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Jenson Button (r.) wechselte vom ehemaligen Brawn-Team zu McLaren © imago

Hamilton freut sich über die "beste Runde meines Lebens", Button verwünscht sein "unfahrbares" Auto. Die Stimmen zum Qualifying.

München - Ein ideales Heimspiel sieht anders aus.

Der McLaren-Rennstall mit seinem britischen Fahrer-Duo aus WM-Leader Lewis Hamilton und Weltmeister Jenson Button ist als Spitzenreiter der Konstrukteurs-Wertung zum England-Grand-Prix gekommen.

Doch ausgerechnet vor vertrauter Kulisse fahren die britischen Silberpfeile den Red Bulls deutlich hinterher (DATENCENTER: Das Qualifying-Ergebnis).

Hamilton hat aus seiner Sicht im Qualifying aber noch das Beste daraus gemacht und ist überglücklich mit Platz vier - drei Startplätze hinter Pole-Setter Sebastian Vettel. Für das Rennen sieht er eine gute Ausgangsposition (So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Bei Button dagegen ist der Frust über Platz 14 gewaltig. Der Titelverteidiger klagt über einen Boliden, der im entscheidenden Moment unfahrbar gewesen wäre 261583(DIASHOW: Das Qualifying).

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying gesammelt.

Sebastian Vettel, Red Bull (Pole): "Ich bin nicht überrascht über die Pole, denn die war das Ziel. Es war aber nicht einfach. Im zweiten Qualifying-Teil war ich etwas zu langsam. Ich hatte etwas zu starkes Übersteuern, ich habe da vielleicht zu viel gewollt. Ich bin glücklich, auf der Pole zu stehen, und ich denke, dass dies der Schlüsselmomente für das morgige Rennen ist. Alles in allem war es ein fantastischer Tag."

Mark Webber, Red Bull (Platz 2): "Ich wäre heute lieber Dritter geworden, denn man weiß, dass auf den meisten Strecken die zweite Startposition Sch**** ist. Es war sehr eng, aber ich glaube das Team ist mit dem Ergebnis heute zufrieden."

Fernando Alonso, Ferrari (Platz 3): "Wir hatten starke Rennen in Kanada und Valencia, haben aber nicht die Punkte geholt, die wir hätten holen können. Hier sind wir aber wieder da, sind stark und konkurrenzfähig - und daraus müssen wir Kapital schlagen."

Lewis Hamilton, McLaren (Platz 4): "Mit Platz vier bin ich so glücklich, dass Sie es kaum glauben werden. Wir wussten dass wir weit hintendran waren, die Red Bulls waren mehr als eine Sekunde weit weg. Aber wir haben in den vergangenen Tagen länger und härter denn je gearbeitet um das aufzuholen. Meine letzte Runde war für mich die beste, die ich je gefahren bin. Der Startplatz ist toll - und noch ist hier nichts vorbei."

Jenson Button, McLaren (Platz 14): "Am Morgen hatte sich das Auto noch richtig gut angefühlt. Aber im Qualifying stimmte meiner Ansicht nach etwas nicht. Das Auto war unfahrbar, als ich dort eingestiegen bin. Es gab ein Problem mit der Balance, es hat sich sehr falsch angefühlt. Es ist jetzt viel zu tun, was die Upgrades angeht."

Nico Rosberg, Mercedes GP (Platz 5): "Der fünfte Platz ist ein schönes Resultat. Er zeigt, dass wir verstanden haben, dass in Valencia etwas schiefgegangen ist und dass wir das behoben haben. Hier läuft es viel besser. Morgen ist fast alles möglich, nur Red Bull kann ich nicht schlagen."

Michael Schumacher, Mercedes GP (Platz 10): "Ich bin ziemlich enttäuscht. Wir haben auf einen Run gesetzt, was im Normalfall auch vernünftig ist. Im Nachhinein war das aber vielleicht doch die falsche Entscheidung. Hier in Silverstone sind Überholmöglichkeiten Mangelware, daher ist die Startposition umso wichtiger."

Norbert Haug, Motorsportchef Mercedes: "Ein Schritt in die richtige Richtung - Nico fehlen als Fünftplatziertem zwei Zehntel auf Platz drei von Alonso und sieben Hundertstel auf Platz vier von Hamilton - also keine Ewigkeit zu den Red-Bull-Verfolgern. Red Bull fährt in einer eigenen Liga. Michael war in Q2 Fünfter und hätte das in Q3 wiederholen können - aber er hatte nur eine Runde und dabei einen kleinen Fehler. Aber Michael ist ein guter Starter - er kann durchaus weiter nach vorne kommen."

Timo Glock, Virgin (Platz 19): "Ich bin extrem zufrieden. Wir konnten die ganze Zeit über nicht wirklich am Auto arbeiten, weil wir sehr viele technische Probleme hatten. Das Fahrzeug-Setup ist mehr oder weniger zusammen gewürfelt. Aus diesem Grund fühlt sich dieses Resultat an wie eine Pole-Position."

Nico Hülkenberg, Williams (Platz 13): "Keine Ahnung, was los war. Es ging einfach nichts mit dem Auto, mit mir und der Strecke. Ich weiß nicht, ob am Fahrzeug etwas kaputt ist. Es hat sich jedenfalls nicht gut angefühlt. Ich bin ein bisschen sauer auf Vitantonio Liuzzi. Er hat, als er vor mir war, die blaue Flagge bekommen und mich auch im Spiegel gesehen, dachte aber nicht daran, auf die Seite zu fahren und Platz zu machen. Das hat er sehr dumm gemacht (NEWS: Liuzzi bestraft)."

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