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Jenson Button startete seine Formel-1-Karriere 2000 bei BMW-Williams © getty

Jenson Button klammert sich an jedes Pünktchen, "Rubinho" wittert die Chance beim Heimspiel. Die Stimmen zum Japan-Grand-Prix.

München - Nach dem ersten Saisondrittel hätte Jenson Button wohl nicht gedacht, dass er sich zwei Rennen vor Schluss wegen eines einzigen Punktes so aufregen würde.

Der Brite, der sechs der ersten sieben Rennen gewann, war nach dem Japan-GP der festen Überzeugung, Williams-Pilot Nico Rosberg gehöre wegen überhöhter Geschwindigkeit hinter dem Safety Car bestraft - was Button zwei Zähler statt nur einem Punkt eingebracht hätte.

Die Rennleitung sah es jedoch anders, und so musste WM-Spitzenreiter Button sich damit trösten, dass er nur einen Punkt auf seinen Brawn-Teamkollegen Rubens Barrichello verloren hatte.

Suzuka-Sieger Sebastian Vettel freute sich unterdessen überschwänglich und verkündete trotz 16 Punkten Rückstand auf Button: "Es ist noch alles möglich."

Sport1.de hat die Reaktionen zum Großen Preis von Japan zusammengestellt.

Sebastian Vettel (Red Bull/Sieger):

"Nach der Pole Position war ich der Favorit, aber man muss erstmal den Start hinbekommen. Das Auto war fantastisch, und diese Strecke ist einfach fantastisch, wie von Gott gemacht. Ich habe das Rennen sehr genossen und vor der letzten Runde fast sogar etwas bedauert, dass es schon zu Ende ist. In der WM ist noch alles möglich. Es sieht wieder besser aus für uns. Ich werde bis zum letzten Atemzug kämpfen und versuchen, auch die letzten beiden Rennen zu gewinnen. Das ist alles, was ich tun kann."

Jarno Trulli (Toyota/Platz 2):

"Ein Podiumsplatz beim Heim-Grand-Prix des Teams ist ein fantastisches Ergebnis. Es gehört der ganzen Crew: den Ingenieuren, den Mechanikern und auch Timo, der heute leider nicht starten konnte. Das Auto war das ganze Wochenende konkurrenzfähig, und ich wusste, dass der Start der härteste Teil des Rennens sein würde. Ich hätte meine Position fast verteidigt, aber Lewis kam vorbei. Danach habe ich das komplette Rennen mit ihm gekämpft, was richtig Spaß gemacht hat."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/Platz 3):

"Beim Start versuchte ich, sowohl Jarno Trulli als auch Sebastian Vettel zu überholen, aber es gelang mir nicht, die Führung zu übernehmen. Danach hatte ich einen guten Zweikampf mit Jarno, wir fuhren Runden wie im Qualifying und nahmen uns gegenseitig immer wieder ein paar Zehntelsekunden ab. Über die Renndistanz konnte mein Auto mit seinem aber nicht ganz mithalten."

Nico Rosberg (Williams/Platz 5):

"Das war heute mit Sicherheit das Maximum was ich rausholen konnte. Das Auto war nicht so schnell, wie wir es gerne gehabt hätten, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Ich hatte eine gute Strategie, die uns zu diesem Resultat verholfen hat. Es war ein hartes Rennen, insgesamt bin ich zufrieden."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber/Platz 6):

"Heute war nicht unser Glückstag. Ich bin sehr enttäuscht über dieses Ergebnis, heute war Platz vier drin, aber es sind ein paar Dinge schief gegangen. Vor allem bei meinem zweiten Boxenstopp, als hinten rechts eine Radmutter klemmte. Aber ich will mich nicht beschweren, normalerweise sind unsere Boxenstopps sehr gut. Jedenfalls habe ich dadurch einen Platz an Kimi verloren, ich kam direkt hinter ihm wieder ins Rennen. Als das Safety Car auf die Strecke ging, habe ich noch einen Platz an Nico verloren, der das Glück hatte, in dieser Phase tanken zu können."

Rubens Barrichello (Brawn GP/Platz 7):

"Ich war das ganze Rennen über nicht mit dem Setup zufrieden und habe mit den Reifen gekämpft. Bei meinem Heim-Rennen würde ich nun natürlich gerne gewinnen und mir meine Chancen offenhalten."

Jenson Button (Brawn/Platz 8):

"Nach dem ereignisreichen Qualifying ging es heute darum, Punkte zu sammeln, und das habe ich getan. Ich habe nur einen Punkt auf Rubens verloren, und darauf liegt die Priorität. Natürlich haben wir einige Punkte auf Sebastian verloren, aber wir haben erwartet, dass sie hier stark sein würden. Jetzt kommen zwei Kurse, die zu unserem Auto passen sollten. Ich freue mich schon auf das Saisonfinale und das nächste Rennen in Brasilien."

Adrian Sutil (Force India/Platz 13):

"Das war wirklich ein enttäuschendes Rennen. Der Start war in Ordnung, aber dann bin ich zurückgefallen und hing hinter Kovalainen fest. In der Schikane war ich an ihm vorbei, aber dann zog er rüber und ich drehte mich. Dabei verlor ich eine Menge Zeit. Das war für mich das Ende des Rennens."

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