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Sebastian Vettel gewann 2008 in Monza sein erstes Formel-1-Rennen © getty

Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel verweist im Training zum Italien-GP die favorisierten Teams Ferrari und McLaren auf die Plätze.

Monza - Schneller als erwartet hat sich Sebastian Vettel nach der Nullnummer von Spa zurückgemeldet.

Im Freien Training zum Großen Preis von Italien in Monza (Qualifying, Sa., 13.45 Uhr im LIVE-TICKER) fuhr der Vize-Weltmeister am Freitag überraschend zur Bestzeit, obwohl der Hochgeschwindigkeitskurs mit den langen Geraden Vettels Red-Bull-Renault eigentlich nicht so liegen sollte.

Dennoch war der 23-Jährige zur großen Enttäuschung der Tifosi auf den Tribünen 76 Tausendstelsekunden schneller als Ferrari-Pilot Fernando Alonso.

Felipe Massa landete im zweiten Ferrari beim Heimspiel der Scuderia auf Rang drei (SERVICE: Das Trainingsergebnis).

Warnung vor der Konkurrenz

""Es ist nicht unsere Paradestrecke, aber wir sind ganz gut dabei. Auf jeden Fall besser als im letzten Jahr, vielleicht sogar etwas besser, als wir erwartet haben", sagte Vettel, der 2008 in Monza seinen ersten GP-Sieg gefeiert hatte - damals noch für das Hinterbänkler-Team Toro Rosso.

Im vorigen Jahr hatte er im Red Bull lediglich Platz acht belegt. Allerdings wollte Vettel das Resultat nicht überbewerten.

"Man muss abwarten, es ist erst Freitag. McLaren und Ferrari werden auf jeden Fall stark sein", sagte er.

Red-Bull-Strecken kommen noch

Sollte Vettel am Sonntag im Rennen entgegen allgemeiner Erwartung seinen Rückstand auf die WM-Spitze sogar verkürzen, hätte er wieder gute Chancen auf den Titel, da die letzten fünf Strecken in Singapur, Japan, Südkorea, Brasilien und Abu Dhabi dem "Kurvenwunder" von Red Bull deutlich besser liegen dürften als der Konkurrenz.

Erst auf Rang vier folgte der in Monza eigentlich hoch eingeschätzte WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes.

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Vettels in der Gesamtwertung auf Rang zwei liegender Teamkollege Mark Webber belegte Platz sechs, musste sein Auto allerdings wegen eines technischen Problems vorzeitig am Streckenrand abstellen 285399(DIASHOW: Bilder des Trainings).

Hülkenberg lässt aufhorchen

Williams-Pilot Nico Hülkenberg war zweitbester Deutscher auf Rang neun, direkt hinter ihm landeten Nico Rosberg im Mercedes und Adrian Sutil im Force-India-Mercedes.

Rekordweltmeister Michael Schumacher belegte im zweiten Mercedes-Silberpfeil Rang 14. Deutsches Schlusslicht war Timo Glock im Virgin auf Platz 23.

Hamilton in Front

Vor dem 14. von 19 WM-Läufen am Sonntag liegt Hamilton in der Gesamtwertung mit 182 Punkten vor Webber (179) und Vettel (151).

Button (147) und Alonso (141) folgen auf den Plätzen vier und fünf. Rosberg ist Achter (102), Sutil (45) und Schumacher (44) belegen die Plätze neun und zehn.

"Michele" unvergessen

Schumacher genießt die Rückkehr nach Monza dennoch.

"Dieser Ort ist sicherlich mit vielen Emotionen und schönen Momenten verbunden, die wir hier während der Ferrari-Zeit gemeinsam erlebt haben", sagte der Mercedes-Pilot: "Das merkt man auch, wenn man zur Strecke kommt und auf die Tifosi trifft. Die haben ihren 'Michele' nicht vergessen. Das freut mich natürlich."

Fünf Siege bis 2006

Fünfmal siegte Schumacher in Monza für Ferrari, zuletzt 2006, bevor er unmittelbar nach dem Rennen seinen Rücktritt zum Saisonende verkündete.

"Wir hatten in Monza einige tolle Rennen. 2006 konnte ich meinen Abschied mit einem Sieg feiern und genießen. Das sind Erinnerungen, die natürlich auch hängengeblieben sind", sagte Schumacher.

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