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Fernando Alonso liegt in der WM auf Platz fünf, Felipe Massa ist Achter © getty

Skandal oder völlig verständliche Team-Strategie? Ferraris Stallorder-Affäre in Hockenheim beschäftigt auch die SPORT1-User.

München - München - Die Stallorder, mit der Ferrari den Spanier Fernando Alonso zum Sieg beim Deutschland-Grand-Prix lotst, sorgt auch unter den SPORT1-Usern für jede Menge Gesprächsstoff. (DATENCENTER: Rennergebnis)

SPORT1 gibt einige Statements wieder:

User Axxis meint: "Vielen Dank Ferrari, ihr habt heute mit geholfen das Grab für die Formel 1 zu schaufeln. Sollten Ferrari nicht die gesamten Punkte aberkannt werden, war dieses mein letztes Rennen, das ich mir angesehen habe. Wenn ich die Aussagen der beiden Piloten und von Schumi höre, muss ich sagen, das hier ist noch schlimmer als in der Politik, kaum vorstellbar".

Auch User Stallorder ärgert sich über das italienische Team: "Für meine Verhältnisse gehört Ferrari der Doppelsieg aberkannt und fürs nächste Rennen gesperrt. Ein so dreister Verstoß gegen das Reglement nimmt einem den Spaß am Racing. Ich hätte es Massa von Herzen gegönnt das Rennen zu gewinnen!" (267268Die Bilder)

"Höchst unfair"

User Chris findet die Entscheidung der FIA-Kommissare richtig: "Mir tut's Leid für Felipe, aber die Entscheidung der Kommission ist genau richtig. Denn erstens kann keiner der Fahrer etwas für die "Stallorder", ihnen den Sieg oder die Punkte abzuerkennen wäre also höchst unfair, und zweitens gab es keinen direkten Befehl zu einer Stallorder. Klar, jeder weiß was hinter den Kulissen gelaufen ist, aber ich sehe das wie Michael Schumacher: Es geht um eine WM, und das zählt."

User Max sieht ausgleichende Gerechtigkeit vorliegen: " Beim Valencia-GP hat die Rennleitung durch die falsche SafetyCar-Ausfahrt das Rennen beider Ferraris zerstört ( Alonso von Platz 3 auf 9), den Ferraris schon wieder wichtige Punkte klauen, wäre eine Sauerei! Die 100.000 sind eine gerechte Strafe, zumal andere Teams ebenfalls (getarnt) Stallorder begehen!"

"Fast wie im Radsport"

User Jens hat kein Verständnis für das Urteil der Rennkommissare: "Das Urteil mit den 100.000 Dollar Strafe ist lächerlich, wenn man bedenkt wie viel ein WM-Sieg an Sponsoring, Prestige und Cashflow bringt. Die hätten Massa und Alonso zwei Plätze nach hinten versetzen sollen! Das Urteil ist lächerlich. Das ist ja fast wie Radsport."

User Lok Leipzig hat mit der Formel 1 abgeschlossen: "Das war mein letztes Formel-1-Rennen, das ist lächerlich. 100.000 Dollar Geldstrafe aber Alonso darf den Sieg behalten. Das ist eine Frechheit, das ist Betrug und Wettbewerbsverzerrung. Ich bin riesen Schumi-Fan aber die tallorder ging mir schon damals gegen den Strich. Alonso ist ein Top-Racer, aber einen Charakter hat DER nicht. Wenn Red Bull oder Mercedes dies so gemacht hätten, wäre die Strafe empfindlicher gewesen, darauf trau ich mich wetten."

"Formel 1 hat ein Regelproblem"

User Alonso-Fan freut sich schlichtweg über den Ferrari-Doppelsieg, fürchtet aber, dass noch etwas nachkommt: "Ja endlich kann der Ferrari Doppelsieg gefeiert werden. Das Team war ganz klar überlegen in Hockenheim und kein anderer hätte den Sieg verdient gehabt! Somit bleibt Ferrari weiterhin im Kampf und die WM dabei und fördert auch die Spannung! Ich hoffe, da kommt keine Strafe mehr nach, denn der Fall ist noch nicht abgeschlossen!"

