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Nico Rosberg fährt seit 2006 in der Formel 1, seit 2010 für Mercedes GP © getty

Auch in Hockenheim sind bei Mercedes die "Waffen stumpfer als erhofft". Vettel freut sich auf den "Kampf mit den roten Autos".

München - Auch beim Heim-Grand-Prix auf dem Hockenheimring überwiegt bei Mercedes die schlechte Laune.

Für Nico Rosberg war das Qualifying mit Platz neun "eine absolute Katastrophe".

Michael Schumacher, der um nur acht Tausendstel die Top Ten verpasste und als Elfter ins Rennen am Sonntag (ab 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) geht, sah den Verlauf des Qualifyings nüchterner: "Unsere beiden Autos waren innerhalb einer Hundertstelsekunde, es ging also nicht mehr."

Sebastian Vettel lieferte eine fast perfekte Runde ab und schnappte sich vor Fernando Alonso die dritte Pole-Position in Serie.

Dementsprechend zufrieden war der Red-Bull-Pilot: "Ich bin extrem glücklich. Wir haben hier ein sehr starkes Auto." (DATENCENTER: Das Quali-Ergebnis)

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying gesammelt.

Sebastian Vettel, Red Bull (Platz 1):

"Meine letzte Runde war nicht zu 100 Prozent perfekt. Ich ging hier und dort etwas über das Limit, aber schlussendlich reichte es aus, um vorne zu bleiben und die Pole zu holen. Ich bin extrem glücklich. Ich bin zu Hause das erste Mal auf der Pole, aber die Hauptherausforderung wird morgen kommen. Wir haben hier ein sehr starkes Auto und einen sehr harten Kampf gegen die roten Autos. Die ganze Einheit über war Fernando sehr stark. Ferrari ist generell sehr konkurrenzfähig."

Fernando Alonso, Ferrari (2):

"Ich denke wir können zufrieden sein. Wir stehen zum ersten Mal in dieser Saison in der ersten Startreihe, das ist also definitv ein Schritt nach vorne. Wir waren bisher das ganze Wochenende konkurrenzfähig und ich bin zufrieden mit dem Auto. Wir haben die Pole nur ganz knapp verloren, aber die Punkte werden erst morgen vergeben."

Felipe Massa, Ferrari (3):

"Es war eine gute Leistung von uns. Es war ein sehr hartes Qualifying und leider gelang es mir in Q3 nicht eine perfekte Runde zu fahren. Ich werde mich auf das morgige Rennen konzentieren. Ich hoffe, wir machen einen guten Job und fahren einige Punkte ein."

Mark Webber, Red Bull (4):

"Ich bin im eingangs der ersten Kurve etwas zu weit neben die Ideallinie gekommen und kam dann einfach nicht mehr zurück. Das war mein Fehler, und das war nicht gut genug. Ich habe in den letzten Runden eine Position verloren. Das war schade. Das war nicht das beste Qualifying, also hoffe ich nun auf das Rennen. Es wäre schön gewesen, mitzumischen, aber Seb leistete gute Arbeit und holte sich die Pole. Es ist immer noch ein guter Tag für das Team."

Nico Rosberg, Mercedes GP (9):

"Bei uns war es eine absolute Katastrophe. Ich weiß nicht, was los war. Mein Auto hatte auf der Hinterachse einfach keinen Grip. Es kann nicht sein, dass ich 1,4 Sekunden von Red Bull entfernt bin. Irgendwie wurde mein Auto auch immer schlechter. Seit Samstagfrüh habe ich meinen Frontflügel um geschätzte fünf Grad nach unten korrigiert, doch das Übersteuern ist noch immer da. Da ging gar nichts."

Nico Hülkenberg, Williams (10):

"Es war positiv, beide Autos in die Top Ten gebracht zu haben. Ich denke, dass in Bezug auf die Zeit etwas mehr drin war, rund um die Geschwindigkeit von Rubens (Barrichello, Anm. d. Red.). Aber ich hatte am Ende des dritten Qualifying-Durchgangs nicht den besten Versuch. Wir haben jedoch eine gute Basis für ein starkes Rennen."

Michael Schumacher, Mercedes GP (11):

"Man muss bedenken, dass unsere Waffen etwas stumpfer waren als erhofft und als prognostiziert. Wir waren einfach nicht konkurrenzfähig. Ich hatte an meinem Auto etwas Probleme mit den Bremsen, die etwas Vibrationen hervorgerufen haben. Wenn Nico Hülkenberg eine normale Runde hinbekommen hätte, dann wären wir auch am Ende auf Platz zehn und elf gewesen. So sind wir auf den Rängen neun und elf, somit auf der besseren Seite. Vielleicht können wir beim Start noch etwas ausrichten. Man muss aber auch realistisch sein. Es gibt keinen Grund zu glauben, dass wir morgen viel schneller fahren können, um unser anvisiertes Podium erreichen zu können. Unsere beiden Autos waren innerhalb einer Hundertstelsekunde, es ging also nicht mehr."

Adrian Sutil, Force India (19):

"Das Qualifying lief problemlos, aber zu langsam. Platz 14 ist das Maximum gewesen. Jetzt geht es auch noch fünf Plätze zurück, wegen des Getriebewechsels. Wir waren einfach auch nicht schnell genug: kein Grip, schlechte Performance, schlechtes Ergebnis - nicht mein Tag. Nun muss man mal abwarten, denn im Rennen kann immer noch viel passieren. Heute bin ich enttäuscht, aber morgen bin ich gut drauf und gebe alles."

Timo Glock, Virgin Racing (24):

"Nachdem wir am Freitag fast zu viel Glück hatten, ist jetzt wieder Chaos, ein Katastrophentag. Heute Morgen gab es die Probleme am Getriebe und jetzt an der Bremse. Wir hatten ein Leck im hinteren Bremskreislauf. Ich konnte am Ende nicht mehr herausfahren. Schade, denn bis dorthin stand ich vor beiden Lotus. Ich weiß nicht, warum wir es nicht schaffen, mal ein Wochenende ohne Probleme durchzustehen. Jetzt müssen wir schauen, dass wir im Rennen noch etwas machen."

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