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Jenson Button holte 2009 mit Brawn GP seinen ersten WM-Titel © getty

Weltmeister Jenson Button beklagt sich bitter über den Rammstoß Sebastian Vettels beim Grand Prix in Spa. Die Stimmen zum Rennen.

München - Der Weltmeister stapfte frustriert von dannen nach einem bitteren Rückschlag im WM-Rennen.

Jenson Button schied in Spa nach dem Rammstoß Sebastian Vettels unverschuldet aus und verlor so an Boden in der Mission Titelverteidigung (DATENCENTER: Rennergebnis).

"Ich weiß nicht, was Sebastian da gemacht hat", meinte Button über die unnötige Aktion Vettels, die eine Durchfahrtsstrafe nach sich zog und letztlich auch sein eigenes Rennen zerstörte.

"Das war mein Fehler, und es tut mir Leid, dass ich Jenson mitgerissen und sein Rennen zerstört habe", gab sich Vettel zerknirscht 281005(DIASHOW: Bilder des Rennens).

SPORT1 hat die Stimmen zum Großen Preis von Belgien zusammengestellt.

Lewis Hamilton (McLaren), Platz 1:

"Ich bin so happy, so ekstatisch! In Rennen wie diesem kann es eine richtige Lotterie sein. Im Regen haben meine Reifen an Temperatur verloren, und ich wusste nicht, wie sehr ich pushen kann. Ich bremste spät, da blockierte ein Rad und ich kam in Turn acht weit raus. Mit der Kante meines Flügels habe ich sogar die Wand berührt und hatte Glück, damit davonzukommen. Am Ende habe ich das Auto in einem Stück nach Hause gebracht und mich nur darauf konzentriert, eine kleine Lücke zwischen mir und Mark zu bewahren."

Mark Webber (Red Bull), 2:

"Der Start war eine Katastrophe. Es war natürlich nicht ideal, so viele Positionen zu verlieren, aber zum Glück ist dies nicht Monaco oder Barcelona, wo sich die Reihenfolge im Rennen oft gar nicht mehr ändert. Ich wusste, dass es ein langes Rennen werden würde. Kaum zu glauben, dass die Top 3 der Quali bei diesen wechselhaften Bedingungen auch auf dem Podium stehen! Für mich war es ein guter Tag, aber für das Team ist es unglücklich, dass wir nicht noch mehr Punkte geholt haben."

Robert Kubica (Renault), 3:

"Ein tolles Ergebnis für das Team an einem Wochenende, an dem wir in jeder Session konkurrenzfähig waren. Wir sind gegen McLaren und Red Bull gefahren - niemand hätte uns auf diesem Level erwartet. Ich denke deshalb, wir können mit unserer Arbeit zufrieden sein. Der Fehler beim Boxenstopp hat mich eine Position gekostet, aber in diesem Rennen war es einfach, Fehler zu machen. Zum Glück habe ich niemanden verletzt."

Adrian Sutil (Force India), 5:

"Wieder mal ein fünfter Platz, mit dem ich aber nach Startposition acht sehr zufrieden bin. Mehr war nicht drin. Das waren wirklich schwere Bedingungen, man wusste nie, was das Wetter als Nächstes macht. Teilweise war es tolles Racing. Unsere Updates haben gut funktioniert, aber wir können uns weiter verbessern. Das war nur der Anfang der Entwicklungen, die auch für das nächste Rennen in Monza sehr vielversprechend aussehen."

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Nico Rosberg (Mercedes), 6:

"Am Ende hat sich mein Regen-Setup endlich ausgezahlt, ich konnte nach dem Restart zwei Plätze gutmachen. Der sechste Platz ist in Ordnung, das war wohl Schadensbegrenzung. Michael und ich hatten ein paar schöne Duelle, das hat Spaß gemacht. Wir respektieren uns, und man muss einfach aufpassen. Es ist ja gut gegangen. Ich hatte zwar einen kleinen Schaden am Frontflügel, doch das ist unabsichtlich passiert. Das war okay."

Michael Schumacher (Mercedes), 7:

"Ich bin einigermaßen zufrieden. Sechster und Siebter nach den Startplätzen 14 und 21 ist schließlich nicht so schlecht. Das sind wichtige Punkte für die Konstrukteurs-WM. Für das Podium hätte dann doch noch etwas mehr passieren müssen. Aber Spa war fast so unterhaltsam wie ich es mir erhofft hatte."

Nico Hülkenberg (Williams), 14:

"Ziemlich früh im Rennen hatte ich in Problem mit dem Gaspedal, weshalb das Auto schwierig zu handeln war. Also machten wir einen unplanmäßigen Stopp, aber der Motor starb in der Box ab und musste neu gestartet werden. Deswegen verlor ich Positionen und musste im Regen ohne die volle Motorsteuerung auskommen. So kam es zu einigen Drehern. Am Ende haben wir dann noch mit der Reifenwahl gezockt, um etwas gutzumachen."

Sebastian Vettel (Red Bull), 15:

"Ich war schneller als Jenson und wollte an ihm vorbei. Leider gab es auf der Bremse Probleme und ich habe das Auto verloren. Das war mein Fehler, und es tut mir Leid, dass ich Jenson mitgerissen und sein Rennen zerstört habe. Wir mussten (bei der Reifenwahl, d. Red.) probieren, vielleicht schlauer zu sein als die anderen. Es war zweimal die falsche Wahl, aber wenn man so weit zurück liegt, kann man es auch probieren. Wir haben auf den großen Regen gehofft, aber der kam leider nicht."

Timo Glock (Virgin), 18:

"Ein ereignisreiches Rennen, das muss man sagen. Mein Start war gut, aber dann hat mich jemand von der Strecke gedrückt und ich verlor zwei Plätze. Am Ende zahlten sich die Regenreifen nicht aus, der Regen kam einfach zu spät. Irgendwie habe ich in den Rennen dieses Jahr kein Glück. Die schwierigen Bedingungen haben uns im Qualifying geholfen, im Rennen aber nicht."

Jenson Button (McLaren), DNF:

"Ich weiß nicht, was Sebastian da gemacht hat. Das war ein sehr seltsamer Zwischenfall. Auf einmal spürte ich den Einschlag in der Seite. Der Ausfall ist ein Riesenschlag und tut natürlich sehr weh. Bis dahin hatte ich einen guten Job gemacht. Der Start war gut und ich hatte mehr Grip als andere bei den nassen Bedingungen."

Fernando Alonso (Ferrari), DNF:

"Das erste von sieben Endspielen ging nicht gut aus für mich und zwei der anderen fünf Finalisten, während die verbleibenden zwei das Maximum herausgeholt haben. Also müssen wir woanders wieder Boden gutmachen. Am Ende bin ich auf die Kerbs gekommen und mein Rennen war vorbei. Schade, auch wenn die Punkte, die ich hätte holen können, ohnehin nicht viele gewesen wären. Das ist natürlich sehr enttäuschend, weil es ein schlechtes Ergebnis ist. Aber das bedeutet nicht, dass ich meine Hoffnungen auf den Titel aufgebe."

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