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Romain Grosjean ersetzte nach dem Ungarn- Grand-Prix den geschassten Nelson Piquet jr. © imago

Der Weltmeister ist im Abschlusstraining zum Singapur-GP der Schnellste, Vettel wird Zweiter. Wer holt im Nachtrennen die Pole

Singapur - Weltmeister Lewis Hamilton hat das am Samstag das dritte Training zum Großen Preis von Singapur dominiert. Er fuhr in 1:47, 623 Minuten die schnellste Zeit vor Sebastian Vettel (Red Bull, 1:47,909 Minuten). Dritter wurde ebenfalls ein Deutscher: Williams-Pilot Nico Rosberg.

Bereits am Freitag war Sebastian Vettel in Singapur überraschend schnell unterwegs gewesen und hatte die Bestzeit geholt

Grosjean kopiert Piquet-Crash

Für die Szene des Tages hatte allerdings Renault-Pilot Romain Grosjean gesorgt, der den inszenierten Skandal-Unfall seines Vorgängers Nelson Piquet junior aus dem Vorjahr fast perfekt kopierte.

Der Franzose, der pikanterweise wie damals Piquet vom inzwischen lebenslang gesperrten Ex-Teamchef Flavio Briatore betreut wurde, drehte sich im ersten Training ebenfalls in Kurve 17, krachte in die Begrenzungsmauer und sorgte damit für eine zwölfminütige Unterbrechung des Trainings.

Satter Vorsprung auf Button

Wichtiger als die Bestzeit war für Vettel der Vorsprung von fast sieben Zehntelsekunden auf seinen Titelrivalen Jenson Button.

Der WM-Spitzenreiter, der vor dem 14. von 17 WM-Läufen (Quali, Sa., 15.45 Uhr LIVE) mit 80 Punkten 26 Zähler Vorsprung auf Vettel (54) hat, kam im Brawn-Mercedes nur auf den fünften Platz.

Der Brite lag noch hinter dem auf Rang vier überraschend schnellen Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber. Der WM-Zweite Rubens Barrichello (Brasilien/66) im zweiten Brawn musste sich sogar mit Position elf zufrieden geben.

Vettel: "Schritt nach vorne"

"Es hat viel Spaß gemacht, wieder mehr fahren zu dürfen. Wir haben mit dem Auto noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Die guten Zahlen aus dem Computer hat der Popometer jetzt bestätigt", meinte Vettel, der diesmal nicht übermäßig an Trainingsrunden sparen musste, um seine Motoren zu schonen.

"Auf Strecken wie hier und Suzuka braucht man etwas Zeit und Praxis, um in den Rhythmus zu kommen. Das sind keine einfachen Strecken und man muss fahren", sagte der 22-Jährige.

Gelächter und Applaus

Während nach dem Unfall von Renault-Pilot Grosjean im Pressezentrum Gelächter und Applaus aufbrandeten, liefen von der Tribüne an der Unfallstelle alle Zuschauer nach unten zum Zaun, um die skurrile Szene zu fotografieren.

Renaults neuer Teamchef Bob Bell machte am Kommandostand ein bedröppeltes Gesicht, während sich der an einer Magenverstimmung leidende Grosjean über Funk mit den gleichen Worten entschuldigte wie vor Jahresfrist Piquet: "Tut mir leid, Jungs."

Rosberg und Glock in Top Ten

Neben Vettel und Heidfeld zeigten auch Nico Rosberg im Williams-Toyota und Timo Glock im Toyota gute Leistungen und schafften als Siebter und Achter den Sprung in die Top 10.

Deutsches Schlusslicht war Adrian Sutil im Force-India-Mercedes auf Platz 12.

Heidfeld, dessen Team trotz des BMW-Ausstiegs zum Saisonende ein runderneuertes Auto nach Singapur gebracht hat, war zufrieden: "Im ersten Teil hatte ich noch Probleme mit dem Getriebe, am Abend lief es dann wesentlich besser. Das Auto fühlt sich gut an."

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