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Lewis Hamilton liegt mit 49 Punkten auf Platz fünf der WM © getty

Der Brite fährt im McLaren-Mercedes ein beeindruckendes Qualifying in Abu Dhabi. Sebastian Vettel startet ebenfalls aus Reihe 1.

Abu Dhabi - Der entthronte Weltmeister Lewis Hamilton und der deutsche Hoffnungsträger Sebastian Vettel waren die Könige der Nacht.

Hamilton sicherte sich bei der Formel-1-Premiere in Abu Dhabi (Rennen, So, ab 13.45 Uhr LIVE) im McLaren-Mercedes die Pole Position (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

"Super Runde von Lewis"

"Was für eine super Runde von Lewis auf dieser einmaligen Strecke! Seine vierte Pole in den letzten sieben Rennen - toll wie sich unser Team in der zweiten Saisonhälfte gesteigert hat!", jubelte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Vettel auf Platz zwei

Der Brite lag im Qualifying des WM-Finales 2009 mit seiner Bestzeit von 1:40,948 Minuten fast 0,7 Sekunden vor Red-Bull-Pilot Vettel (1:41,615 Minuten) .

"Ich glaube, Lewis ist über den Abstand genauso überrascht wie ich", sagte Vettel, für den es nach dem geplatzten WM-Traum nun um den Titel Vize-Weltmeister geht. "Ich freue mich auf das Rennen, wir sind gut gerüstet."

Zwei Punkte Vorsprung

Ebenso wie das Qualifying wird das Rennen um 17.00 Uhr Ortszeit bei Tageslicht gestartet 168333(Bilder des Yas Marina Circuit). Danach geht es bei immer noch drückender Hitze von mehr als 30 Grad Celsius in den malerischen Sonnenuntergang und anschließend direkt in die Nacht hinein. (DATENCENTER: WM-Stand)

Gerade mal zwei Punkte liegt Vettel in der WM-Wertung auf dem zweiten Platz vor Rubens Barrichello. Der Brasilianer steht im Brawn beim Finale hinter Vettels australischem Teamkollegen Mark Webber auf Rang vier.

Heidfeld auf Platz acht

Der Brite Jenson Button startet in seinem ersten Rennen als Weltmeister im zweiten Brawn von Position fünf.

Zweitschnellster Deutscher war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der im Abschiedsrennen seines Arbeitsgebers BMW auf Platz acht landete. Nico Rosberg steht in seinem letzten Grand Prix für den Williams-Rennstall auf Rang neun.

Schlusslicht Sutil

Deutsches Schlusslicht am Samstag war Adrian Sutil auf Platz 18. Ein großes Problem mit den Reifen habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, sagte der Force-India-Pilot: "Ich war heute furchtbar langsam und bin nur rumgerutscht. Das war alles sehr enttäuschend."

Timo Glock muss nach seinem Unfall in Suzuka schweren Herzens auch in Abu Dhabi pausieren.

"Es dauert noch etwa zwei Wochen, bis ich wieder in ein Formel-1-Auto steigen kann", sagte der 27-Jährige. Mit Arbeitgeber Toyota hat er abgeschlossen. "Ich will noch mal beim Team sein", sagt der Hesse. Das klingt sehr nach Abschied. Angeblich ist Glock bei Renault der Wunschkandidat.

Senna zu Campos

Ein Cockpit sicher hat Bruno Senna.

Das spanische Team Campos wird 2010 definitiv mit dem Neffen des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna an den Start gehen. "Für mich erfüllt sich ein Lebenstraum. Ich bin überglücklich", sagte der 26-Jährige, der nach der Vize-Meisterschaft in der GP2-Serie schon für dieses Jahr vergeblich auf den Sprung in die Formel 1 gehofft hatte.

Nach der Last-Minute-Rettung des früheren Honda-Teams hatte Teamchef Ross Brawn aber kurzfristig auf die Erfahrung von Sennas brasilianischem Landsmann Barrichello gesetzt.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone begrüßte das Engagement Sennas ausdrücklich und zeigte sich erfreut darüber, den glanzvollen Namen 2010 wieder im Starterfeld zu haben. "Das ist gut für alle. Es ist gut für ihn, gut für Campos und gut für den gesamten Sport."

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