vergrößernverkleinern
Kamui Kobayashi testete 2007 für Toyota erstmals einen Formel-1-Boliden © getty

Lokalmatador Kobayashi fährt ein entfesseltes Rennen, Vettel gewinnt souverän. Alle Fakten zum Japan-Rennen in Suzuka kompakt.

München - Nicht nur Kirschblüten entfalten sich in Japan besonders schön, auch Lokalmatador Kamui Kobayashi blühte in seinem Heimrennen eindrucksvoll auf.

Der 24-Jährige legte bei seinem 19. Grand-Prix-Start eine tolle Show auf den Asphalt und zeigte zahlreiche spektakuläre Überholmanöver.

Kein Wunder, denn der Suzuka International Racing Course, die Hausstrecke des japanischen Autobauers Honda, war schon immer für aufregende Rennen gut.

2009 kehrte der Highspeed-Zirkus nach zweijähriger Absenz auf den Kurs zurück, der sich bei den Piloten seiner schnellen Kurven wegen großer Beliebtheit erfreut. Zuvor war die Königsklasse auf der Strecke des japanischen Konkurrenten Toyota in Fuji zu Gast gewesen.

Um Geld zu sparen, verzichtete Toyota nach den Grands Prix von 2007 und 2008 auf das teure PS-Spektakel.

Schwierig und beliebt

Auch Honda ist längst nicht mehr in der Formel 1 - doch den Kurs 400 Kilometer südwestlich von Tokio leistet sich der Autokonzern.

Das Areal wurde schon 1962 gebaut, gehört aber trotz seines stattlichen Alters zu den schwierigsten und zugleich beliebtesten Rennstrecken in der Königsklasse.

Der 5,8 Kilometer lange Parcours mit dem Riesenrad als Wahrzeichen ist als einzige Strecke in der Formel 1 in Form einer Acht angelegt. Legendär ist die Kurvenkombination Esses sowie die unmittelbar folgende Degner-Kurve.

In Suzuka wurde Formel-1-Geschichte geschrieben: Hier gewann - und feierte - Michael Schumacher seinen ersten Titel mit Ferrari, Alain Prost und Ayrton Senna lieferten sich haarsträubende Duelle.

Kobayashi bei Heim-Debüt furios

So tat es auch Kobayashi, der bei seinem Heim-Debüt gleich vier mutige Überholmanöver zeigte, jedoch immer kontrolliert und abgeklärt.

Während Sebastian Vettel an der Spitze einem souveränen Start-Ziel-Sieg entgegenfuhr, mischte der von Position 14 gestartete Kobayashi das Mittelfeld mächtig auf, bedrängte seine Gegner und vernaschte in der Haarnadel-Kurve zunächst den Spanier Jaime Alguersuari, später musste sich auch Adrian Sutil geschlagen geben.

In der 45. Runde hieß Kobayashis Opfer erneut Alguersuari, diesmal allerdings zog der in Paris lebende Japaner auf der Außenbahn vorbei.

Drei Runden vor Schluss ließ der furios auffahrende Lokalmatador Rubens Barrichello stehen und raste am Ende auf einen sensationellen siebten Platz.

Vettel siegt in Serie

Vorne fuhr Vettel ein souveränes Rennen und gewann den Grand Prix, wie schon in der vergangenen Saison, in überlegener Manier.

Der Heppenheimer zählt den Japan-GP übrigens zu seinen Lieblingsrennen - wer könnte es ihm verdenken.

SPORT1 nennt die Fakten zum 16. Rennen des Jahres:

Ergebnis 2010:

1. Sebastian Vettel (Heppenheim/Red Bull) in 1:30.27,323 Stunden2. Mark Webber (Australien/Red Bull), + 0:00.905 Minuten3. Fernando Alonso (Spanien/Ferrari), + 0:02.721 Minuten

Schnellste Runde 2010:

Mark Webber (Australien/Red Bull) in 1:33.474 Minuten

Qualifying 2010:

1. Sebastian Vettel in 1:30,792 Minuten2. Mark Webber, 1:30,853 3. Robert Kubica, 1:31,231

[kaltura id="0_1ms2tzlr" class="full_size" title="Eine Runde in Suzuka"]

Streckenlänge:

307,5 Kilometer

Rundenlänge:

5,8 Kilometer

Runden:

53

Kurven:

18 (10 Rechts-, 8 Linkskurven)

Fahrtrichtung:

im Uhrzeigersinn

Streckendebüt:

1987

Top-Speed:

313 km/h

Meiste Siege Fahrer:

1. Michael Schumacher (6) 2. Damon Hill (2)2. Ayrton Senna (2)2. Mika Häkkinen (2)2. Gerhard Berger (2)2. Sebastian Vettel (2)

Meiste Siege Teams:

1. Ferrari (7)2. McLaren (6)3. Benetton (3)3. Williams (3)

Erster Sieger (1987):

Gerhard Berger (Ferrari)

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel