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Nico Rosbergs beste Formel-1-Platzierung ist ein 2. Platz beim GP von Singapur 2008 © getty

Der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg fährt in Valencia zum siebten Mal in Folge in die Punkte. Auch Adrian Sutil überzeugt.

München/Valencia - 5., 4., 4., 5., 5. - an Nico Rosbergs Leistungen im Williams-Toyota aus den letzten fünf Rennen gibt es nichts zu meckern.

Wie ein Eichhörnchen, das vor dem Winter seine Nüsse sammelt, holt der Wiesbadener seine Punkte und verteidigte auch nach dem Großen Preis von Europa, dem elften Grand Prix des Jahres, seinen fünften Platz in der WM-Wertung (DATENCENTER: Der WM-Stand der Fahrer).

Dass es diese Saison bisher noch nicht zu einem Podestplatz gereicht hat, kann man dem 24 Jahre alten Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg sicherlich nicht anlasten.

"Es gefällt mir, dass wir vorne mitfahren", sagt Rosberg, "und ich hoffe, dass wir weiter Fortschritte machen und bald auf dem Podium stehen."

Sechs Möglichkeiten bleiben ihm dazu in diesem Jahr noch. Die nächste am kommenden Sonntag in Spa-Francorchamps beim Großen Preis von Belgien.

Sport1.de blickt auf das Rennen er Deutschen in Valencia.

Nico Rosberg (Williams-Toyota / Platz 5):

Rosberg machte beim Start einen Platz gut und fuhr auf Rang sechs vor. Er blieb danach nahezu fehlerlos, fuhr jeweils erst spät in die Box und war so 16 Runden vor dem Ende sogar zwischenzeitlich Zweiter 143336(DIASHOW: Bilder des Rennens).

Am Ende bedrängte er Heikki Kovalainen noch im Kampf um Platz vier, der Schlusspunkt unter seine starke Leistung blieb ihm aber verwehrt.

"Mit dem Resultat bin ich zufrieden", meinte der Wiesbadener nach seinem siebten Punkteplatz in Folge: "Wir arbeiten sehr effektiv in unserer Firma. Es läuft nicht schlecht im Moment."

Adrian Sutil (Force-India-Mercedes / Platz 10):

Der 26-Jährige erwischte einen ordentlichen Start und hielt seinen zwölften Rang. Er fuhr danach weiter sehr solide, ging zeitgleich mit Nick Heidfeld erstmals an die Box und überholte diesen durch einen schnelleren Reifenwechsel.

"Ich bin zufrieden. Nachdem ich an Heidfeld vorbei war, konnte ich die Position halten. Man sieht, dass es bei uns vorwärts geht", sagte der Gräfelfinger, der am Ende auf einem starken zehnten Platz landete.

Nick Heidfeld (BMW-Sauber / Platz 11):

Der Mönchengladbacher gewann beim Start einen Platz und war damit Zehnter. Verlor beim Boxenstopp an Boden gegenüber Adrian Sutil, mit dem er sich einen Zweikampf lieferte und landete am Ende genau auf dem Platz, von dem er auch gestartet war.

"Es ist ein bisschen enttäuschend", meinte der Routinier: "Ich habe mir einiges ausgerechnet. Ich würde mich freuen, wenn es in Spa regnet."

Timo Glock (Toyota / Platz 14):

Die Hoffnung auf Punkte von Startplatz 13 war schon kurz nach dem Start dahin. Sebastien Buemi fuhr dem Odenwälder schon in der ersten Kurve von hinten ins Auto, beide mussten zum Reparaturstopp in die Box.

"Ich musste einem anderen Auto ausweichen und habe erst eine Kurve später beim Einlenken gemerkt, dass mein Reifen kaputt war ", sagte Glock, der danach tapfer um Schadensbegrenzung kämpfte.

Auf dem Weg auf Platz 14 fuhr er kurz vor Schluss sogar noch die schnellste Rennrunde. "Das zeigt, dass im Rennen unser Speed wieder gut war", meinte er.

Sebastian Vettel (Red-Bull-Renault / Ausfall):

Es war wieder ein völlig verkorkstes Rennen für die deutsche WM-Hoffnung. Zunächst fiel beim Start vom vierten auf den fünften Platz zurück, verlor aber nicht so viel wie sein Rivale Jenson Button. In der 17. Runde, eine Runde nach dem ersten Boxenhalt, musste er wegen Problemen an der Tankanlage erneut einen Stopp einlegen und verlor viel Zeit.

Auf Platz 16 zurückgefallen, stoppte ihn ein erneuter Motorschaden nach 24 Runden endgültig und zwang ihn zur Aufgabe (NACHBERICHT: WM rückt für Vettel in weite Ferne).

"So was kann passieren, darf aber nicht. In der WM wird es nun natürlich schwieriger", meinte er enttäuscht: "Von meiner Seite aus hätte ich aber nicht viel mehr machen können. Wenn ich das Auto in die Mauer gestopft hätte, wäre es viel schlimmer gewesen."

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