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Fernando Alonso (r.) im Dreikampf mit Lewis Hamilton (M.) Sebastien Buemi © getty

Alonso ist erst enttäuscht, zieht dann aber ein positives Fazit. McLaren jubelt, Red Bull bleibt gelassen. Stimmen zum Kanada-GP.

München - Einen allzu glücklichen Eindruck machte Fernando Alonso unmittelbar nach dem Rennen in Montreal nicht (248977Bilder).

Mit finsterer Miene stapfte der Ferrari-Star zur Siegerehrung, dabei hatte er beim Kanada-Grand-Prix Platz drei und damit seine beste Platzierung seit dem Heimrennen in Spanien eingefahren (DATENCENTER: Rennergebnis).

Vielleicht lag es daran, dass zumindest Platz zwei in Reichweite war, er sich aber beim Überrunden von Jenson Button überholen ließ, der den McLaren-Doppelsieg zusammen mit Lewis Hamilton als strahlendem Gewinner perfekt machte.

Alonsos Fazit fiel mit etwas Abstand dann aber positiv aus: "Wir bewegen uns in die richtige Richtung und sind zurück im Kampf."

SPORT1 hat die Stimmen zum Rennen zusammengestellt.

Lewis Hamilton (McLaren / Sieger):

"Ein unglaubliches Wochenende, einfach fantastisch. Das Team hat eine außergewöhnliche Leistung gezeigt, ich freue mich und bin stolz auf unseren Doppelsieg. Wir tun alles, um die Lücke zu den Red Bull zu schließen. Auf anderen Kursen, wo man mehr Abtrieb braucht, sind sie wohl noch ein bisschen voraus. Aber ich habe keinen Zweifel, dass wir die Lücke schließen können."

Jenson Button (McLaren / 2)

"Ein tolles Rennen, das sehr hart war, aber auch viel Spaß gemacht hat. Lewis war heute phänomenal. Es war schwierig, im richtigen Zeitpunkt die Reifen ranzunehmen. Im letzten Stint war ich da etwas früh dran, aber es ist ja noch der zweite Platz rausgekommen. Mein Dank gilt dem Team."

Fernando Alonso (Ferrari/ 3):

"Ein guter Tag, das Auto war hier sehr konkurrenzfähig. Ich hatte sogar die Möglichkeit zu gewinnen. Dank fantastischer Arbeit konnte ich Lewis an der Box überholen. Durch Verkehr habe ich dann aber wieder eine Position verloren. In der Meisterschaft haben wir jedoch Boden gut gemacht. Wir lagen in der Türkei 50 Sekunden hinter McLaren, und hier haben wir um den Sieg gekämpft. Wir bewegen uns in die richtige Richtung und sind zurück im Kampf."

Sebastian Vettel (Red Bull / 4):

"Wir haben am Anfang alles richtig gemacht und abgewartet. Das Feld hatte sich bereinigt und wir hatten freie Fahrt. Dann war ich überrascht, dass ich als Erster zum Boxenstopp rein- und als Vierter wieder herauskam. Ab dem Zeitpunkt war das Rennen eigentlich gegessen. Nach der ersten Hälfte musste ich dann noch wegen eines Getriebeproblems Tempo rausnehmen. Aber es gibt keinen Grund zur Panik. Wir haben ein gutes Auto und freuen uns auf Valencia."

Mark Webber (Red Bull / 5):

"Ich habe gemischte Gefühle. Erst wurde ich zurückversetzt, hatte dann aber ein paar gute erste Runden. Wir wussten, dass es heute so oder so ähnlich laufen würde. Die Reifen und die Boxenstrategie spielen hier eine große Rolle im Rennen. Ich denke, wir haben insgesamt das Beste herausgeholt. Ich hätte gerne etwas Champagner gehabt, aber das ist nicht passiert. Wir werden zurückkommen."

Nico Rosberg (Mercedes GP / 6):

"Der sechste Platz war heute wahrscheinlich das bestmögliche Resultat, ich bin also noch ganz zufrieden. Es war ein schwieriges Wochenende mit einer schwachen Leistung im Qualifying, da unsere Reifen nicht funktionierten. Dann hatte ich in der ersten Rennrunde Pech, als ich durch das Chaos vor mir mehrere Plätze verlor. Danach zeigte ich ein paar gute Überholmanöver und mit einem guten Speed holte ich auf. Wir hatten eine super Strategie, doch der Umgang mit den Reifen war nicht einfach. Ich fuhr zurückhaltend, um das Körnen in Grenzen zu halten, dennoch wurde der Zustand der Reifen immer schlechter. Glücklicherweise hielten die härteren Reifen nach meinem zweiten Boxenstopp bis ins Ziel."

Adrian Sutil (Force India / 10):

"Ein hartes Rennen. Am Start fuhr ich gegen Kubica, und es schien, als könnten wir es wieder in die Top 5 schaffen. Aber dann berührten wir uns und ich bekam einen Plattfuß. Ich verlor eine Menge Zeit und fiel aus den Top 10. Am Ende wussten wir, dass Michael mit seinem Reifen ein paar Probleme hatte. Ich kam gerade in der letzten Kurve noch an ihm vorbei, um den letzten Punkt zu ergattern. Aber natürlich bin ich enttäuscht, denn ich denke, wir hätten hier heute ein paar bedeutende Punkte mehr holen können."

Michael Schumacher (Mercedes GP / 11):

"Mein Start lief super und wie erhofft kam ich nach vorn. Der erste Boxenstopp war optimal geplant und alles sah vielversprechend aus. Doch nach meiner Berührung mit Robert Kubica hatte ich vorne rechts einen Reifenschaden, und das entschied mein Rennen. Ich steckte im Verkehr fest und konnte nichts ausrichten, denn ich kämpfte mit stumpfen Waffen. Gegen Ende gab ich alles, um meinen Platz zu halten, doch das funktionierte nur begrenzt, denn meine Reifen hatten mehr eine halbe Renndistanz hinter sich und waren am Ende. Ich kämpfte gegen Autos mit einem guten Topspeed und das war hart."

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