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Lewis Hamilton (vorn) feierte beim letzten Hockenheim-GP 2008 einen Start-Ziel-Sieg © getty

Im vergangenen Jahr drohte noch das Aus, nun startet der Hockenheim-GP wieder durch. Schumi und Vettel locken zahlreiche Fans an.

Köln - PS-Sause statt Zukunftsangst: Vor nicht einmal einem Jahr stand der Hockenheimring noch vor dem Ausstieg, jetzt aber startet die Königsklasse auf dem Traditionskurs wieder durch.

Formel-1-Zampano Ecclestone legte mit einem neuen Vertrag den Grundstein, die Erfolge von Sebastian Vettel und die Rückkehr von Rekordweltmeister Michael Schumacher locken jetzt auch wieder die Fans an die Strecke.

"Es sieht so aus, dass wir am Wochenende 65.000 Zuschauer haben werden und ein ausgeglichenes Ergebnis erreichen können", sagte Georg Seiler, Geschäftsführer der Hockenheimring GmbH.

Traum vom deutschen Dreifach-Triumph

Neben Schumachers Comeback, das im Dezember einen regelrechten Run auf Tickets ausgelöst hatte, freut sich Seiler besonders auf den ersten Auftritt der Silberpfeile in Hockenheim und auf starke deutsche Fahrer. Sein Traum wären "drei deutsche Fahrer auf dem Podium".

Einen Vorgeschmack auf die Stimmung im Motodrom bekam Vettel schon am Sonntag, als er in seiner Heimatstadt Heppenheim vor 120.000 begeisterten Fans mit seinem Formel-1-Boliden unterwegs war (265138Bilder).

"Hoffe, dass einige Blut geleckt haben"

"Eine bessere Vorbereitung auf Hockenheim kann es gar nicht geben", sagte der 23-Jährige, der von dem riesigen Ansturm absolut überwältigt war.

"Wir haben gezeigt, dass man es auch in einer kleinen Stadt wie Heppenheim richtig krachen lassen kann. Ich hoffe, dass einige jetzt Blut geleckt haben und auch nach Hockenheim kommen", sagte Vettel, für den die Atmosphäre im Motodrom etwas ganz Besonderes ist:

"Natürlich bekommt man mit, wenn das Publikum richtig Spaß hat. Und es kommen ja noch ein paar andere Deutsche."

Ecclestone machte den Weg frei

Insgesamt sind beim Großen Preis von Deutschland (Freies Training am Fr., ab 10 Uhr LIVE im TV) in Vettel, Schumacher, dessen Mercedes-Kollegen Nico Rosberg, Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Timo Glock erstmals sechs einheimische Fahrer am Start.

Noch im Juni 2009 sah es so aus, als ob sich Hockenheim die Formel 1 nicht mehr leisten könnte.

Die Gemeinde, die zu 94 Prozent an der Rennstrecke beteiligt ist, stieg aus der Rolle des Promoters aus, weil die erwarteten 6 Millionen Euro Verlust nicht zu finanzieren seien.

Erst als Ecclestone einen neuen Vertrag anbot und damit einen Teil des finanziellen Risikos selbst übernahm, war der Weg frei. Der Kontrakt wurde sogar gleich bis 2018 verlängert. "Wir sitzen jetzt natürlich viel ruhiger am Schreibtisch", sagte Seiler.

Vettel-Camp und Mercedes-Tribüne

Für die Fans gibt es neben der bekannten Mercedes-Tribüne, die nach dem Comeback der Silberpfeile mit Schumacher und Nico Rosberg schon vor Saisonbeginn ausverkauft war, auch ein Vettel-Fan-Camp.

Zum Preis von 199 Euro bekommt der Fan neben dem Platz auf der Tribüne Zugang zu einem speziellen Campingplatz und ein kleines Goodie-Paket.

An der Mercedes-Tribüne gibt es ein buntes Rahmenprogramm, am Samstag kommen Schumacher und Rosberg zur Talkrunde.

Bustour und Renn-Taxi

Am Donnerstag gibt es Bustouren über die Strecke, bei denen unter anderem Mercedes-Testpilot Nick Heidfeld, DTM-Spitzenreiter Bruno Spengler oder FIA-GT-Champion Michael Bartels die Feinheiten der Piste erklären.

Neben dem öffentlichen Gang durch die Boxengasse finden auch Fahrten mit den Formel-1-Piloten im Renn-Taxi statt. Die letzten Plätze dafür werden noch unter den Ticketkäufern verlost.

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