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Sebastian Vettel liegt als Vierter der Fahrer- wertung 25 Punkte hinter WM-Leader Button © getty

Der Weltmeister ist der Schnellste im Training zum Belgien-GP. Timo Glock überrascht, Sebastian Vettel hält sich zurück.

Von Julian Meißner

München - Bestzeit für Lewis Hamilton vor Toyota-Pilot Timo Glock: Das Freie Training zum Belgien-Grand-Prix (Quali, Sa. 13.45 Uhr LIVE) hielt einige Überraschungen bereit.

Weltmeister Hamilton legte in 1:47.201 Minuten den schnellsten Umlauf hin, Glock folgte dicht dahinter in 1:47.217. Dritter wurde Kimi Räikkönen im Ferrari (1:47.285).

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug fasste zusammen: "Eine positive Überraschung - das geht bisher besser als gedacht. Aber alles liegt eng beisammen, zwischen Platz eins und zehn ist keine halbe Sekunde Unterschied."

Red Bull meldete sich nach der Schlappe von Valencia zurück. Sebastian Vettels Team, dass beim Großen Preis von Europa noch einen doppelten "Nuller" hatte hinnehmen müssen, war am Freitag ganz vorn mit dabei.

Auf der legendären Strecke in Spa-Francorchamps gelang Mark Webber die viertschnellste Zeit (1:47.329). Sein Teamkollege Vettel wurde mit nur wenig Einsatzzeit - er fuhr die wenigsten Runden aller Fahrer - in 1:47.602 Minuten Zehnter.

Brawn mit Problemen

WM-Leader Jenson Button und Valencia-Sieger Rubens Barrichello hatten dagegen zum Auftakt des Rennwochenendes deutliche Probleme.

Die Brawn-Piloten kämpften einmal mehr mit den niedrigen Temperaturen um 18 Grad und landeten nur auf den Plätzen 16 (Button) und 17 (Barrichello).

"Ich bin immer noch in der besten Position der vier Führenden, daher spüre ich keinen Druck", sagte Button dennoch cool.

Vettel schont den Motor

Drittbester Deutscher war in der Endabrechnung Adrian Sutil im Force India auf Rang 13. Nick Heidfeld (BMW-Sauber) wurde 16., Nico Rosberg im Williams kam nur auf Platz 19 (Das komplette Ergebnis) .

Am Morgen hatte in Durchgang eins nach einer knappen halben Stunde der Regen eingesetzt, womit die Ergebnisse zunächst wenig aussagekräftig waren.

Wie schon am Donnerstag angekündigt, fuhr Vettel aufgrund des Mangels an frischen Motoren extrem wenig: Der Heppenheimer absolvierte vormittags nur eine Installationsrunde und hielt sich auch am Nachmittag mit 25 Runden zurück.

In der Quali am Samstag ist er dann auf den Punkt gefordert. "Die Pole ist unser Ziel", sagte Vettel und warnte vor der Konkurrenz: "Obwohl die Brawn sehr weit hinten waren, werden sie wieder stark sein."

Abflug von Buemi

Vor allem die unerfahrenen Piloten hatten am Morgen mit dem rutschigen Kurs nahe der deutschen Grenze zu kämpfen.

Sebastien Buemi setzte seinen Toro Rosso nach einem Abflug in die Streckenbegrenzung und zerstörte den Frontflügel seines STR4.

Badoer weiter mit Problemen

Mühen im Trockenen wie im Nassen hatte erneut Luca Badoer. Der 38-jährige Italiener im Ferrari-Cockpit wurde wie schon in Spanien mit knapp zwei Sekunden Abstand Letzter.

Seine Tage als Einsatzfahrer der Scuderia dürften gezählt sein - obwohl er sich Hoffnungen gemacht hatte, dass es deutlich besser laufen würde als beim katastrophalen Debüt in Valencia.

"Jetzt ist es für mich ein echtes Rennen. Das Wichtigste ist, dass ich ein besseres Gefühl für das Auto habe", sagte er.

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