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Michael Schumachers beste Saisonplatzierung 2010 ist bislang ein sechster Rang © imago

Michael Schumacher bleibt trotz Quali-Platz neun optimistisch, denn er weiß, warum er sieben Zehntelsekunden langsamer als Nico Rosberg fuhr.

Zusammengestellt von Jessica Pulter

Schanghai/München - Ein erneuter Rückschlag für Rückkehrer Michael Schumacher. Der siebenmalige Weltmeister steht beim Großen Preis von China, dort wo er 2006 seinen letzten Sieg feierte, nur auf dem neunten Platz.

Abgehängt von Deutschlands WM-Hoffnung Sebastian Vettel auf der Pole, und von seinem Teamkollegen bei Mercedes GP, Nico Rosberg, auf Platz vier. (Die 226009Bilder)

Doch Schumacher bleibt optimistisch und hofft für das Rennen am Sonntag (ab 8.45 Uhr LIVE) auf Regen.

Neues Heck bei Mercedes

Der Unterschied zwischen den Boliden von Rosberg und Schumacher betrug im Qualifying mehr als sieben Zehntelsekunden.

Schumi vermutete, dass der große Abstand auf die unterschiedliche Heckflügel-Wahl zurückzuführen sei. Während er selbst auf den neuen "Super-Heckflügel" setzte, sei Rosberg mit dem alten Modell unterwegs. Doch Schumacher irrte.

"In unseren Meetings hatte ich verstanden, dass Nico den anderen Flügel verwenden würde, aber das war nicht der Fall, was ich aber nicht wusste", erklärte Schumacher das Missverständnis.

Die Frage bleibt also, wo der 41-Jährige die Zehntel auf den Teamkollegen verloren hat. Schumi ahnt: "Meine Abstimmung ist ziemlich identisch mit der von Nicos Auto. Das Problem muss wohl bei mir liegen."

SPORT1.de hat die Stimmen zum Qualifying zusammengefasst. (DATENCENTER: Der WM-Stand)

Sebastian Vettel (Red Bull, Pole Position):

"Das war ziemlich schwierig. Mark (Webber) war in den Trainings schneller als ich, deshalb haben wir die Abstimmung meines Wagens mehr auf seine angeglichen. Trotzdem blieb es schwer. Aber ich habe mich ans letzte Jahr erinnert und eine gute Linie gefunden. Die zweite schnelle Runde in Q3 war dann fantastisch. Und mit der vierten Pole für Red Bull in Folge zeigen wir immer mehr, dass wir einen sehr guten Wagen haben - egal auf welchem Kurs."

Christian Horner (Red Bull, Teamchef):

"Ich habe keine Ahnung, wo Sebastian diese letzte Runde hergeholt hat. Das war einfach phänomenal."

Fernando Alonso (Ferrari, Startplatz 3):

"Die Red Bulls scheinen unschlagbar zu sein. Aber das ist keine große Überraschung, denn Samstags sind sie immer stark. Wenn es regnet, dass hängt alles davon ab, wann man die Reifen wechselt. Wenn man da etwas falsch macht, könnte man alles verlieren."

Norbert Haug (Mercedes, Motorsportchef):

"Wir haben hier im Qualifying einen Schritt gemacht und den Abstand nach vorne verkürzt - gute Arbeit von allen im Team. Michael hat eine gute Ausgangsbasis, um endlich die Punkte zu holen, die in den letzten beiden Rennen ohne sein Verschulden nicht möglich waren. Ein Ferrari und beide McLaren sind im Qualifying hinter Nico ? seine Leistung hier war enorm und hat uns zum drittstärksten Team gemacht."

Jenson Button (McLaren-Mercedes, Startplatz 5):

"In den ersten beiden Quali-Durchgängen hatte ich meine Probeme mit dem Wagen. In Q3 war es dann viel besser, leider nur ein bisschen zu spät. Der Wagen fühlte sich in seiner Balance irgendwie anders an, und ich musste mit der Frontaufhängung etwas herumspielen. Deshalb war es keine so schlechte Runde."

Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes, Startplatz 6):

"Ich bin schon ein bisschen enttäuscht, denn wir wollten uns eigentlich die Pole holen. Ich bin mir nicht sicher, wo wir die Zeit liegengelassen haben, denn die Reifen funktionierten gut. Nur der Wagen fing in Q3 an, etwas unruhiger zu liegen. Deshalb konnte ich wirklich nicht mehr Zeit aus dem Auto herauspressen. Ich war am Limit."

Michael Schumacher (Mercedes GP, Startplatz 9)

"Wir hatten die gesamte Zeit über eigentlich dasselbe Problem und haben es nicht in den Griff bekommen. Wir waren definitiv zu langsam, denn wir haben die Balance nicht hinbekommen. Am Sonntag soll es ziemlich unvorhersehbar sein, was das Wetter angeht. Insofern ist das natürlich immer eine Option, um sich nach vorne zu kämpfen. Von meinem Platz aus ist es zwar etwas schwierig, sich das Podium vorzustellen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt."

Sebastien Buemi (Toro Rosso, Startplatz 13):

"Ich hatte kein Problem damit, nach dem Unfall am Freitag wieder ins Auto einzusteigen. Die fehlende Trainingszeit auf dem Kurs hat mich natürlich beeinträchtigt. Doch das Team hat gut gearbeitet und den Wagen wieder zusammengesetzt, so dass ich problemlos damit fahren konnte."

Nico Hülkenberg (Williams, Startplatz 16):

"Bei uns lief es in den Freien Trainings nicht rund, und mit Startplatz 16 liege ich hinter meinen Erwartungen. Aber am Sonntag soll es wahrscheinlich nass werden, und darauf freue ich mich schon."

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