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Adrian Sutil wurde bei seinem Debüt 2007 in Melbourne im Spyker 17. © imago

Sutil strahlt bis über beide Ohren, Vettel zeigt sich nach der verpassten ersten Startreihe ernüchtert. Die Stimmen zur Quali.

München - Normalerweise stellt sich Adrian Sutil samstags im Fahrerlager mit zerknirschter Mine der Presse und sucht Gründe für seine wenig Erfolg versprechende Startposition. Nicht so am Nürburgring.

Der Bayer in Diensten Force Indias strahlte bis über beide Ohren, als er seinen Coup aus dem Qualifying schilderte: Startplatz sieben beim Heimspiel bedeutet das mit Abstand beste Quali-Ergebnis seiner Karriere (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

In 43 Rennen hatte Sutil es zuvor als beste Startplätze zweimal auf Rang fünfzehn gebracht.

Sebastian Vettel dagegen zeigte sich nach der verpassten ersten Startreihe ziemlich ernüchtert (BERICHT: Pole für Webber) .

Sport1.de hat die Stimmen zum Qualifying beim Großen Preis von Deutschland (So., ab 13.45 Uhr LIVE) zusammengefasst.

Mark Webber (Red Bull / Pole Position):

"Dies ist ein ganz besonderer Tag für mich. Ich war ja in der Vergangenheit schon öfter nah dran. Nun werde ich versuchen, mein erstes Rennen zu gewinnen. Ich bin in einer fantastischen Position und freue mich auf den Kampf."

Jenson Button (Brawn GP / Startplatz 3):

"Q2 war der Wahnsinn und gleichzeitig ein Riesenspaß. Wir haben sowieso schon Probleme mit der Reifentemperatur. Wenn dann das Wasser dazu kommt, wird es schwierig. Das Rennen dürfte interessant werden, da das Wetter wohl wie heute wird: Nass, trocken, nass, trocken. Da braucht man auch ein bisschen Glück."

Sebastian Vettel (Red Bull / Startplatz 4):

"Ich bin etwas frustriert, aber selbst schuld. Es wäre mehr drin gewesen, doch meine letzte Runde war nicht so toll. Jetzt stehe ich nicht einmal in der ersten Startreihe. Aber wer weiß, schon was morgen passiert? Das Wetter ist nicht vorhersehbar."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes / Startplatz 5):

"Die Top Ten zu erreichen, ist ein großartiges Ergebnis für uns. Das liegt nur an der Arbeit, die im Werk getan wurde. Es ist ein Riesenunterschied. Wenn es trocken bleibt, werden wir in einer guten Position sein und nach dem Podium greifen. Wir könnten sogar mit den Red Bull kämpfen. Ich denke aber, es wird regnen."

Adrian Sutil (Force India / Startplatz 7):

"Ich habe alles gegeben, es hat richtig Spaß gemacht. Daran könnte man sich gewöhnen. Besonders beim Heimspiel ist das toll. Wir haben die richtige Reifenentscheidung getroffen. Darauf haben wir schon ewig, seit Jahren, gewartet. Ich freue mich einfach für das gesamte Team. Wir wollen Punkte, das ist die beste Möglichkeit jetzt. Wir müssen es probieren."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber / Startplatz 11):

"Wir hatten Pech mit der Reifenwahl. Als die Intermediates überhitzten, brauchte ich frische Reifen für den letzten Versuch in Q2. Ich war unsicher, was ich nehmen sollte: Intermediates oder die weicheren Slicks. Ich habe die Entscheidung dem Team überlassen und bekam Slicks. Das werfe ich niemandem vor, hinterher ist es immer einfach zu wissen, was richtig gewesen wäre. Platz elf ist nicht so schlecht, und wir können jetzt die Benzinstrategie frei wählen. Ich hätte nichts einzuwenden gegen ein Regenrennen."

Nico Rosberg (Williams / Startplatz 15):

"So lange es trocken blieb, war alles in Ordnung. Als die Bedingungen wechselten, haben wir nicht das Optimum herausgeholt. Warum, das müssen wir analysieren. Die Umstände mit verschieden starkem Regen haben es extrem schwer gemacht. Es sieht so aus, als würde es im Rennen ähnlich werden. Ich hoffe, das Glück ist dann auf unserer Seite."

Timo Glock (Toyota / vom 19. auf den letzten Platz strafversetzt):

"Das ist definitiv ein enttäuschendes Ergebnis und nicht das, was ich für meinen Heim-GP erwartet habe. Das Wetter war einfach zu kalt für uns. Seit Silverstone habe ich Probleme, auf eine Runde das beste aus den Reifen herauszuholen.. Es ist schade, dass ich in Q1 ausgeschieden bin, denn danach kam der Regen. Und normalerweise komme ich bei nassen Bedingungen gut zurecht. Vielleicht regnet es ja auch am Sonntag. Das könnte mir die Chance auf ein anständiges Resultat eröffnen."

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