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Michael Schumacher gewann 1994 im Benetton seinen ersten WM-Titel © getty

Michael Schumacher erklärt den großen Abstand zu Rosberg mit einem fehlgeschlagenen Experiment. Glock ist sauer auf di Grassi.

München - Sebastian Vettel war überglücklich, nachdem er auf dem Hungaroring die vierte Pole in Folge herausgefahren war (das Rennen, So., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER).

Michael Schumacher konnte das nicht von sich behaupten.

Einmal mehr verpasste der Rekordweltmeister im Mercedes die Top Ten, einmal mehr war Teamkollege Nico Rosberg schneller - um acht Zehntelsekunden sogar (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Schumacher verwahrte sich aber gegen die Deutung, dass er viel schlechter gewesen sei als sein Teamkollege269398 (DIASHOW: Die Bilder des Qualifyings).

Der große Abstand habe vor allem daran gelegen, dass Schumacher mit einem anderen Setup experimentiert habe.

Virgin-Pilot Timo Glock ärgert sich derweil nach der bizarren "Zitat-Affäre" wieder über Teamkollege Lucas di Grassi.

SPORT1 hat die Stimmen zum Qualifying.

Sebastian Vettel (Red Bull), 1:

"Ich bin sehr glücklich. Das ganze Wochenende lief schon wie geschmiert. Es hat alles geklappt, von Anfang bis jetzt. Ich habe mich über Funk bei den Jungs gemeldet und ihnen gesagt, dass dies ihr Moment war. Sie haben dieses wunderbare Auto gebaut, es ist ein solches Vergnügen, es zu fahren. Wir haben das Problem des vergangenen Wochenendes gefunden, als ich einen schlechten Start hatte. Ich bin zuversichtlich, dass wir einen normalen Start haben und ich in der Lage bin, die Position zu verteidigen."

Mark Webber (Red Bull), 2:

"Ich habe mein Bestes gegeben. Es war nicht mein Tag heute, aber ich bin trotzdem in der ersten Reihe. Es war heute wie in Barcelona: Wir wussten, dass wir es zwischen uns ausmachen. Wer immer von uns die bessere Runde fahren würde, würde wohl auch die Pole bekommen. Sebastian hat sie heute verdient."

Fernando Alonso (Ferrari), 3:

"Wir hatten heute eine große Lücke zwischen Red Bull und uns. Wir haben aber unser Potenzial maximal abgerufen und haben es geschafft, die Besten unter den Verfolgern zu sein. Bislang war es für Red Bull zu einfach, hoffentlich können wir es ihnen im Rennen schwerer machen. Der Start wird wichtig sein: Der Start, die erste Kurve und die erste Runde werden 60 bis 70 Prozent des Ergebnisses ausmachen. Wir haben eine gute Chance."

Felipe Massa (Ferrari), 4:

"Während des Qualifyings habe ich mir keine Gedanken gemacht über das, was vor einem Jahr passiert ist: Ich hatte zu viel im Auto zu tun. Jetzt aber kann ich sagen, dass es ein gutes Gefühl ist, das Qualifying beendet zu haben. Mit dem Ergebnis müssen wir zufrieden sein, schließlich sind wir hinter Red Bull vor allen anderen. Eine perfekte Runde bin ich aber nicht gefahren."

Lewis Hamilton (McLaren), 5:

"Als wir uns die Red Bulls angeschaut haben, mussten wir schon wieder lachen. Es ist einfach wahnsinnig, wie schnell sie sind. Unser Auto ist so gut, wie es noch nie in Ungarn war. Ich weiß nicht, wie zur Hölle Red Bull das macht, ihr Tempo ist unglaublich. Über mein Ergebnis bin ich froh. Ich war erleichtert, dass ich es ins Q2 geschafft habe - es war sehr knapp - und glaube, ich habe bis zum letzten Tropfen alles aus dem Auto herausgeholt."

Nico Rosberg (Mercedes), 6:

"Platz sechs ist gut. Ich habe das Beste herausgeholt, auch in Sachen Setup. Ich bin gute Runden gefahren, trotzdem ist der Abstand extrem groß zu Red Bull. Das ist echt irre, was die für Zeiten fahren. Ich bin mittlerweile sehr erfahren und die Setuparbeit ist eine meine Stärken. Da habe ich mit meinen Ingenieuren gute Arbeit geleistet. Mehr geht mit unserem Auto nicht. Das Podium wird schwierig, aber vom sechsten Platz - warum eigentlich nicht?"

Nico Hülkenberg (Williams), 10:

"Es war gut, heute den dritten Qualifying-Durchgang erreicht zu haben, schließlich sind sich alle bewusst, wie eng das Feld hinter den paar Teams an der Spitze zusammengestaucht ist. Aber wie immer liegt es in der Natur des Menschen, das Gefühl zu haben, dass mehr möglich gewesen wäre."

Jenson Button (McLaren), 11:

"Im Training hat das Auto wirklich gut funktioniert, aber im Qualifying konnte ich nicht die richtige Balance finden. Am Vormittag war ich zufrieden mit dem Auto, am Nachmittag hatte ich einfach keinen Grip. Es war keine tolle Session und ich bin nicht direkt glücklich. Im Rennen starte ich aber von der sauberen Seite aus und habe zwei Sätze neuer Reifen. Ich hoffe, wir können angreifen. Man kann sagen, wir müssen morgen einfach tapfer sein."

Adrian Sutil (Force India), 13:

"Ich bin mit dem 13. Platz eigentlich sehr glücklich. Ich wusste, dass es schwierig wird, weil wir im Moment etwas auf die anderen Teams verlieren. Der 13. Rang ist noch in Top-10-Nähe, das ist wichtig. Heute Morgen sah es eigentlich noch schlechter aus. Seit zwei Rennen ist bei uns etwas der Wurm drin."

Michael Schumacher (Mercedes), 14:

"Wir waren gestern ziemlich ratlos, was unsere Performance angeht. Wir haben gesehen: Mit unserer normalen Abstimmung kommen wir auf keinen grünen Zweig, lasst uns doch was anderes probieren. Wir haben gesagt, dass die Platzierung nicht so wichtig ist wie etwas Neues über das Auto zu erfahren. Rückwirkend haben wir da vielleicht falsch gedacht. Die Runde war sicherlich nicht perfekt. Sie hätte auch unter normalen Umständen nicht gereicht, um in die Top zehn zu kommen. Aber acht Zehntel (Abstand zu Rosberg, d. Red.) muss man jetzt nicht bei den Fahrern suchen. Es ist einfach keine stabile Basis da, auf der wir aufbauen können."

Timo Glock (Virgin), 18:

"Vor dem letzten Versuch war ich etwas verärgert, weil Lucas (di Grassi, d. Red.) ein paar Meter vor mir war und im letzten Sektor langsam gemacht und die Runde angebrochen hat. Damit musste ich auch abbrechen. Danach habe ich noch mal alles rausgequetscht aus dem Auto, was ging. Die beiden Runden haben sehr, sehr gut gepasst. Die waren beide über hundert Prozent, was ich da aus dem Auto herausgeholt habe. Das sieht man auch am Abstand zu meinem Teamkollegen, denn der ist ziemlich deutlich. Mit einem Auto, das für die Top Ten gut wäre, würde man mit dieser Runde sehr weit vorn stehen."

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