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Sebastian Vettel kann immer noch jüngster Champion aller Zeiten werden © getty

Lob für Vettel, Kritik an Button und Brawn: Sport1.de hat die internationalen Pressestimmen zum 15. Saisonrennen zusammengestellt.

München - Die Jubelarien über den neuen Formel-1-Weltmeister blieben aus.

Nach dem überlegenen Sieg Sebastian Vettels beim Großen Preis von Japan in Suzuka am Sonntag dominiert der junge Deutsche die Schlagzeilen 159076(Bilder des Rennens).

"Ein junger Mann ließ die Party platzen, der eisernen Willen, eine gute Sehfähigkeit und ein Auto besitzt, das so heiß ist, wie das Brawn-Auto zu Beginn der Saison war", schreibt die Londoner "Times" über Vettel und seinen dritten Saisonsieg (NACHBERICHT: Geht doch noch was für Vettel?).

Auch in Italien lobt man den 22-Jährigen über den grünen Klee: "Vettel und sein Team sind große Meister, aus der Qualifikation das Beste zu machen", so der "Corriere dello Sport".

Sport1.de hat die internationalen Pressestimmen zum 15. Saisonrennen zusammengestellt.

ENGLAND

The Guardian: "Was für ein unglücklicher Zufall, dass das Siegerpodest in Suzuka ausgerechnet über der Box von Brawn aufgebaut war. Dass der Champagner auf sie herunterregnete, war für Ross Brawn und sein Team Erinnerung genug, dass der Sieg von Sebastian Vettel und Red Bull die Formel 1 weiter offen hält."

Daily Star: "Jenson Button kam nach Japan, um sich zum Champion krönen zu lassen - darauf muss er weiter warten. Er reiste mit nur einem Punkt wieder ab, konnte sich darüber aber - nach einem kontroversen Wochenende - trotzdem freuen."

Daily Mirror: "Jenson Button ist eine rasende Unsicherheit. Er wackelt schon wieder, und die Konkurrenz schließt auf. Was mal wie ein souveräner Siegeszug aussah, ist längst zu einem zähen Kriechen über die Ziellinie geworden. Nur ein einziges Mal in diesem Jahr schloss er ein Rennen schlechter ab. Buttons Probleme haben sich multipliziert, da Sebastian Vettel zurück im Titelkampf ist."

The Sun: "Button verspricht: Ich werde es nicht wie Hamilton vermasseln. Sein britischer Konkurrent hatte 2007, zwei Rennen vor Schluss, einen 17-Punkte-Vorsprung vor Ferrari-Star Kimi Raikkönen und verpasste den WM-Titel letztlich um einen Punkt. Button weiß, dass sein furioser Saisonstart, als er sechs von sieben Rennen gewann, am Ende entscheidend sein könnte."

The Times: "Eigentlich war für dieses Saisonfinale vorgesehen, dass die beiden Brawn-Piloten Jenson Button und Rubens Barrichello den Titel unter sich ausmachen. Beide stolpern aber umher wie zwei alte Männer mit verbundenen Augen, die die Ziellinie nicht finden. Deshalb ließ ein junger Mann die Party platzen, der eisernen Willen, eine gute Sehfähigkeit und ein Auto besitzt, das so heiß ist, wie das Brawn-Auto zu Beginn der Saison war."

Daily Telegraph: "Jetzt will Jenson Button erneut die brasilianischen Herzen brechen. Das Titelrennen zieht weiter nach Brasilien, diesem vor Patriotismus kochenden Topf namens Interlagos, wo Lewis Hamilton im vergangenen Jahr in einem der dramatischsten Endspurts der Formel-1-Geschichte den WM-Titel holte. "

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: "Sebastian Vettel war der absolute Herrscher von Suzuka. Er hat die Pole Position bestens ausgenutzt und dem Rennen ein höllisches Tempo gegeben. Sein Sieg hat großen Einfluss auf die Weltmeisterschaft. Vettel hält den Kampf um den WM-Titel offen."

Corriere dello Sport: "Sebastian Vettel fliegt wie ein Engel über die Piste. Vettel und sein Team sind große Meister, aus der Qualifikation das Beste zu machen."

Tuttosport: "Wenn Vettel in dieser Saison nicht zu viele Fehler gemacht hätte, wäre er jetzt in der Lage, Button ernsthaft im Kampf um den WM-Titel unter Druck zu setzen. Jetzt bleibt ihm ein wenig Hoffnung, doch es gibt nur noch zwei Rennen - und der Vorsprung Buttons ist weiterhin groß."

Corriere della Sera: "Vettel dominiert in Suzuka und hält das Titelrennen offen."

La Repubblica: "Vettel siegt in Suzuka und Ferrari hofft auf Massas Comeback noch in dieser Saison. Der Brasilianer kehrt erstmals nach seinem Unfall wieder nach Maranello zurück."

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