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Ferrari-Neuzugang Fernando Alonso führt die WM vor Malaysia mit 37 Punkten an © getty

Fernando Alonso verflucht die Wetterkapriolen in Kuala Lumpur. Hülkenberg feiert, Schumi ist enttäuscht. Die Stimmen zur Quali.

München - Die Elite der Formel 1 wandelt in den Tropen auf einem schmalen Grat.

Lewis Hamilton beispielsweise dominierte das Freie Training zum Großen Preis von Malaysia (So., ab 9.45 Uhr LIVE) in Kuala Lumpur, im Qualifying ging der Weltmeister von 2008 ebenso wie sein Nachfolger und Teamkollege Jenson Button unter.

Die beiden Briten starten von den Positionen 20 und 17 ins Rennen und waren dementsprechend gefrustet. "Das Rennen wird ein hartes Stück Arbeit", seufzte Hamilton.

Ein kleiner Trost: Auch die in der WM führenden Ferrari-Piloten Fernando Alonso und Felipe Massa verzockten sich (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Der sichtlich angefressene Alonso meinte: "Wenn es regnet, geschehen verrückte Dinge - der Spaß wird dann schnell zur Lotterie."

Eitel Sonnenschein herrschte dagegen beim Gros der Deutschen. Allen voran Williams-Youngster Nico Hülkenberg, der mit dem überraschenden fünften Platz "einen Durchbruch" schaffte.

Sport1.de hat die Stimmen zum Qualifying zusammengestellt.

Mark Webber (Red Bull / Pole Position):

"Das war haarig heute. Bei den Wassermassen auf der Strecke in den ersten beiden Sessions war es schwierig, eine saubere Runde hinzubekommen. Ein paar große Namen haben sich im ersten Durchgang verabschiedet, das war schon überraschend. Es zeigt aber auch, wie sehr es aufs Timing ankommt. Die Pole geht eigentlich auf Ciaron (Pilbeam, Anm. d. Red), meinen Ingenieur. Er hat die Entscheidung für Intermediates in Q3 getroffen. Ich sagte: 'Schau dir die Strecke an, was denkst du?' Und er meinte: 'Yeah. Let's go.'"

Nico Rosberg (Mercedes GP / 2):

"Ich freue mich sehr über meinen ersten Startplatz in Reihe eins. Es war heute sehr schwierig und teilweise hart, überhaupt auf der Strecke zu bleiben. Die Runde in Q3 war definitiv meine beste des Tages. Ich bin zuversichtlich, dass wir ein starkes Rennen abliefern können, egal ob es trocken oder nass ist."

Sebastian Vettel (Red Bull / 3):

"Die Rote Flagge in Q3 war die richtige Entscheidung. Es war einfach zuviel Wasser auf der Strecke - die Autos liegen so tief, da schwimmst du mehr als dass du fährst. Ich denke, dass die Wahl der Regenreifen im letzten Abschnitt richtig war. Das Wasser verschwand dann schneller als die meisten dachten, und Mark hatte am Ende einen Vorteil. Mein dritter Platz ist ein gutes Ergebnis für das Team, damit können wir zufrieden sein. Im Rennen ist alles möglich."

Adrian Sutil (Force India / 4):

"Das war mein Wetter! Ich fühle mich im Regen immer wohl und kann gute Runden hinlegen. Das Team hat einen super Job gemacht, denn ich hatte zu jeder Zeit die richtigen Reifen drauf und die richtige Taktik. Ich habe es umgesetzt und bin sehr stolz."

Nico Hülkenberg (Williams / 5):

"Ich bin glücklich für mich und das Team. Heute hat alles geklappt, wir haben die richtigen Entscheidungen getroffen. Es hat alles gepasst, auch wenn ich hier und da ein wenig schneller hätte fahren können. Es ist mein drittes Qualifying, mit dem fünften Platz kann ich da gut leben. Das ist so etwas wie ein Durchbruch."

Michael Schumacher (Mercedes GP / 8):

"Ich bin natürlich ein bisschen enttäuscht, weil wesentlich mehr drin gewesen wäre. Die Reifen waren heute das große Thema, wann welche zu benutzen sind, und wie sie zu benutzen sind. Meine waren schnell nicht mehr ganz so funktionstüchtig. Das sind Dinge, die ich jetzt auch wieder ein bisschen neu mitbekommen muss, denn die Regenreifen sind natürlich ein anders als früher. Der Startplatz acht ist nicht ganz optimal. Aber wenn der Start halbwegs gut funktioniert, dann sollte ich schon ein bisschen nach vorn kommen können. Und das Rennen an sich könnte mir gut liegen."

Fernando Alonso (Ferrari / 19):

"Nach unserer Vorhersage sollte es in Q1 nicht regnen. Also haben wir ein paar Minuten gewartet, bevor wir rausgingen, weil wir dachten, die Strecke würde abtrocknen. Dann wurde der Regen stärker, niemand konnte seine Zeiten verbessern und wir waren raus. Im Rennen wird aber einiges passieren. Ich persönlich wünsche mir nie Regen, das ist nicht, was man sehen will. Wenn es regnet, geschehen verrückte Dinge - der Spaß wird dann schnell zur Lotterie."

Lewis Hamilton (McLaren / 20):

"Das war so einer dieser Tage. Wir sind zu spät raus gefahren, das war einfach Pech. Auch wenn wir gleichzeitig mit den anderen Top-Teams auf die Strecke sind. Wir waren das ganze Wochenende am schnellsten, aber was können wir tun? Wir müssen das jetzt abschütteln. Ich werde im Rennen auf jeden Fall wieder alles aus mir herausholen. Es wird ein hartes Stück Arbeit werden."

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