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Fernando Alonso wechselte vor der Saison von Renault zu Ferrari © getty

Ferrari ist vorne im Training zum Europa-GP. Doch es geht eng zu an der Spitze. Rosberg lässt Schumacher weit hinter sich.

Valencia - Sebastian Vettel hat nur Lokalmatador Fernando Alonso den Vortritt gelassen, für "Neuling" Michael Schumacher endete sein erstes Freies Training auf dem Stadtkurs von Valencia dagegen auf dem elften Platz.

Der siebenmalige Formel-1-Weltmeister war damit in seinem Mercedes sogar nur viertbester Deutscher (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

Denn neben Teamkollege Nico Rosberg auf Rang vier war auch Force-India-Pilot Adrian Sutil als Achter schneller als der 41-Jährige, der sich erstmals seit 2004 wieder an eine neue Strecke gewöhnen muss.

Für Vettel dagegen begann das Wochenende des Großen Preises von Europa (Qualifying, Sa., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) fast planmäßig.

Vettel: "Es wird eng"

Lediglich um den Wimpernschlag von 56 Tausendstelsekunden landete er in seinem Red Bull hinter dem von den spanischen Fans gefeierten Alonso im runderneuerten Ferrari.

"Wir waren auf einer Strecke, die uns eigentlich nicht so liegt, recht gut unterwegs. Es wird aber eng werden, wie in Kanada", meinte der Vize-Weltmeister.

F-Schacht bringt Vorteil

Vettel war weitere 88 Tausendstelsekunden schneller als sein australischer Teamkollege Mark Webber, der mit Platz drei zeigte, dass die "Bullen" auch auf den langen Geraden von Valencia schnell unterwegs sind.

Das könnte auch an der "zweiten Luft" gelegen haben. Denn Red Bull setzte nach einem nicht befriedigenden Versuch in Istanbul erstmals wieder die eigene Version des von Konkurrent McLaren erfundenen Luftschachtsystems ein, das eine größere Höchstgeschwindigkeit ermöglicht.

"Am Vormittag war es noch nicht so gut, am Nachmittag dann besser", sagte Vettel, der auf einen Einsatz im Rennen hofft. Wenn das Systems funktioniere, "dann ist es eine große Hilfe".

Pokern Hamilton und Button?

McLaren war dagegen am Freitag noch nicht so schnell wie es nach zuletzt zwei Doppelsiegen erwartet worden war 254689(DIASHOW: Das Freie Training).

Der britische WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton wurde Fünfter, Weltmeister Jenson Button Neunter.

Zuversicht bei Vettel

Obwohl er momentan in der WM-Wertung mit 19 Punkten Rückstand auf Hamilton nur Fünfter ist, sieht sich Vettel noch voll im Titelrennen.

"Es sind noch viele Rennen, wir haben noch nicht einmal Halbzeit", sagte der 22-Jährige Vettel, bei dem in der ersten Saisonphase "einige Elfmeter missglückt" waren, weil neben dem Unfall mit Teamkollege Webber in Istanbul auch mehrfach die Technik gestreikt hatte.

Er glaube dennoch "weiterhin, dass wir das bessere Auto haben", sagte Vettel. Ein schnelles Auto, das "bisher überall gut funktioniert hat. Und wenn die "zwei, drei neuen Sachen funktionieren, sollte das auch hier so sein", meinte er.

Schumi sucht seinen Rhythmus

Schumacher war trotz Platz 11 "relativ zufrieden" mit seinen ersten Runden auf neuem Terrain.

"Es hat relativ viel Spaß gemacht, die Strecke ist recht angenehm zu fahren, aber auch mit Tücken. Den Rhythmus habe ich auf den Longruns am Ende eher gefunden als auf einer Runde", sagte er.

Der Mercedes-Pilot ist "recht zufrieden mit mir selbst", trotz bislang erst zwei vierten Plätzen in seiner Comeback-Saison und WM-Position neun.

"Ich habe auch Fehler gemacht, aber ich denke, es gibt nicht so viele 41-Jährige auf der Welt, die nach drei Jahren Pause zurückkommen und so dabei sind. Und ich denke, ich bin dabei", sagte Schumacher.

Glock erneut deutsches Schlusslicht

Williams-Pilot Nico Hülkenberg wurde im Training 17., deutsches Schlusslicht war Timo Glock im Virgin auf Rang 22.

Vor dem 9. von 19 WM-Läufen liegt Hamilton in der Gesamtwertung mit 109 Punkten vor Button (106), Webber (103), Alonso (94) und Vettel (90). Rosberg (74) ist Sechster, Schumacher (34) Neunter.

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