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Luca Badoer kam mit der rutschigen Strecke in Valencia nicht gut zurecht © getty

Nur ein Rookie und ein Unfallopfer sind in Valencia schlechter als der Schumi-Ersatz. Brawn GP meldet sich an der Spitze zurück.

Von Julian Meißner

München - Luca Badoer hat bei seinem Einstand als Ferrari-Einsatzpilot alles andere als einen guten Eindruck hinterlassen: Im Freitagstraining zum Großen Preis von Europa in Valencia (Qualifying, Sa. ab 13.45 Uhr LIVE) blieb dem Italiener nur die Rolle des Statisten.

Der 38-Jährige, der bei Ferrari den verunglückten Felipe Massa und den gesundheitlich verhinderten Michael Schumacher vertritt, kam mit Mühe auf den drittletzten Rang.

Schnell war er bislang nur an falscher Stelle. Weil Badoer am Nachmittag gleich dreimal in der Boxengasse "geblitzt" wurde, muss er nun 5400 Euro Strafe zahlen.

Badoer wird am Sonntag sein erstes Rennen nach zehn Jahren Testfahrer-Dasein bestreiten.

Langsamer als Badoer waren am Freitag nur Jaime Alguersuari (Toro Rosso), der jüngste Formel-1-Pilot der Geschichte, und Lewis Hamilton.

Hamilton mit Dreher

Der britische Weltmeister wurde jedoch von einem unfallbedingten Defekt an seinem McLaren-Mercedes gestoppt.

"'Ein schlechter Auftakt für Lewis - er streifte beim Dreher in seiner ersten gezeiteten Runde die Mauer, was den Frontflügel beschädigte und das Ende der Sitzung bedeutete", erklärte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Der angeschlagene WM-Leader meldete sich unterdessen zurück: Brawn GP mit Jenson Button und Rubens Barrichello präsentierte sich im Training als stärkstes Team unter den WM-Anwärtern.

Alonso der Schnellste

Die schnellste Zeit am Freitag auf dem Straßenkurs durch die spanische Hafenstadt Valencia gelang jedoch Lokalmatador Fernando Alonso im Renault. 1:39.404 Minuten benötigte der Asturier für seinen schnellsten Umlauf.

Dahinter reihten sich Button (1:40.178) und Barrichello (1:40.209) ein (Das Trainingsergebnis).

Rosberg bester Deutscher

Bester Deutscher beim Aufgalopp zum elften Saisonrennen war Nico Rosberg (Williams) auf Platz vier. "Das war allenfalls o.k.", meinte er nüchtern: "Von der Performance her sind wir noch nicht, wo wir hin wollen."

Adrian Sutil im Force India überzeugte auf Rang sechs.

Sebastian Vettel, der seinen Vertrag bei Red Bull bis 2011 mit einer Option auf 2012 verlängerte, wurde Neunter.

Timo Glock (Toyota) landete auf Platz 15, Nick Heidfeld im BMW-Sauber kam nicht über Rang 17 hinaus.

Schrecksekunde für Heidfeld

Der Mönchengladbacher erlebte eine Schrecksekunde, als er kurz vor Ende des zweiten Durchgangs mit Alonso kollidierte. Der Unfall, bei dem Heidfelds Bolide bei niedrigem Tempo in die Luft katapultiert wurde, blieb aber ohne schwere Folgen.

Heidfeld erklärte: "Als mir Fernando Alonso ins Auto gerauscht ist, war die Session für mich vorzeitig vorbei. So etwas ist natürlich im Freien Training völlig unnötig. Ich hatte ihn mit blockierenden Rädern im Spiegel gesehen und noch versucht, ihm etwas Platz zu lassen, aber er ist voll in mein Auto gekracht. Es hat nicht viel gefehlt, und ich hätte mich überschlagen."

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