User Horner geht mit dem Weltverband hart ins Gericht: "Mich würde mal interessieren, was passiert wäre wenn es nicht Ferrari sondern ein anderes Team gewesen wäre, z. B. Red Bull. Dann hätte die FIA das Team sofort aus der WM genommen, aber die FIA (Ferrari In Action) ist ja auf dem Auge meistens blind. Ich persönlich bin für einen Ausschluss von Ferrari aus der WM, um ein Exempel zu statuieren, dass kein Team über die Regeln hinweg setzen kann."

User Thinkman sieht die FIA künftig in Schwierigkeiten: " Mit 100.000 Strafe ist ganz klar, was in Zukunft passiert: Für Stallorder gibt's eine Geldstrafe und nicht mehr. Die Formel 1 hat ein Regelproblem!"

"Typisch FIA"

User Offender ist aufgebracht: "Da geht es um Millionen, und die bekommen für diese Verarsche nur auf die Finger gehauen. Aber was soll man erwarten wenn der Chef dieser Veranstaltung der Erfinder der Stallorder ist (gemeint ist FIA-Präsident Jean Todt, d. Red.). Ferrari darf sich alles erlauben. Was passiert wenn ein anderes Team so etwas macht? Komischerweise ist auch dieser Alonso immer dabei, wenn gemogelt wird. Erst bei Mclaren dann bei Renault und nun bei Ferrari."

User Volker hingegen hat überhaupt kein Verständnis für die Bestrafung von Ferrari: "Skandal! Typisch FIA. Mafia-Methoden hier ein Team wie Ferrari zu bestrafen. Vollkommen überzogen. Diese 100.000 sind umgerechnet 80.000 Euro. Für was denn bitte? Massa hat ne schlechte Runde gefahren und wurde vollkommen richtig von Fernando überholt. Da war nichts, aber rein gar nichts von Stallorder. So ein Quatsch."

"Vettel wird auch bevorzugt"

User Thomas hingegen kann Ferraris Entscheidung vollkommen nachvollziehen: "Ist doch klar, dass ab einen bestimmten Zeitpunkt ein Fahrer bevorzugt wird. Wenn sich so eine Möglichkeit wie jetzt bietet, muss man zugreifen. Schumi hat recht. Vettel zum Beispiel wird auch bevorzugt. Normalerweise hätte er ja den Flügel auch nicht bekommen dürfen. Ich glaube, wenn Alonso Vettel wäre, würde sich keiner beschweren."

Ähnlich sieht es User Olaf: "Was bei jedem Radrennen erlaubt ist, soll in der Formel1 verpöhnt sein. Das ist lächerlich! Wenn zwei Teamkollegen sich gegenseitig unterstützen, ist das erlaubt. Aber wenn das Team erscheidet, welcher Fahrer voranfahren soll, ist das verboten!?! Schon komisch. Außerdem: Die beiden Ferrari-Piloten waren eindeutig überlegen und hätten sowieso gewonnen. Die Strafe ist meiner Meinung nach völlig ausreichend und hat nichts mit Bevorzugung oder Freikaufen zu tun."

Auch User Racer ärgert sich über das Verbot der Stallorder: "Diese Regel ist ähnlich sinnfrei wie das Verbot des Trikotausziehens im Fußball. Warum sollte ein Team nicht seinen schnelleren Fahrer am langsameren vorbeiwinken? Was hat das bitte mit Betrug und Unfairness zu tun? Lächerlich wird das Ganze nur, weil es dieses Verbot gibt und die Akteure sich drumrumwinden müssen. Also: Verbot streichen, dann können die Teams auch als solche agieren."

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