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Pole Setter Lewis Hamilton behauptet in Singapur die erste Position bis ins Ziel © getty

Pole Setter Hamilton gewinnt den Singapur-Grand-Prix. Sebastian Vettel lässt eine große Chance aus. Timo Glock wird Zweiter.

Singapur - Sebastian Vettels Traum vom Formel-1-Titel ist in der Radarfalle von Singapur geplatzt.

Der 22-Jährige kassierte bei dem Nachtrennen 156537(Bilder) wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse eine Durchfahrtsstrafe.

Dadurch verspielte der Red-Bull-Pilot den scheinbar sicheren zweiten Platz und die große Chance, auf der Zielgeraden im Titelrennen doch noch einmal Boden gutzumachen (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Starker Glock

Beim zweiten Saisonsieg von Weltmeister Lewis Hamilton vor dem überraschend starken Toyota-Piloten Timo Glock musste sich Vettel letztlich mit Rang vier zufriedengeben.

Der Hesse holte so nur einen Zähler auf WM-Spitzenreiter Jenson Button auf, der im Brawn-Mercedes den fünften Platz belegte. Als Dritter schaffte Vorjahressieger Fernando Alonso in seinem Renault den Sprung aufs Podest.

Rückschlag in der WM

Bei drei noch ausstehenden Rennen und 30 zu vergebenden Punkten sind Vettels 25 Zähler Rückstand (59:84) unter normalen Umständen nicht mehr aufzuholen.

Button dagegen könnte schon am Sonntag in Suzuka Weltmeister werden, wenn er dort fünf Punkte mehr holt als sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello, der nach Platz sechs in Singapur jetzt 15 Zähler Rückstand hat.

Rosbergs Fehler

Für Vettel schaffte der Odenwälder Glock aus Wersau zum zweiten Mal in dieser Saison den Sprung aufs Treppchen. Beim Abbruchrennen Anfang April im benachbarten Malaysia war er Dritter, einen zweiten Platz hatte er zuvor erst einmal im vorigen Jahr in Budapest geholt.

Dagegen verschenkte der zwischenzeitlich vor Vettel auf Platz zwei fahrende Nico Rosberg aus Wiesbaden seine greifbar nahe erste Podiumsplatzierung des Jahres durch einen eigenen Fehler.

Bei der Boxenausfahrt war er über die weiße Begrenzungslinie zu früh auf die Strecke gerutscht und hatte dafür eine Durchfahrtsstrafe erhalten. Am Ende musste sich der Williams-Pilot mit Rang elf begnügen.

Heidfeld strafversetzt

Das Rennen von Nick Heidfeld war schon eine Stunde vor dem Start zerstört.

Weil sein BMW-Sauber-Team am Samstag vor der Qualifikation falsche Ballastgewichte eingebaut hatte, war sein Auto zu leicht.

Dadurch verlor er seinen siebten Startplatz und musste aus der Boxengasse dem Feld hinterherjagen.

Wenigstens konnte er aber ohne Rücksicht auf 15 Startplätze Abzug einen neuen Motor und ein neues Getriebe nutzen. In Runde 20 war dennoch vorzeitig Feierabend, als "Quick Nick" dem sich drehenden Force India von Adrian Sutil nicht ausweichen konnte. Der Gräfelfinger musste fünf Runden später ebenfalls aufgeben.

Trio in Sichtweite

Beim Start schob sich Rosberg wie am Samstag angekündigt auf Platz zwei hinter Hamilton und überholte Vettel. Der verteidigte mit Mühe aber immerhin Rang drei gegen Alonso.

Glock verbesserte sich im Lauf der ersten Runde auf Rang fünf und rückte in Runde sieben auf Platz vier vor, weil Webber den hinter Glock fahrenden Alonso vorbeilassen musste. Der Australier hatte in der Startrunde dessen Renault neben der Strecke überholt hatte.

An der Spitze setzten sich Hamilton, Rosberg und Vettel ein wenig ab, blieben aber untereinander in Sichtweite. Vettel kam dann in Runde 17 als erster zum ersten Nachtanken und fiel vorerst vom dritten auf den siebten Platz hinter Barrichello zurück.

Rosberg kam nur eine Runde später an die Box, rutschte bei der Ausfahrt aber über die weiße Begrenzungslinie zu früh auf die Strecke. Obwohl er nach dem Fehler wieder zurück in die Boxenspur fuhr, erhielt er eine Durchfahrtsstrafe.

In Hamiltons Windschatten

Die warf in Runde 27 ihn bis auf Position 14 zurück, weil nach dem Unfall zwischen Sutil und Heidfeld das Feld hinter dem Safety-Car wieder eng zusammengerückt war. Vettel und Glock dagegen profitierten und übernahmen die Plätze zwei und drei hinter Hamilton. Button rückte auf Rang sieben vor.

Nach der Safety-Car-Phase blieb Vettel über mehrere Runden mit weniger als einer Sekunde Rückstand in Hamiltons Windschatten, Glock dagegen konnte das Tempo der beiden nicht mitgehen. In Runde 39 ging Vettel zum zweiten Reifenwechsel an die Box - und war dabei in der Boxengasse zu schnell.

Nachdem Glock in Runde 45 zum zweiten Mal an der Box war, absolvierte Hamilton absolvierte seinen letzten Stopp in Runde 46, unmittelbar nachdem Vettels Teamkollege Webber wegen eines Bremsproblems von der Strecke gerutscht war. Ein weiterer Safety-Car-Einsatz war aber nicht nötig.

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