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Sebastian Vettel hat nun zwölf Punkte auf seinem WM-Konto © getty

Sebastian Vettel spricht im Interview über seinen folgenschweren Defekt und Rückschlüsse auf den weiteren Saisonverlauf.

München/Manama - Die Titelambitionen von Vizeweltmeister Sebastian Vettel haben gleich beim Saisonauftakt (213022Bilder) einen ersten Dämpfer erhalten.

In Führung liegend erlitt der Red-Bull-Pilot in Bahrain einen Defekt an einer Zündkerze seines RB6 und musste das Ferrari-Duo Fernando Alonso und Felipe Massa sowie McLaren-Pilot Lewis Hamilton vorbeiziehen lassen.

Am Ende rettete Vettel noch den vierten Rang ins Ziel und betrieb so Schadensbegrenzung an einem bis zu diesem Zeitpunkt eigentlich perfekt verlaufenden ersten Rennwochenende (SERVICE: Das Rennergebnis).

Überlegen hatte sich der 22-jährige Heppenheimer am Samstag die Pole Position gesichert und in Qualifying wie im Rennen seinen Teamkollegen Mark Webber in die Schranken gewiesen.

Am Start hielt sich Vettel schadlos und ging souverän als Erster in die erste Kurve. Obwohl gerade Alonso massiv Druck ausübte, blieb der Hesse cool und behauptete die Führung - bis ihn in Runde 34 der Defekt zurückwarf.

Im Interview spricht Vettel über den folgenschweren Defekt, seinen Kampf in den letzten Runden und Rückschlüsse auf den weiteren Saisonverlauf (EXKLUSIV: Vettel im Sport1.de-Interview).

Frage: Herr Vettel, was war das Problem an Ihrem Auto, das Sie den möglichen Sieg gekostet hat?

Sebastian Vettel: Das wissen wir noch nicht, ich habe das Auto gleich nach der Zieldurchfahrt abgestellt. Für mich bemerkbar war, dass ich einfach keinen Dampf mehr auf der Kette hatte. Ich denke, irgendein mechanisches Teil hat nicht mehr richtig funktioniert. Ab und zu kam es mal zurück, aber auf der Geraden war ich einfach machtlos.

Frage: Wie fällt Ihr Fazit vom Saisonstart aus?

Vettel: Der vierte Platz ist noch Schadensbegrenzung, bis dahin war es eigentlich ein perfektes Rennen. Wir haben besser mit den Reifen hausgehalten als alle anderen. Zum Schluss hat Fernando eine Attacke geritten, aber schnell gesehen, dass seine Reifen den Geist aufgeben, wenn er so weitermacht.

Frage: Wie hart mussten Sie am Ende kämpfen, um das Auto überhaupt ins Ziel zu bringen?

Vettel: Sehr hart. Geradeaus kann man auch einen Affen vor das Lenkrad setzten, das bekommt der noch gebacken. In den Kurven habe ich versucht, die Kiste fliegen zu lassen und alles rausgequetscht. Aber das hilft natürlich nicht viel, wenn auf der Geraden nichts geht.

Frage: Gibt es trotzdem auch positive Erkenntnisse aus diesem Wochenende?

Vettel: Absolut. Ich glaube, wir haben im Rennen alles richtig gemacht. Wir hatten genug Zeit zu überlegen, als die Anderen an die Box fuhren. Das Auto funktioniert sehr gut, sowohl im Qualifying als auch im Rennen. Das gibt Mut für das nächste Mal.

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