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Seinen einzigen Grand-Prix-Sieg diese Saison feierte Lewis Hamilton in Ungarn © getty

Der Weltmeister setzt in der letzten Runde des Italien-GP alles auf eine Karte - und fällt aus. Rosberg will schnell vergessen.

München/Monza - Lewis Hamilton war auf dem besten Wege, beim Großen Preis von Italien in Monza seinen dritten Podiumsplatz der Saison einzufahren.

Wenige Kilometer vor dem Ziel endete seine starke Vorstellung jedoch in der Begrenzungsmauer hinter der Lesmo-Kurve (151448DIASHOW: Das Rennen).

Der Weltmeister verlor die Kontrolle über seinen McLaren-Mercedes, als er zu rasant über die Kerbs fuhr, brach das Heck aus (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Für den 24 Jahre alten Titelverteidiger kam der Unfall nicht überraschend. "Ich bin die letzte Runde wie eine Qualifikationsrunde angegangen, habe bis zum Äußersten gepusht", sagte Hamilton: "Deshalb muss man immer mit einem Ausfall rechnen."

Der Pole Setter fand lobende Worte für seine Mechaniker. "Sie haben einen großartigen Job gemacht. Wir waren nicht schnell genug, um mit den Brawns mitzuhalten, deshalb habe ich alles daran gesetzt, sie noch abzufangen. Es tut mir leid für die Jungs und meine Fans."

Sport1.de hat weitere Stimmen zum Monza-GP zusammengestellt.

Norbert Haug (Motorsportchef Mercedes):

"Es war ein extrem spannendes und enges Rennen an der Spitze - bis zur letzten Runde. Ein Jammer, dass Lewis, auf Platz drei liegend, fünf Sekunden hinter der Spitze diese nicht beendete. Er hat bis zum Schluss extremst gepusht. Schade dass er nicht den Podiumsplatz als Lohn bekam. Aber wir waren schnell und grundsätzlich siegfähig, wie jeder sehen konnte."

Rubens Barrichello (Brawn GP / Sieger):

"Ich hatte eine unruhige Nacht, weil mir das Getriebe Sorgen bereitet hat. Wir haben seit Spa Probleme und ich hoffe, dass es die vier Rennen noch durchsteht. Die erste Runde war entscheidend. Kovalainen kam mit diesem Power-Knopf ganz nah an mich ran, aber ich habe ihn hinter mir halten können. Danach lief alles wie geschmiert."

Jenson Button (Brawn GP / 2.):

"Die erste Runde war chaotisch, aber entscheidend. Ich hing in der Schikane hinter Heikki fest und konnte ihn in der Lesmo dann überholen. Das war enorm wichtig. Hätte ich das nicht geschafft, wäre ich wohl nur Dritter oder Vierter geworden. Rubens war dieses Wochenende der Bessere. Ich habe zwar zwei Punkte auf ihn verloren, aber sieben auf Vettel gewonnen."

Kimi Räikkönen (Ferrari / 3.):

"Wir haben den dritten Platz zwar geschenkt bekommen, aber das kümmert uns wenig. Das ist sicherlich nicht die perfekte Position, aber immerhin haben wir ein paar Punkte mitgenommen. Wir haben das letzte aus dem Auto rausgeholt und ich denke, dass die Fans mit einem Podiumsplatz zufrieden sein können."

"Der Boxenstopp war etwas kurios. Ich wollte so schnell wie möglich raus, weil Sutil so nah dran war. Der Mechaniker hat den Lollipop erst kurz hoch und dann wieder runter, deswegen bin ich erst losgefahren und dann wieder runter vom Gas. Zum Glück war der Tankschlauch schon unten und wir haben nicht viel Zeit verloren."

Adrian Sutil (Force India / 4.):

"Das Auto war sehr gut. Wir wussten, dass es schwer wird, unseren Platz gegen Kimi und seinen KERS-Knopf zu verteidigen ,und dann hing ich das gesamte Rennen hinter ihm fest. Es gab wegen KERS einfach kein Vorbeikommen. Ich hatte gehofft, ihn beim zweiten Boxenstopp zu überholen."

"Daher habe ich auch so spät gebremst, leider zu spät. Ich muss mich bei meinen Mechanikern entschuldigen, sie haben einen großartigen Job erledigt. Die Zwei-Stopp-Strategie hat sich leider als die falsche herausgestellt. Aber dennoch bin ich sehr zufrieden mit meinem vierten Platz."

Nick Heidfeld (BMW Sauber / 7.):

"Ich bin sehr zufrieden, ich hatte ein super Rennen. Platz sieben mag nicht fantastisch klingen, aber von Startplatz 15 aus ist es das Beste, was heute möglich war. Nach unser beider Boxenstopps war konstant Achter, bis Lewis Hamilton in der letzten Runde verunfallte und ich noch einen weiteren Punkte geerbt habe."

Sebastian Vettel (Red Bull / 8.):

"Ich konnte mit den Autos vor mir nicht mithalten. In den ersten fünf bis zehn Runden hat mir der Grip gefehlt, da bin ich zuviel umhergerutscht und habe Zeit verloren. Insgesamt hatten wir einfach nicht den Speed, und anscheinend ist das auch nicht die beste Strecke für unser Auto."

"Die WM ist noch nicht vorbei. Unser Ziel ist es weiterhin, Rennen und die Meisterschaft zu gewinnen. Darauf konzentrieren wir uns, der Rest liegt nicht mehr in unseren Händen."

Timo Glock (Toyota / 11.):

"Das ist sicherlich nicht das Resultat, das wir uns vorgestellt hatten, aber immerhin war das Rennen recht unterhaltsam. Ich hatte einen sauberen Kampf mit Jarno. Das hat richtig Spaß gemacht. In Singapur werden uns neue Teile zur Verfügung stehen. Dadurch rechne ich uns gute Chancen aus."

Nico Rosberg (Williams-Toyota / 15.):

"Das war ein Wochenende zum Vergessen. Uns hat mit Beginn des Trainings der Speed gefehlt. Zudem kamen etliche andere Probleme im Rennen. Die erste Runde war gut, ich machte vier Plätze gut, aber dann ist mir jemand vorne links reingefahren, dadurch war die Balance weg und das Auto hat die ganze Zeit untersteuert."

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