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Sebastian Vettel liegt nun in der WM mit 90 Punkten auf Rang fünf © getty

Sebastian Vettel wundert sich im Interview über seine Probleme beim Kanada-GP. Das Rennen sei für ihn früh entschieden gewesen.

Montreal - Sebastian Vettel erlebte ein Wochenende der gemischten Gefühle beim achten Saisonrennen in Kanada (248977Bilder).

Angesichts der mit dem höheren Top-Speed ausgestatteten McLaren-Boliden ausnahmsweise nicht als Top-Favorit angereist, war nach dem Qualifying von Startplatz drei der Sieg zumindest in Sichtweite.

Und als Teamkollege Mark Webber wegen eines Getriebewechsels fünf Startplätze nach hinten versetzt wurde, rückte Vettel sogar noch auf den zweiten Rang vor. Im Rennen reichte es für den Heppenheimer, der in der Quali gegenüber Webber zum vierten Mal in Folge das Nachsehen hatte, dann aber doch nur zu Rang vier (DATENCENTER: Rennergebnis) .

Im Interview spricht Vettel über seine Probleme im Rennen und die Reifenstrategie. Er erklärt, warum er am Ende nicht mehr attackieren konnte.

Frage: Herr Vettel, wenn man von Platz zwei losfährt und auf vier landet, dann ist etwas schief gegangen. Was?

Sebastian Vettel: Da ist noch ein Fragezeichen. Wir haben am Anfang alles richtig gemacht und abgewartet. Das Feld hatte sich bereinigt und wir hatten freie Fahrt. Dann kamen wir als Erste rein und als Vierte wieder raus. Ab dem Zeitpunkt war das Rennen eigentlich gegessen. Ich habe dann versucht, meine Reifen bis zum Schluss zu schonen und wollte dann am Ende noch einmal attackieren, weil ich wusste, dass wir mit abnehmender Benzinmenge im Vergleich zu den anderen schneller werden. Dann steckte ich aber ein, zwei Runden im Verkehr, wo ich auf einen Schlag sechs Sekunden verloren habe. Damit hatte sich dann das Thema erledigt, noch einmal um das Podest zu kämpfen.

Frage: Es war wohl eine Strategiefrage. Sie sind am Anfang relativ kurz mit den harten Reifen gefahren und danach mit den weichen nicht richtig herangekommen, oder?

Vettel: Wir sind mit dem ersten Reifensatz recht kurz gefahren, weil wir überrascht waren, dass die anderen trotz der anfänglichen Schwierigkeiten so nah an uns dran waren. Hätten wir noch später gestoppt, wäre vielleicht der Abstand noch größer gewesen. Wir müssen jetzt erstmal genau schauen, wer wann in die Box kam und wo wieder rauskam.

Frage: Man hörte dann zwischenzeitlich über den Boxenfunk, Sie sollten langsamer machen, weil es ein Problem gäbe. Was war das?

Vettel: Das weiß ich selbst noch nicht. Ich bekam die Anweisung, zu verlangsamen, weil hinter mir nur Mark und dahinter eine große Lücke war. Ich habe das Auto dann ins Ziel getragen. Die letzten Runden waren vielleicht nicht mehr so unterhaltsam, aber die Punkte waren dann das wichtigste.

Frage: Wie gefällt Ihnen denn eine Formel 1 mit so vielen Boxenstopps? Nach dem Ergebnis heute vielleicht weniger, oder?

Vettel: Ich hätte nichts dagegen, wenn man immer wieder als Erster auf die Strecke kommt. Dann ist das bestimmt eine schöne Sache.

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