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Sebastian Vettel liegt in der WM mit 78 Punkten auf dem fünften Platz © getty

Im Interview spricht Sebastian Vettel über die Kollision mit seinem Teamkollegen. Die Schuld an dem Crash weist er von sich.

Istanbul - In der 40. Runde des Türkei-Grand-Prix spielte sich die dramatische Szene ab, die die bis dato führenden Red-Bull-Piloten um die Früchte ihrer Arbeit brachte: Sebastian Vettel gerät beim Versuch, seinen führenden Teamkollegen Mark Webber zu überholen mit dem WM-Leader aneinander (243334Die Bilder) .

Für den Deutschen hat die Kollision fatale Folgen: Er kann den Grand Prix nicht fortsetzen und macht seinem Ärger über den Ausfall mit einer Geste Luft. Er zeigt Webber den Vogel.

Im ersten Interview nach seinem Aus schildert der WM-Fünfte das fatale Manöver und setzt sich gegen Kritik zur Wehr. Er rechtfertigt seinen Fingerzeig und weist die Schuld weit von sich. (DATENCENTER: Das Rennergebnis)

Frage: Sebastian Vettel, wie fühlen Sie sich nach diesem spektakulären Crash mit Ihrem Teamkollegen Mark Webber?

Sebastian Vettel: Ich bin offensichtlich nicht der glücklichste Mensch der Welt. Die Situation war aus meiner Sicht eindeutig. Ich war zwei, drei Runden schneller als Mark und hatte dann die Möglichkeit zu überholen. Ich war auf der inneren Seite. Dann habe ich völlig überraschend das Auto verloren.

Frage: Waren Sie bei dem Überholmanöver nicht ein bisschen übereifrig?

Vettel: Ich war nicht zu übereifrig. Ich habe einfach versucht, meine Chance zu nutzen. Unter Teamkollegen ist das natürlich besonders blöd, wenn man kollidiert. Aber man sollte sich auch immer den nötigen Platz geben.

Frage: Sie haben also aus Ihrer Sicht beim Überholmanöver keinen Fehler gemacht?

Vettel: Wir fahren Rennen und sind hier, um gegeneinander zu fahren.

Frage: Was hatte Ihre Handbewegung in Richtung Mark Webber nach der Kollision zu bedeuten?

Vettel: Die war eindeutig, eine typische Handbewegung, die Autofahrer halt machen. Da lässt man seinen Gefühlen freien Lauf. Und muss dann wieder abkühlen.

Frage: Ihre WM-Chancen sind durch den Unfall gesunken.

Vettel: Natürlich ist das blöd. Ich habe keine Punkte, Mark konnte immerhin weiterfahren. Aber da sind uns beiden und Red Bull natürlich wichtige Punkte flöten gegangen.

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