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Die strahlenden Sieger von Bahrain: Fernando Alonso (l.) und Felipe Massa © getty

Alonso widmet seinen ersten Ferrari-Sieg den Tifosi, Vettel hadert mit seinem technischen Defekt. Die Stimmen zum Bahrain-GP.

München/Manama - Über die Ziellinie fuhr Fernando Alonso in wilden Schlangenlinien, auf dem Siegerpodest machte er Freudensprünge (213022Bilder) und in der Pressekonferenz platzte er fast vor Stolz.

Besser als mit dem Sieg in Bahrain hätte für den Spanier der Einstand bei Ferrari nicht laufen können - noch dazu vor den Augen seines prominentesten Fans: seines Königs Juan Carlos.

"Die letzte Runde war sehr lang", sagte der 30-Jährige aus Oviedo, der sich mit dem Wechsel von Renault zur Scuderia einen Lebenstraum erfüllt hat und dort in die großen Fußstapfen von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher treten will.

Während er den Sieg den Tifosi widmete, bedankte sich sein Teamkollege Felipe Massa beim lieben Gott, dass er wieder Rennen fahren kann (SERVICE: Das Rennergebnis).

Sebastian Vettel haderte mit seinem technischen Defekt, Michael Schumacher wunderte sich über die geringe körperliche Belastung.

Sport1.de hat die Reaktionen zum ersten Saisonrennen zusammengefasst.

Fernando Alonso (Ferrari / Sieger):

"Das ist ein besonderer Tag für mich. Es ist immer speziell, wenn man ganz oben auf dem Podium steht, aber ganz besonders, wenn man das mit Ferrari erreicht. Ich widme diesen Sieg allen Menschen in Italien, den Mechanikern hier und Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo. Für alle Siege braucht man ein bisschen Glück, und das war auch bei diesem so. Ich genieße diesen Sieg. Danach geht es aber in Australien wieder bei Null los."

Felipe Massa (Ferrari / Platz 2):

"Das ist mein bester Saisonstart. Ich bin froh, dass ich wieder hier sein darf. Dafür danke ich Gott und allen, die mich in der schweren Zeit unterstützt haben. Offensichtlich hatte ich keinen guten Start und habe in der ersten Kurve einen wichtigen Platz an Fernando verloren. Danach war das Rennen perfekt, auf harten wie auf weichen Reifen."

Lewis Hamilton (McLaren / Platz 3):

"Ein starkes Ergebnis für mich und das Team. Das ist mehr als wir erwartet haben. Unsere Zuverlässigkeit war großartig, und auch der Speed war heute ziemlich gut. Wir müssen jedoch weiterhin pushen, um den Abstand auf die Autos an der Spitze vor uns zu reduzieren."

Sebastian Vettel (Red Bull / Platz 4):

"Es ist nicht leicht: Du führst, alles ist gut und du musst das Auto nur noch nach Hause bringen. Wir hatten gute Kontrolle über Reifen und Bremsen, das lief alles glatt. Und dann hatten wir den Defekt, da wusste ich erstmal nicht, was es ist und ob es wieder besser oder noch schlechter wird. Immerhin konnte ich zu Ende fahren, aber wir hätten hier wirklich gewinnen sollen. Wenigstens habe ich zwölf wichtige Punkte geholt."

Nico Rosberg (Mercedes / Platz 5):

"Ich startete sehr gut und verbesserte mich in der ersten Runde auf Platz vier. Doch während des ersten Rennabschnitts auf den weicheren Reifen war ich mit dem Speed nicht zufrieden. Lewis überholte mich beim Boxenstopp, und wir müssen analysieren, wie das geschehen konnte. Leider schaffte ich es am Ende nicht, Sebastian Vettel zu überholen; immer wenn ich näher in die Luftverwirbelungen hinter seinem Auto kam, verlor ich Grip. Dennoch ist der fünfte Platz ein guter Beginn."

Michael Schumacher (Mercedes / Platz 6):

"Nach drei Jahren Pause hatte ich heute wieder Spaß am Fahren, besonders zu Beginn mit meinem guten Start. Mit dem sechsten Platz kann ich sehr gut leben; er ist für das Team und für mich eine Basis auf der wir aufbauen können. Körperlich war es relativ locker. Ich muss ehrlich gestehen, dass es für mich nicht besonders anstrengend war. Das liegt natürlich auch daran, dass die Reifen es nicht zulassen, schnell zu fahren. Wenn man sich die Rundenzeiten anschaut, fahren wir schon eine ganze Ecke langsamer als wir es früher getan haben. Entsprechend weniger wird man beansprucht."

Adrian Sutil (Force India/12):

"Zumindest sind wir ins Ziel gekommen. Nach dem Zwischenfall in der ersten Kurve war das das Maximum, das ich erreichen konnte. Wir hatten schlussendlich ein gutes Rennen, haben eine Menge über die Reifen gelernt. Aber der Zwischenfall hat meine Hoffnungen auf Punkte zunichte gemacht. Ich weiß wirklich nicht, was in dieser Kurve passierte. Da war eine große Rauchwolke vor mir und ich fuhr blind in sie hinein. Ich berührte jemanden und drehte mich, das war es. Das ist schade, aber wir werden beim kommenden Rennen wieder Druck machen."

Nico Hülkenberg (Williams / Platz 14):

"Ein hartes Debüt. Ich bin mir immer noch nicht wirklich sicher, warum ich mich in der sechsten Runde gedreht habe. Zunächst dachte ich, dass am Auto etwas gebrochen ist, aber das war nicht der Fall. Ich bin über die Randsteine gesprungen, vielleicht hat dies dem Auto etwas geschadet, da es für den Rest des Rennens ziemlich schwierig zu fahren war. Es war ein langer Nachmittag und ein hartes Wochenende für mich, aber das Training und unser Speed auf Longruns waren gut, und darauf müssen wir aufbauen."

Timo Glock (Virgin / Ausfall):

"Das Rennen verlief für mich ganz gut, nachdem ich es geschafft hatte, Heikki zu überholen. Wir hatten einen guten Kampf, und es war schön, wieder dieses Renngefühl zu haben. Dann verlor ich zunächst den dritten Gang und musste ohne ihn fahren. Dann folgte der fünfte, und es war unmöglich, weiterzumachen."

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