Michael Schumacher erlebt in Schanghai den Tiefpunkt seiner Comeback-Saison. Im Moment kann er in der Formel 1 nicht mithalten.

Das Rennen in China war der bisherige Tiefpunkt in der Comeback-Saison von Michael Schumacher.

Platz zehn, ein WM-Punkt lautete das dürre Resultat in einem desaströsen Rennen.

Schlimmer noch: Seine Erben zeigten dem Rekord-Weltmeister kompromisslos, wo der Hammer hängt. Von Ehrfurcht oder Respekt gegenüber dem Altstar war nichts zu sehen, am Ende musste sich Schumacher sogar vom Neuling Witali Petrow überholen lassen.

Während Schumacher nach den drei Rennen zuvor stets vom Spaß sprach, die ihm die Rückkehr in die Königsklasse bereite, wählte er diesmal deutliche Worte.

Er habe einen schlechten Job gemacht, gab Schumacher freimütig zu, er müsse weiter lernen. Diese Ehrlichkeit ehrt ihn, hilft dem Mercedes-Star und seinem Team aber nicht sonderlich weiter.

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Im Moment, so jedenfalls ist der Eindruck, ist Rückkehrer Schumacher in der "neuen" Formel 1 nicht konkurrenzfähig. Er kann weder seinem jungen Teamkollegen Nico Rosberg Paroli bieten noch der übrigen Konkurrenz, die ihn einst vor dem Fernseher bewunderte.

Ein WM-Favorit, soviel ist sicher, ist Schumacher derzeit ganz gewiss nicht.

Doch man sollte fair bleiben. Nach wie vor gilt: Drei Jahre Pause sind in dem Hochleistungssport Formel 1 eine lange Zeit. Und Schumacher hat alles Recht der Welt, eine Gewöhnungsphase ans neue Layout seines Sports für sich einzufordern.

Dennoch steht sein Comeback auf der Kippe. Die Stimmung in der Öffentlichkeit kippt allmählich, und Schumacher sollte dem Publikum, aber auch seinem Team recht bald zeigen, dass er es noch kann.

Schumacher und sein Mercedes-Team richten den Blick und ihre Hoffnungen nach dem weitgehend verkorksten ersten Saisonviertel auf den Europa-Start der PS-Liga in drei Wochen in Barcelona.

Dort sollte sich Schumi in einem generalüberholten Auto beweisen. Fährt er wieder hinterher, spielt er fortan nur noch die zweite Geige. Im Team - in der öffentlichen Gunst erst recht.

Die Uhr, sie tickt für den deutschen Star. Ihm und der Formel 1 ist zu wünschen, dass sie nicht ganz abläuft.

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