vergrößernverkleinern
Sebastian Vettel hat in seiner Formel-1- Karriere bisher fünf Pole Positionen geholt © getty

Alonso verhindert in Brasilien eine Sensation im Training. Vettel hat das Nachsehen und erlaubt sich eine Spitze gegen Button.

Sao Paulo - Dämpfer für Sebastian Vettel: Die Aufholjagd des mit großen Erwartungen angereisten Red-Bull-Piloten ist auf der Buckelpiste von Interlagos etwas ins Stocken geraten.

Zwölf Tage nach seiner Triumphfahrt in Suzuka musste Vettel im Freien Training zum Großen Preis von Brasilien (Quali., Sa., 18.45 Uhr LIVE) in Sao Paulo seinen beiden Titel-Rivalen Jenson Button und Rubens Barrichello den Vortritt lassen und sich mit Rang sieben begnügen.

Bei der Bestzeit des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso aus Spanien im Renault meldete sich der seit Monaten schwächelnde WM-Spitzenreiter Button mit Position fünf im Brawn-Mercedes zurück 163468(DIASHOW: Die Bilder des Trainings).

Buemi verpasst Sensation

Zweitschnellster war überraschend der Schweizer Sebastien Buemi im Toro Rosso vor Lokalmatador Barrichello im zweiten Brawn (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

Ingesamt lagen die Zeiten extrem eng beieinander. "Alle 20 Autos waren heute meist durch weniger als eine Sekunde getrennt - enger ging es noch nie zu in der Formel 1", staunte Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug.

Heidfeld deutsches Schlusslicht

Zweitschnellster der wegen der Verletzungspause von Timo Glock auf vier Fahrer dezimierten "Formel Deutsch" war Williams-Pilot Nico Rosberg auf Rang acht vor Adrian Sutil , der im Force India Neunter wurde.

Deutsches Schlusslicht an diesem Tag war Nick Heidfeld auf Platz 15 im BMW-Sauber. Noch im ersten Training hatte Vettels Teamkollege Mark Webber die Bestmarke markiert.

Dritter Platz reicht Button

Button reicht beim vorletzten Lauf der Saison in Sao Paulo bereits ein dritter Platz, um alle Rechenspiele zu beenden.

Barrichello hat 14 Punkte Rückstand, Vettel noch zwei mehr (RECHENSPIELE: So wird Vettel doch noch Champion).

Vettel will "alles rausholen"

Vettel, der in Brasilien mit einem neuen Frontflügel antritt, hatte sich schon unmittelbar nach der Anreise optimistisch gezeigt. "Ich werde kämpfen bis zum letzten Atemzug. Ich will beide Rennen gewinnen und dann schauen wir, ob es reicht", sagte er.

Seine Devise: "Das Pedal durchdrücken und alles rausholen."

Seitenhieb gegen Button

Von Psycho-Tricks halte er zwar nichts, dennoch stichelte er gegen Button. "Er ist seit dem letzten halben Jahr ein wenig am Straucheln und kriegt eigentlich nichts mehr so richtig gut zusammen", sagte der Hesse bei "RTL".

Außerdem sieht er im Zusammenhalt seines Teams einen Vorteil: "Wir hatten intern weniger Unstimmigkeiten. Sowohl Jenson als auch Rubens wollen am Ende vorn stehen und das kann uns nur helfen."

Sich selbst will Vettel keinen Druck machen lassen: "Bis jetzt ist es eine tolle Saison unabhängig davon, was in den nächsten beiden Rennen ist."

Zum Forum - jetzt mitdiskutierenZurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel