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Sebastian Vettel kam 2009 vom Schwesterteam Toro Rosso zu Red Bull © getty

Sebastian Vettel hält die Konkurrenz in Ungarn deutlich in Schach. Michael Schumacher bekommt den nächsten Nackenschlag ab.

Budapest - Für Sebastian Vettel ist der Sieg beim Team-Jubiläum greifbar nahe, für Rekord-Champion Michael Schumacher geht die Leidenszeit dagegen weiter.

Vize-Weltmeister Vettel fuhr im Qualifying von Budapest in 1:18,773 Minuten abermals die schnellste Runde und startet im zwölften Rennen der Saison am Sonntag (13.45 Uhr im LIVE-TICKER) zum siebten Mal von der Pole-Position.

Während der siebenmalige Weltmeister Schumacher nach dem erneuten Tiefpunkt mit Startplatz 14 mit dem Schicksal hadert, hat der aktuelle WM-Vierte im letzten Rennen vor der Sommerpause alle Chancen, seinem Rennstall Red Bull beim 100. Start in der Formel-1-WM den Sieg zu schenken.

Die bisherigen sechs Poles des Jahres 2010 hatte Vettel allerdings nur zu zwei Siegen genutzt.

"Das war ein sehr guter Tag für uns", meinte Vettel und hofft, den 21-Punkte-Rückstand auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton entscheidend verkürzen zu können: "Die Vorzeichen sind gut, deshalb denke ich, dass alles glattgehen sollte. Ich hoffe nur, dass wir diesmal einen guten Start erwischen, dann kann es ein tolles Rennen werden." (DATENCENTER: Die Startaufstellung)

RB6 wie ein Uhrwerk

In Silverstone und auf dem Hockenheimring hatte Vettel den Start jeweils verpatzt und die Plätze 3 und 7 belegt. An den ersten Tagen in Budapest lief sein Auto aber wie eine Uhrwerk, Vettel reihte Bestzeit an Bestzeit 269398 (DIASHOW: Die Bilder des Qualifyings).

"Das ganze Wochenende lief wie geschmiert. Ich habe den Jungs über Funk direkt gesagt: Das ist euer Verdienst", meinte der 23-Jährige: "Sie haben einen tollen Job gemacht. Und Strecke liegt uns und unserem Auto."

Zwei Titelrivalen im Nacken

In Teamkollege Mark Webber und Hockenheim-Sieger Fernando Alonso im Ferrari starten jedoch zwei Titelrivalen Vettels direkt hinter dem Hessen.

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton geht hinter Alonsos Stallrivale Felipe Massa als Fünfter ins Rennen, sein Teamkollege und derzeit ärgster Verfolger Jenson Button nimmt das Rennen dagegen nur von Rang elf auf.

Schumis Durststrecke geht weiter

Für Rekord-Weltmeister Schumacher ist die Durststrecke nach der Überrundung auf dem Hockenheimring dagegen noch lange nicht vorbei.

Als 14. verpasste Schumacher zum vierten Mal in den letzten fünf Rennen einen Startplatz in den Top 10. Für den Mercedes-Piloten war es das zweitschlechteste Qualifying der Saison, zudem war er zweitlangsamster der sechs deutschen Piloten.

"Manchmal läuft es gegen einen", meinte der 41-Jährige: "Es gibt eben auch schlechte Zeiten, aber da muss man sich durchkämpfen, und das werden wir auch tun."

Aus in Q1 abgewendet

Egal, was Schumacher derzeit probiert, es scheint zu misslingen.

"Nachdem wir am Freitag etwas ratlos waren, weil der Abstand so groß war, wollten wir etwas anderes ausprobieren", sagte Schumacher, der schon nur mit Mühe und in letzter Sekunde das Aus in der ersten Qualifikationsrunde verhinderte: "Leider hat das auch nicht funktioniert."

Rosberg: "Schockierender Rückstand"

Sein Teamkollege Nico Rosberg war dagegen erneut deutlich schneller und startet von Rang sechs.

"Wir haben das Beste herausgeholt und haben eine gute Ausgangsposition, um Punkte zu sammeln", sagte der Wiesbadener, der mit dem Auto aber ebenfalls nicht zufrieden war.

"Der Rückstand zur Spitze ist aber schon schockierend", so Rosberg.

Nico Hülkenberg startet im Williams als Zehnter zum dritten Mal in seiner Premieren-Saison aus der Top 10.

Adrian Sutil geht im Force India von Rang 13 aus ins Rennen, Timo Glock startet als bester Fahrer der neuen Teams nach einer Strafversetzung Kamui Kobayashis im Sauber von Platz 18.

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