Die Formel 1 droht wie die geplante Konkurrenzserie zu einem Muster ohne Wert zu verkommen. Schuld sind persönliche Animositäten der mächtigen Manager.

Die Eskalation im Streit um die Zukunft der Königsklasse des Motorsports hinterlässt nur Verlierer.

Die Formel 1 droht im Falle des Abgangs der acht FOTA-Teams zu einer zweitklassigen Garagisten-Meisterschaft zu verkommen. Und auch die Klasse der Putschisten wäre nicht ernst zu nehmen.

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Denn wer soll das Reglement dieser Rebellen-Serie überwachen - etwa die Teams selbst? Streitigkeiten wären ohne eine neutrale Führung programmiert.

Wer soll inmitten der Rezession die Infrastruktur auf die Beine stellen, und das in der Kürze der Zeit?

Wer greift ein, wenn die Teams, die momentan nur geschlossen in ihrem Kampf gegen die FIA sind, in ihren Meinungen auseinander driften?

Fragen über Fragen, auf welche die FOTA-Bosse kaum eine plausible Antwort haben dürften.

Auch wenn Luca di Montezemolo, John Howett und Co. betonen, verschiedene Szenarien in der Schublade zu haben - insgeheim werden sie darauf hoffen, dass die FIA im Spiel der Macht einknickt.

Sollte Max Mosley zurückstecken, um das Produkt Formel 1 zu retten, riskiert er zwar einen Gesichtsverlust.

Doch die Alternative ist weitaus schlimmer.

Leider haben sich die mächtigen Männer auch aufgrund persönlicher Animositäten in eine festgefahrene Situation manövriert, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint.

Die Strippenzieher auszutauschen, wäre weitaus sinnvoller als das ganze Konstrukt Formel 1 zum Teufel zu jagen.

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