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Nico Rosberg kam vor der Saison vom Williams-Team zu Mercedes GP © getty

Die Stimmung bei Mercedes ist im Keller nach der Quali in Montreal. Rosberg übt Kritik, Hamilton jubelt - die Stimmen.

Montreal/München - Nico Rosberg war sichtlich angefressen nach dem Qualifying zum Großen Preis von Kanada in Montreal (So. ab 17.45 Uhr LIVE im TICKER).

"Das war eine reine Katastrophe", schimpfte der Mercedes-Pilot. Ihm erging es mit Startplatz zehn noch besser als seinem prominenten Stallgefährten Michael Schumacher, der nur 13. wurde (DATENCENTER: Qualifying-Ergebnis).

"Ein heilloses Durcheinander" bei der Reifenwahl beklagte Rosberg, der auch sein Team mit deutlichen Worten in die Pflicht nahm: "Wir haben nicht wirklich viel getan."

Pole Setter Lewis Hamilton freute sich dagegen über seine ersten Quali-Coup des Jahres (248519Bilder). Zufriedenheit überwog auch bei den Red-Bull-Piloten, die guter Hoffnung für das Rennen sind.

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying zusammengestellt.

Lewis Hamilton (McLaren / Pole Position):

"Es ist überwältigend. Es kommen viele Erinnerungen zurück: Als sie mir über Funk sagten, dass ich die Pole habe, erinnerte mich das an meine erste Pole Position und meinen ersten Sieg hier 2007. Ich bin stolz auf meine Jungs! Ich habe mein Auto im Training ein bisschen beschädigt, aber sie haben es repariert. Im Rennen könnte es Safety-Car-Phasen geben, da braucht man Glück, dass sie zum richtigen Zeitpunkt kommen, oder eben nicht."

Mark Webber (Red Bull / Startplatz 2):

"Wir dachten, wir könnten im Qualifying auf den harten Reifen einen guten Job machen, das hat sich bestätigt. Seb und ich sind wieder in den Top Drei. Wir wussten aber, dass die McLaren sehr stark auf dem weichen Reifen sein würden. Es wird ein langes Rennen und wir werden versuchen, das Beste herauszuholen."

Sebastian Vettel (Red Bull / 3):

"Eine unterhaltsame Session, besonders Q3. Bis zur allerletzten Runde habe ich keine gute hinbekommen - kein perfektes Timing, aber es hat funktioniert. Auch meine letzte Runde war nicht wirklich sauber, weshalb ich froh über den dritten Platz bin. Ich sollte einen guten Start haben, da ich auf der Innenseite stehe."

Fernando Alonso (Ferrari / 4):

"Wir sind glücklich mit dem Qualifying und damit, wie das Auto arbeitet. In einem Rennen wie diesem kann zudem alles passieren. Red Bull hat sich auf den härteren Reifen qualifiziert, was wir das gesamte Jahr über noch nicht hatten. Hamilton und ich starten auf den weicheren, wir werden also auf der entgegengesetzten Strategie unterwegs sein. Es wird Bewegung geben, hoffentlich werde ich Spaß haben."

Adrian Sutil (Force India / 9):

"Der neunte Platz ist in Ordnung, es ging am Ende einfach nicht schneller. Montreal ist eine Strecke, auf der es auf Höchstgeschwindigkeit ankommt. Das hat uns schon im vergangenen Jahr gut gelegen, besser als die Strecken für Abtrieb. Wir sind also nicht überrascht, dass es so gut läuft, aber natürlich ist es schön, dass wir es in den dritten Qualifying-Durchgang geschafft haben."

Nico Rosberg (Mercedes GP / 10):

"Das war eine reine Katastrophe. Unser Auto hat die Reifen nicht zum Funktionieren gebracht. Ich war nur am Rumrutschen, habe dann vom einen Satz auf den anderen gewechselt. Einer war ein bisschen besser, der andere ging gar nicht - ein heilloses Durcheinander. Vielleicht haben wir einfach keinen guten Job gemacht, um das zu beheben, denn wir haben nicht wirklich viel getan. Wir haben nur gesagt: Okay, wird schon besser gehen bis Samstag mit der Temperatur, der Strecke oder diesem oder jenem. Wenn wir zurückgucken, haben wir da nicht gut reagiert."

Nico Hülkenberg (Williams / 12):

"Für mich ist es ärgerlich, vier Tausendstelsekunden hinter Rubens (Barrichello, Anm. d. Red.) zu sein. Es ist schade, wenn man so knapp dran ist. Ich weiß, die Zeit lag in der letzten Schikane. Da habe ich etwas früh gebremst. Es wäre definitiv noch ein bisschen drin gewesen. Ich glaube aber, dass wir von hier gute Möglichkeiten haben, ein gutes Rennen zu fahren."

Michael Schumacher: (Mercedes GP / 13):

"Ich bin natürlich enttäuscht. Wir hatten einfach nicht die Balance oder den Grip, und insgesamt hatten wir Probleme mit den Bremsen und dem Handling. Das Auto hat nicht das geleistet, was wir uns versprochen hatten. Es ist schwer, schon jetzt die Gründe zu verstehen. Aber wir werden uns das genau anschauen und eine gute Strategie für das Rennen finden."

Timo Glock (Virgin / 21):

"Das Qualifying war okay. Wir tun uns hier unheimlich schwer über die Bodenwellen und die Randsteine. Das Auto ist unheimlich nervös. Mit dem wenigen Grip, den wir hier haben, wird es noch viel, viel schwerer. Deswegen hat unser Aerodynamikpaket mit wenig Abtrieb gar nicht funktioniert. Ich bin dann wieder zurück zu dem, das wir schon die ganze Zeit fahren."

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