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Timo Glock liegt in der WM nun mit 24 Punkten auf Rang neun © getty

Freude bei Timo Glock, Wut bei Nick Heidfeld und eine zweifelhafte Widmung von Fernando Alonso - die Stimmen zum Singapur-GP.

München/Singapur - Mit Timo Glock als bestem deutschen Piloten beim Nachtrennen von Singapur hatten die wenigsten Experten gerechnet.

Sebastian Vettel auf Startplatz zwei und Nico Rosberg auf drei gingen mit deutlich besseren Karten ins Rennen, doch einzig der gelernte Gerüstbauer aus dem Odenwald schaffte es am Ende aufs Treppchen.

Glock erreichte zum zweiten Mal in seiner Formel-1-Karriere nach dem Ungarn-Grand-Prix 2008 den zweiten Platz (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

"Für uns kam dieses Ergebnis zum richtigen Zeitpunkt", freute sich der 27-Jährige: "Wir hatten zu Beginn der Saison hohe Ziele und dann auch gute Ergebnisse. Danach kam aber eine schwierige Phase, und danach wieder zurückzukommen, war sehr wichtig."

Sein Schluss: "Man soll nie aufgeben und immer weiterkämpfen. Es kommt immer etwas Gutes heraus."

Ganz und gar nicht guter Laune war Nick Heidfeld, der nach einer unverschuldeten Kollision mit Adrian Sutil ausschied und für den eine Rekordserie endete: Seit Indianapolis 2007 hatte Heidfeld jedes Rennen beendet.

Sebastian Vettel haderte mit seiner Strafe wegen überhöhter Geschwindigkeit in der Boxengasse.

Sport1.de hat seine Reaktionen und die weiteren Stimmen zum Singapur-Grand-Prix 156537(Bilder) zusammengefasst:

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/Platz 1):

"Es war ein hartes Rennen und auf keinen Fall einfach. Von hinten habe ich ordentlich Druck bekommen. Ich hatte auf ein gutes Ergebnis gehofft, um das letzte Rennen wieder gutzumachen. Das haben wir geschafft, darüber bin ich sehr glücklich."

Timo Glock (Toyota/2):

"Ich glaube, wir haben alles richtig gemacht. Ein gutes Qualifying und eine gute erste Runde. Ich konnte mich in Kurve acht an Fernando Alonso vorbeiquetschen, was sehr wichtig für unsere Strategie war. Danach konnte ich ein bisschen wegziehen und eine Lücke herausfahren. Ich glaube, hier kann der Fahrer den Unterschied machen. Das habe ich an diesem Wochenende gezeigt. Ich bin sehr glücklich und habe keine Fehler gemacht."

Fernando Alonso (Renault/3):

"Ich widme dieses Podium Flavio Briatore. Er hat sicher zuhause vor dem Fernseher gesessen, auch er hat einen Anteil an diesem Erfolg. Es war eine schwierige Zeit für das Team, aber das werden wir jetzt hinter uns lassen und uns auf die verbleibenden Rennen konzentrieren."

Sebastian Vettel (Red Bull/4):

"Meiner Meinung nach war ich nicht zu schnell. Wir müssen nun erst einmal schauen, ob da was an der Elektronik war oder ob ich vielleicht wirklich einen Tick zu spät oder zu früh dran war. Das ist natürlich ein bisschen schade, denn dadurch haben wir den zweiten Platz verloren. Für uns gibt es auch in den kommenden Rennen nichts anderes als volles Risiko. Wir können uns schon in einer Woche rächen."

Jenson Buton (Brawn/5):

"Ein guter Tag für uns. Ich bin froh über den fünften Platz. Ich habe vier Punkte gewonnen, Rubens einen abgenommen und nur einen auf Sebastian verloren. Es war ein gutes Rennen, und ich gehe mit einem positiven Gefühl nach Japan."

Nico Rosberg (Williams/11):

"Das Ergebnis ist eine Riesenenttäuschung. Mein Fehler, als ich in der Boxenausfahrt zu spät gebremst habe, war absolut unnötig. Das Safety Car kam dann zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Es war ein wirklich schreckliches Gefühl, den Rest des Rennens am Ende des Feldes zu verbringen."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber/ausgeschieden):

"Das war total dumm von Adrian Sutil. Ich habe es sowohl aus der ersten Reihe als auch später im Fernsehen gesehen. Er kam ohne zu schauen wieder zurück auf die Strecke. Ich war mit der Nase schon vorbei, als er in mein Auto hinein beschleunigte. Er sollte schauen wo er hinfährt."

Adrian Sutil (Force India/ausgeschieden):

"Ich drehte mich, als Nick um die Ecke kam und mich an meinen Frontflügel traf. Es tut mir leid für ihn. Ich habe versucht, den Motor am Laufen zu halten und habe nicht gesehen, dass von hinten Autos kamen."

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