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Nico Rosberg wartet immer noch auf seinen ersten Sieg in der Formel 1 © getty

Die Saison startet in Bahrain: Nico Rosberg fährt im Freitagstraining die Bestzeit vor Lewis Hamilton und Michael Schumacher.

Manama - Rückkehrer Michael Schumacher gleich auf Platz drei, dazu die erste Tagesbestzeit für Nico Rosberg: Die Silberpfeile der deutschen Formel-1-Nationalmannschaft glänzen in der Wüste von Bahrain (Qualifying, Sa., 11.45 Uhr LIVE).

Viel besser hätte der erste Tag des neuen Mercedes-Werksteams in der Königsklasse nicht laufen können.

Vize-Weltmeister Sebastian Vettel, Neueinsteiger Nico Hülkenberg und Adrian Sutil rundeten auf den Plätzen fünf, sechs und acht den deutschen Tag ab, auch wenn Vettel schon eine Sekunde Rückstand auf Rosberg hatte (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

"Meine Vorfreude hat sich bestätigt. Es war interessant und hat sehr viel Spaß gemacht", sagte Schumacher nach seinem ersten echten Kräftemessen mit der durchweg jüngeren Konkurrenz.

Hundertprozentig zufrieden war er aber noch lange nicht, nicht nur wegen des Rückstandes auf Rosberg. "Was man sicherlich an Details merkt, ist, dass mir speziell auf eine Runde gesehen sicher noch ein bisschen die Routine fehlt. Die muss ich mir im Laufe des Wochenendes noch aneignen. Da habe ich noch ein bisschen zu tun."

Erste Ausfahrt um 10.07 Uhr

Sieben Minuten nach Start des ersten freien Trainings am Morgen hatte um 10.07 Uhr Ortszeit Schumachers Comeback in der Formel 1 endgültig begonnen. Der 41-Jährige war als 20. von 24 Fahrern unmittelbar hinter Lewis Hamilton in die erste Runde.

Am Sonntag startet der siebenmalige Weltmeister mit seinem Mercedes-Silberpfeil nach 1239 Tagen Pause in seinen 251. Grand Prix.

"Ein guter Start"

Rosberg war vor allem zufrieden mit den Fortschritten, die man über den Tag gemacht hatte. "Am Morgen fühlte es sich noch nicht gut an, aber wir haben das Auto sehr verbessert. Wir haben viel gelernt, von daher war es ein guter Start ins Wochenende", sagte der 24-Jährige.

"Es geht in die richtige Richtung, unsere Nachmittags-Sitzung war besser als die erste am Vormittag", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, nachdem am Morgen bei der überraschenden Bestzeit von Sutil im Force-India-Mercedes Rosberg und Schumacher noch auf den Plätzen acht und zehn gelegen hatten.

Haug stapelt tief

Als am Nachmittag dann die Temperaturen auf weit über 30 Grad kletterten, legten die ersten echten Silberpfeil-Piloten seit 55 Jahren deutlich zu.

Haug wollte daraus aber noch nicht zu viele Schlüsse ziehen. "Wir sind nicht die Favoriten, aber es sah so aus, als ob wir mit beiden Reifenmischungen nicht schlecht und konstant unterwegs waren."

Poker mit der Konkurrenz

Eine Einschätzung der Konkurrenten - das englische McLaren-Duo Lewis Hamilton/Jenson Button landete auf den Plätzen zwei und vier, die Ferrari-Fahrer Felipe Massa und Fernando Alonso nach einem überzeugenden Morgentraining am Ende auf den Positionen sieben und zehn - vermochte Schumacher unmittelbar nach dem Training auch noch nicht abzugeben. quiz

"Man kann nicht einschätzen, mit wie viel Benzin die anderen gefahren sind", meinte Schumacher: "Man kann nur so viel sagen, dass wir nicht allzu verkehrt unterwegs waren."

Bremsproblem bei Vettel

Auch für Vettel waren die Ergebnisse immer noch "schwer zu lesen". "Aber es ist kein Geheimnis, dass Ferrari am Nachmittag schwerer unterwegs war. Aber ich denke, dass Ferrari und McLaren sehr stark sind", sagte Vettel (EXKLUSIV: Vettel im Sport1.de-Interview).

Er klagte über ein Bremsproblem an seinem Red-Bull-Renault: "Das ist generell kein gutes Gefühl, hängt aber davon ab, wo es passiert. Hier gibt es zum Glück viele Auslaufzonen."

Sutil bleibt auf dem Boden

Sutil wollte seine Vormittags-Bestzeit nicht zu hoch bewerten.

"Es ist aber ein erstes Zeichen dafür, dass das gute Gefühl richtig ist, dass unser Auto keine Fehlgeburt ist", meinte der 27-Jährige. Hülkenberg fand den Tag "okay": "Ich hatte keine Probleme und konnte mich gut an das Auto und die Strecke gewöhnen."

Hispania abgeschlagen

Deutsches Schlusslicht war Timo Glock, der im Virgin-Cosworth nur 11 Runden fahren konnte, auf Platz 21.

Hinter ihm landeten nur noch sein Teamkollege Lucas di Grassi und dessen brasilianischer Landsmann Bruno Senna 180745(DIASHOW: Teams und Fahrer 2010).

Der Neffe des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna feiert beim neuen Hispania-Team ebenso sein Formel-1-Debüt wie sein indischer Teamkollege Karun Chandhok, der wegen technischer Probleme allerdings keine einzige Runde fahren konnte.

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