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Sebastian Vettel hat in dieser Saison vier Grands Prix gewonnen © getty

Der Red-Bull-Pilot profitiert vom Ausfall des Pole-Setters Lewis Hamilton und siegt in Abu Dhabi. Er sichert Platz 2 in der WM.

Von Sebastian Binder

Abu Dhabi/München - Die Wüste brannte in 168333Abu Dhabi: Bei der Formel-1-Premiere im Emirat, zugleich Saisonfinale der Formel 1 2009, hat Sebastian Vettel die Vize-Weltmeisterschaft perfekt gemacht (DATENCENTER: WM-Stand).

Souverän siegte der deutsche Shootingstar vor seinem Red-Bull-Teamkollegen Mark Webber (DATENCENTER: Das Rennergebnis).

Vettel jubelte ausgelassen nach seinem vierten Grand-Prix-Sieg der Saison beim Finale furioso. "Schade, dass die Saison zu Ende geht, denn wir sind in den letzten Rennen immer besser geworden. Ich bin überglücklich. Was für ein Tag heute."

Heidfeld Fünfter

Das Podium auf der angeblich eine Milliarde US-Dollar teuren Strecke wurde von Jenson Button im Brawn GP, der bereits vor dem Rennen als Weltmeister feststand, komplettiert 169434(DIASHOW: Das Rennen).

BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld sorgte beim Abschiedsrennen der Weiß-Blauen mit Rang fünf für eine erfreuliche Überraschung und machte so das weniger gute Abschneiden von Nico Rosberg (Williams, Platz neun) und Adrian Sutil (Force India, Letzter) beinahe vergessen.

Guter Start von Vettel

Vettel erwischte für seine Verhältnisse einen sehr guten Start. Zwar konnte er das KERS-Auto von Pole-Setter Lewis Hamilton nicht überholen, doch zumindest blieb er vor Teamkollege Mark Webber auf Rang zwei und, noch wichtiger: Vor Rubens Barrichello, seinem einzigen Konkurrenten im Kampf um den Vizeweltmeister-Titel.

Zu Beginn des Rennens hielt Vettel gut mit Hamilton mit, die Rundenzeiten waren praktisch identisch. Dem Engländer gelang es nicht, sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil: Vettel machte Druck und konnte nach dem ersten Boxenstopp an Hamilton, der zwei Runden früher zum Tanken musste, vorbeiziehen.

Bremsdefekt bei Hamilton

Das bittere Ende für den Weltmeister von 2008 kam kurze Zeit später: Wegen eines Bremsdefekts musste Hamilton das Rennen beenden.

"Sorry, Lewis, du kannst nicht mehr weiterfahren", teilte dem enthronten Weltmeister sein Team per Funk mit. Angeblich sollen Hamiltons Bremsprobleme bereits in der vierten Runde begonnen haben, weshalb der McLaren-Pilot sich auch nicht von Vettel absetzen konnte.

Michael Schumacher sagte vor dem Start: "Lewis Hamilton kann nur durch einen technischen Defekt gestoppt werden."

Er sollte Recht behalten. Dadurch war der letzte ernsthafte Konkurrent Vettels im Kampf um den Sieg beim Wüstenrennen ausgeschieden. Mit einer souveränen Vorstellung fuhr er ab diesem Zeitpunkt vorneweg.

Webber 17,8 Sekunden zurück

Der auf Platz zwei liegende Webber konnte die Pace des Heppenheimers nicht mitgehen. Mit einem Vorsprung von 17, 857 Sekunden sah der Red-Bull-Pilot nach 55 Runden als Erster die Zielflagge.

Auch die anderen deutschen Piloten lieferten in Abu Dhabi ansprechende Vorstellungen ab.

Nick Heidfeld, zweitbester Deutscher in der Wüste, konnte mit Rang fünf noch einmal sein fahrerisches Talent unter Beweis stellen und vier Punkte für das scheidende BMW-Sauber-Team holen.

Sutil Letzter

Nico Rosberg, in seinem letzten Rennen für Williams, verpasste mit Rang neun die Punkteränge knapp.

Nur Adrian Sutil im Force India war nach Startplatz 18 ohne Chance und landete auf dem letzten Platz.

Toyota-Pilot Timo Glock konnte nach seinem schweren Unfall in Suzuka auch in Abu Dhabi nicht an den Start gehen.

Barrichello auf Platz vier

In einem nicht immer spektakulären Rennen wurde Rubens Barrichello Vierter und verpasste damit die noch mögliche Vize-Weltmeisterschaft.

Dennoch wird das seinem Teamchef Ross Brawn egal sein. Mit souveränem Vorsprung gewann sein Truppe sowohl die Fahrer-, als auch die Konstrukteurs-WM.

Glock-Ersatz Kamui Kobayashi zeigte ein starkes Rennen und kam auf Platz sechs. Der Italiener Jarno Trulli holte als Siebter weitere zwei Zähler für Toyota.

Der letzte WM-Punkt ging an Sebastien Buemi im Toro Rosso, der Achter wurde.

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