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Michael Schumacher erzielte in Valencia sein schlechtestes Quali-Ergebnis 2010 © getty

In Valencia macht angeblich das Gerücht die Runde, Mercedes wolle sich von Michael Schumacher trennen. Das Team dementiert.

Von Marc Ellerich

München - Nach Michael Schumachers desaströsem Qualifying zum Valencia-Grand-Prix (So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) - dem schlechtesten seiner Comeback-Saison - ließen die Gerüchte nicht lange auf sich warten. (DATENCENTER: Die Startaufstellung)

Mercedes GP plane die vorzeitige Trennung vom Rekord-Weltmeister, werde im Fahrerlager gemunkelt, berichtete die "Welt" noch am Samstagabend.

Angeblich habe sich Schumachers Arbeitgeber bei Robert Kubicas Manager Daniele Morelli erkundigt, wie lange der polnische Renault-Pilot noch eine Option bei Ferrari habe.

"Absolut falsch"

Belege lieferte die Zeitung nicht. Mercedes ließ sich zu dem Gerücht über eine vermeintliche Vertragsauflösung mit den Worten "absolut falsch" zitieren.

Schumacher selbst bestand nach Platz 15 in der Valencia-Qualifikation darauf, dass er durch das Qualifying-Debakel nicht entmutigt sei. "Kommt schon Leute, ich bin lang genug dabei und habe schon schlimmere Schmerzen ertragen müssen", sagte Schumacher gegenüber Journalisten.

"Ich bin nicht hier, um kurzfristig von Rennen zu Rennen zu blicken", ergänzte er: "Es geht nicht um einzelne Rennen. Ich habe ein Dreijahres-Programm."

Schumi: Fortschritt wird kommen

Sein Team und er hätten gedacht, "dass wir in diesem Jahr näher dran und in einer besseren Situation sind." Das sei nicht der Fall.

"Also müssen wir es verstehen und ich muss so arbeiten, wie ich es in der Vergangenheit getan habe und wofür man mich geholt hat."

Natürlich sei er über den 15. Platz in der Qualifikation nicht froh, räumt der 41-Jährige ein. "Aber wenn der Fortschritt kommt - und ich bin sicher, er wird kommen - werden wir belohnt werden."

Brawn: Nicht mit Kubica gesprochen

Die Kritik in den Medien treffe ihn nicht, behauptete der Wahl-Schweizer, der in diesem Jahr nach dreijähriger Absenz in die Formel 1 zurückgekehrt war: "Ich weiß, was los ist. Ich kümmere mich um das, was realistisch ist und um das, was ich beeinflussen kann."

Mercedes-Teamchef Ross Brawn nahm in Valencia zu dem Kubica-Gerücht Stellung. "Wir haben mit Robert Kubica nicht gesprochen", sagte der Brite: "Ich habe mit ihm vor einem Jahr gesprochen, als wir uns um die Zukunft gekümmert haben. Seither nicht mehr, also gibt es da keine Diskussion."

Schumacher stärkte er den Rücken. "Wir sind sehr glücklich mit Michael. Wir müssen das Auto hinbekommen, das ist das Wichtigste. Wir sind zuversichtlich: Wenn wir das technische Paket hinkriegen, werden unsere Fahrer Erfolg haben."

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