Testfahrer als jüngster Pilot die schnellste Rundenzeit beim Freitagstraining.

Danach folgten die Bestmarken: Jüngster Pilot in den WM-Punkten, jüngster Pole Setter der Formel 1, und schließlich landete Vettel als jüngster Fahrer aller Zeiten im vergangenen Jahr seinen ersten Grand-Prix-Erfolg.

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Nach Vettels furiosen Fahrten zu Beginn der Saison liefen bereits die ersten Wetten, dass sich der Shootingstar des Red-Bull-Teams als jüngster Weltmeister der Geschichte die Krone seines Sports aufsetzen würde.

Daran darf die Öffentlichkeit nach Vettels jüngsten Resultaten inzwischen wieder zweifeln. Vettel selbst sollte sich deswegen nicht weiter grämen.

Nur eines sollte sich das deutsche Jahrhundert-Talent bewusst machen: Dass seine jüngste Fehlerserie ihm langfristig mehr nützen kann, als dass sie ihm schadet.

Geduld und der kluge Umgang mit Rückschritten zeichnen einen Champion aus.

Vielleicht sollte der junge Deutsche ruhig mal einen Blick in den Lebenslauf seines derzeit übermächtigen Rivalen Jenson Button riskieren.

Auch der Brite begann anfangs furios, ehe sich Nacken-, Rück- und Niederschläge aneinanderreihten.

Der Überflieger der Saison hat in der Vergangenheit wertvolles Lehrgeld bezahlt - und erst in seinem zehnten Jahr in der Formel 1 dominiert er die Königsklasse wie vor ihm nur Rekord-Weltmeister Michael Schumacher.

Bei Vettel wird es vermutlich längst nicht so lange dauern, bis er nach den Sternen greift - und wenn doch, wäre es auch nicht weiter schlimm.

Dann wäre die Durststrecke lediglich Teil einer vollendeten Karriere.

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