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Der Grand Prix von Monaco wird 2011 einer von 20 Austragungsorten sein © getty

Mit dem Indien-Grand-Prix bekommt der Rennkalender 2011 sein 20. Rennen. Die Piloten freuen sich, die Mechaniker haben's stressig.

München - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat seine Traummarke erreicht, und die Stars der Königsklasse haben keine Angst vor den Überstunden in der Saison 2011.

"Es macht sicher großen Spaß, mehr Rennen zu haben", sagt der in diesem Jahr zurückgekehrte Rekordweltmeister Michael Schumacher mit Blick auf die kommende Saison, in der die WM erstmals aus 20 Rennen besteht.

"20 ist eine gute Zahl, die kann man sich leicht merken", hatte Ecclestone einmal gesagt.

Durch die Hinzunahme des Großen Preises von Indien zu den 19 WM-Läufen dieser Saison wird diese Marke im kommenden Jahr erreicht.

Die Saison wird allerdings erst am 27. November in Brasilien zu Ende gehen, so spät wie seit 1963 nicht mehr.

Vettel erwartet "sehr viel Stress"

Dennoch begrüßt auch Vize-Weltmeister Sebastian Vettel den neuen Kalender.

"Mehr Rennen zu haben, ist gut, weil wir mehr zum Fahren kommen", sagte der Red-Bull-Pilot, meinte aber auch: "Auf der anderen Seite ist es auch mit sehr viel Stress verbunden. Gerade die Überseerennen zehren an der Kraft, auch wenn man es selbst nicht so wahrnimmt."

Vettel denkt dabei auch an die Mechaniker, die weniger Zeit haben, zwischen den Rennen die Autos vorzubereiten.

Brawn denkt über Rotation nach

Mercedes-Teamchef Ross Brawn überlegt daher, Mechaniker bei den Rennen rotieren zu lassen.

"Wir haben schon jetzt eine kleine Rotation, aber das ist nicht einfach, da wir keine Testteams mehr haben", sagte Brawn.

Für die Teamführung und wichtige Ingenieure sei eine Rotation dagegen kaum machbar: "Mehr Rennen sind gut für die Formel 1, aber wir kommen an eine kritische Grenze. Bei 20 Rennen ist man oft von zu Hause weg."

Indiens neuer Markt

Natürlich sei die Saison lang, meinte Norbert Haug.

"Es ist aber gut, dass die Teams für die Grand-Prix-Rennen jenseits der eigentlich 17 anteilig mehr Geld bekommen", sagte der Mercedes-Sportchef.

Und neue Märkte wie Indien seien zudem sehr wichtig für die Hersteller.

Kein Grund für Veränderungen

Indien wird das insgesamt achte Asien-Rennen. Für Vettel ist das aber noch kein Grund, vielleicht seinen Wohnsitz aus der Schweiz in den asiatischen Raum zu verlegen.

"Wir haben immer noch viele Rennen in Europa", sagte er mit Blick auf noch neun WM-Läufe auf dem Alten Kontinent.

Bei einem Wohnsitz beispielweise in Dubai müsste man "abgesehen von zwei Rennen immer weite Reisen auf sich nehmen". Zudem spiele es auch eine Rolle, wo man seine Wurzeln habe, sagte Vettel.

Barrichello würde 30 Rennen fahren

Die seines Teamkollegen Mark Webber sind in Australien.

Und daher denkt er darüber nach, sich zusätzlich zu seinem eigentlichen Wohnsitz in England auch wieder ein Haus in der Heimat zuzulegen. "Denn wir haben viele Rennen in diesem Teil der Welt", meinte er.

Weite Reisen gewöhnt ist Rubens Barrichello, der in zwei Wochen in Singapur sein 300. Rennen fahren wird und in Brasilien zu Hause ist. Dennoch kann er nicht genug bekommen.

"Ich habe schon immer gesagt, dass ich am liebsten 30 Rennen fahren würde", sagte der 38-Jährige.

Und Ferrari-Pilot Fernando Alonso sieht noch einen Vorteil in mehr Rennen: "Mehr Chancen für die Fahrer, die Punkte-Prämien bekommen."

Der Formel-1-Rennkalender 2011:

13. März: Manama/Bahrain

27. März: Melbourne/Australien

10. April: Kuala Lumpur/Malaysia

17. April: Schanghai/China

8. Mai: Istanbul/Türkei

22. Mai: Barcelona/Spanien

29. Mai: Monte Carlo/Monaco

12. Juni: Montreal/Kanada

26. Juni: Valencia/Europa

10. Juli: Silverstone/England

24. Juli: Nürburgring/Deutschland

31. Juli: Budapest/Ungarn

28. August: Spa/Belgien

11. September: Monza/Italien

25. September: Singapur

9. Oktober: Suzuka/Japan

16. Oktober: Yeongam/Südkorea

30. Oktober: Neu Delhi/Indien

13. November: Abu Dhabi

27. November: Sao Paulo/Brasilien

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