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Wie erbitterte Rivalen wirken Rubens Barrichello (r.) und Jenson Button nicht © getty

Barrichello freut sich mit Button und kündigt eine heiße Nacht an. Sutil teilt aus. Die Stimmen zum Brasilien-Grand-Prix.

München - Rubens Barrichello hatte sein Lachen schnell wiedergefunden.

Dass er beim Heimspiel - auch aufgrund eines Reifenschadens - von der Pole Position auf den achten Rang zurückgefallen war, verdaute "Rubinho" zumindest nach außen hin gut.

Er freute sich mit seinem Brawn-Teamkollegen Jenson Button über dessen Titel und die gemeinsam gewonnene Konstrukteurs-WM.

"Wir sind ein Höllen-Team, das es verdient zu gewinnen", erklärte Barrichello und kündigte eine große Sause an.

Danach war Sebastian Vettel und seinen drei vorzeitig ausgefallenen Landsmännern Nico Rosberg, Nick Heidfeld und Adrian Sutil überhaupt nicht zumute (DATENCENTER: Der Brasilien-Grand-Prix).

Sport1.de hat die Stimmen zum Großen Preis von Brasilien zusammengestellt.

Mark Webber (Red Bull/Sieger):

"Es fühlt sich fantastisch an, wieder zu gewinnen. Wir hatten als Team ja schon einige Siege in diesem Jahr, aber heute haben wir uns den zweiten Platz in der Konstrukteurs-WM gesichert. Wir sind stolz darauf, was wir erreicht haben, auch wenn es für die WM nicht gereicht hat."

Robert Kubica (BMW-Sauber/2.):

"Ich war überrascht, dass ich am Anfang relativ leicht Rubens Barrichello und Mark Webber folgen konnte. Nach meinem ersten Boxenstopp hatte ich Pech, weil ich hinter vier Autos fest hing. So konnte Mark seinen Vorsprung ausbauen. Das ist ein tolles Ergebnis in einer schwierigen Saison, und ich hoffe sehr, dass ich dieses Team nächstes Jahr am Start sehe."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes/3.):

"Es war ein hartes Wochenende. Der heutige Tag ist für mich eine gewaltige Überraschung. Ich hätte nicht gedacht, dass wir in der Lage sein würden, in die Punkte zu kommen. Das Team hat in Hinblick auf die Strategie großartige Arbeit geleistet. Diesmal war ich beim Titelkampf nicht dabei, aber ich freue mich sehr für Jenson."

Sebastian Vettel (Red Bull/4.):

"Ich denke, bei Brawn gibt es heute jemanden, der glücklicher als ich ist. Alles in allem war es ein gutes Rennen, mehr als der vierte Platz war nicht drin. Ohne die Probleme im Qualifying hätte ich das Rennen gewinnen können, aber das habe ich nicht. Es gibt also nicht viel mehr zu sagen. Kurz habe ich für Regen gebetet, es hat danach gerochen. Aber er kam nicht. Glückwunsch an Jenson und Brawn, ich denke, sie haben dieses Jahr den besten Job gemacht."

Jenson Button (Brawn GP/5):

"Einfach nur großartig. Das Rennen heute hat für die vergangenen entschädigt. Ein grandioses Rennen ? ich bin Weltmeister! Vor 21 Jahren bin ich zum ersten Mal ein Kart gefahren und hätte nie gedacht, dass ich einmal Formel-1-Weltmeister werde. Du denkst, die Rennfahrer in der Formel 1 sind ein anderes Kaliber. Aber heute habe ich es geschafft." 164382(DIASHOW: Bilder des Rennens)

Rubens Barrichello (Brawn GP/8.):

"Die Leute haben mir zu Anfang des Jahres schon Blumen auf den Sarg gelegt. Aber ich bin zurückgekommen und durfte ein fantastisches Auto fahren. Ich danke Gott für dieses Jahr. Ich freue mich für Jenson als einen Freund und einen großen Champion. Wenn ich schon nicht gewinne, dann er. Also: Gut gemacht! Wir sind ein Höllen-Team, das es verdient zu gewinnen. Wir werden eine fröhliche Nacht haben, schließlich gehört der Konstrukteurstitel zum Teil auch mir."

Nico Rosberg (Williams/DNF):

"Ich hatte einen guten Start, gewann eine Position und konnte mich aus dem Unfall vor mir raushalten. Ich war Dritter, dann hat mich Robert Kubica beim Restart überholt. Der vierte Platz war immer noch gut, denn wir hatten eine gute Strategie und auch vom Speed konnte ich mithalten. Es sah also gut aus - bis ich ein Getriebeproblem bekam. Nach einem vielversprechenden Wochenende ist das Ergebnis natürlich ein Jammer."

Adrian Sutil (Force India/DNF):

"Plötzlich habe ich einen Schlag von hinten bekommen und die Kontrolle verloren. Dann war auch schon alles vorbei. Jarno Trulli versuchte außen an mir vorbei zu kommen. Das war ein wirklich dummes Manöver, da es keinen Platz gab und ich ihn überhaupt nicht sehen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war es das nicht wert, und es beendete mein Rennen viel zu früh. Dass Jarno mich dann so beschimpft, ist unfair und niveaulos."

Nick Heidfeld (BMW-Sauber/DNF):

"Nach meinem ersten Boxenstopp hatte ich gleich das Gefühl, dass mein Auto überraschend schnell ist, und dann kam der Funkspruch, dass ich Sprit sparen soll und noch mehr Sprit sparen soll. Aber es war zu spät. In Kurve acht bin ich liegen geblieben. Durch Roberts Ergebnis hat das Team heute doch noch etwas zum Freuen."

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