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Mark Webber liegt in der WM mit 161 Punkten auf dem ersten Platz © getty

Der Red-Bull-Pilot holt im Qualifying zum Belgien-GP die fünfte Pole-Position der Saison. Sebastian Vettel wird nur Vierter.

Spa - Die Pole-Serie ist gerissen: Für Sebastian Vettel war die Qualifikation für den Großen Preis von Belgien (So. 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) mit Startplatz vier ein Rückschlag im Titelrennen.

Nachdem der Red-Bull-Pilot zuletzt viermal in Folge auf dem besten Startplatz stand, musste er auf der Berg-und-Talbahn in Spa gleich zwei großen Rivalen den Vortritt lassen.

Teamkollege und WM-Spitzenreiter Mark Webber holte für die "Bullen" die 12. Pole im 13. Rennen, der aktuelle Gesamtzweite Lewis Hamilton katapultierte sich in letzter Sekunden noch als Zweiter in die erste Startreihe (DATENCENTER: Die Startaufstellung).

Vettel beklagt eigene Fehler

"Die Zeit, die vorne gefahren wurde, war absolut drin, leider habe ich es nicht zusammenbekommen", sagte Vettel, der mit 0,349 Sekunden Rückstand auf Webber auch noch hinter dem Polen Robert Kubica im Renault landete.

Für das Rennen hat Vettel die Hoffnung auf einen Sieg aber noch lange nicht aufgegeben. "Es war wichtig zu sehen, dass das Auto heute schnell war. Bei diesem Wetter ist im Rennen alles möglich. Man wird auch Glück brauchen."

Keine Wetter-Präferenz

Ob es am Sonntag regnet oder trocken ist, das ist Vettel "wurscht".

Wechselnde Bedingungen würden allerdings höchste Konzentration erfordern: "Solche Rennen sind die schwierigsten. Es geht nicht nur um pure Geschwindigkeit, sondern auch um Taktik und Intelligenz."

Im Gegensatz zu Vettel war Webber nach seiner fünften Pole in diesem Jahr rundum zufrieden. "Es ist ein schöner Platz für eine Pole-Position", sagte der Australier, der am Freitag 34 Jahre alt geworden war: "Ich hoffe, dass wir daraus im Rennen Kapital schlagen können."

Hamilton in Lauerstellung

Hamilton freute sich über seinen späten Sprung in die erste Reihe. "Für den WM-Kampf ist das sehr gut", sagte er.

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Webber führt in der WM-Wertung mit 161 Punkten knapp vor Hamilton (157) und Vettel (151) und hat gute Chancen, mit Saisonsieg Nummer fünf seinen Vorsprung auszubauen.

Alonso abgeschlagen

Die beiden restlichen Titelaspiranten stehen in der Startaufstellung noch hinter Vettel.

Weltmeister Jenson Button (147) landete im zweiten McLaren auf Rang fünf, Ferrari-Pilot Fernando Alonso (141) nur auf Rang zehn.

Vor dem Spanier landeten noch Adrian Sutil im Force-India-Mercedes als Achter und Williams-Pilot Nico Hülkenberg als Neunter.

Silberpfeile im Pech

Doppeltes Pech hatte man unterdessen bei Mercedes.

Neben den Rückversetzungen für Michael Schumacher (zehn Plätze wegen gefährlichen Fahrens in Budapest) und Nico Rosberg (fünf Plätze wegen eines Getriebewechsels) verpassten beide Fahrer jeweils um einen Wimpernschlag den Einzug in die letzte Runde der Qualifikation und die Chance auf eine bessere Platzierung.

"Die dritte Runde wäre sicherlich drin gewesen", meinte Rekordweltmeister Schumacher, dem 53 Tausendstelsekunden auf den zu diesem Zeitpunkt zehntplatzierten Hülkenberg gefehlt hatten.

Schumi erwartet "Lotteriespiel"

Von Platz elf rutscht er auf Startplatz 21 zurück und muss auf ein turbulentes Rennen hoffen.

"Das Wetter ist eine Chance, aber auch eine große Möglichkeit, daneben zu liegen. Es wird ein Lotteriespiel sondergleichen. Wir hoffen, dass wir die richtigen Entscheidungen treffen", sagte Schumacher, der im teaminternen Duell elf Tausendstelsekunden schneller war als Rosberg und in der Qualifying-Wertung auf 3:10 verkürzte.

Wegen des Getriebewechsels muss Rosberg auf Startplatz 15 zurück und profitierte davon, dass Virgin-Pilot Timo Glock wegen einer Behinderung eines anderen Fahrers noch von Platz 15 auf Rang 20 zurückgestuft wurde.

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