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2010 gewann mit Fernando Alonso der bislang letzter Ferrari-Pilot in Monza
Mit Fernando Alonso siegte der 18. Ferrari-Pilot beim Gran Prix in Monza © getty

Italiens Medien bejubeln Alonsos Erfolg und verspotten Red Bull. England trauert um Lewis Hamiltons Fehler. Die Pressestimmen.

München - Alonsos Triumph in Monza lässt die Tifosi jubeln und sie wieder an die WM glauben. (DATENCENTER: Rennergebnis)

Der Sieg des Spaniers in einer "perfekten Show" wird sogar den "unvergesslichen Zeiten" verglichen, "als Schumacher einen Ferrari fuhr".

Nur Spott haben die italienischen Blätter dagegen für Sebastian Vettel, der der mit einem kuriosen Boxenstopp noch Rang vier belegte, und Red Bull übrig: "Red Bull hat die Kontrolle verloren."

Die internationalen Pressestimmen im Überblick:

ITALIEN

Gazzetta dello Sport: Super-Ferrari, mit einem Meisterwerk siegt Alonso beim Grand Prix in Monza vor tausenden begeisterten Fans. Ferrari feiert einen Teamerfolg, eine rote Welle, die Alonso jetzt beste Chancen auf den Titel verspricht. Dank eines Meisterwerks der Mechaniker beim Boxenstopp hat Alonso das perfekte Rennen bestritten.

Eine Show in der Show, noch schöner als in den unvergesslichen Zeiten, als Schumacher einen Ferrari fuhr, der wesentlich stärker als alle anderen Rivalen war. Ferrari ist heute vielleicht weniger stark und weniger perfekt, aber menschlicher. Oder vielleicht ist einfach die Konkurrenz besser geworden.

Corriere dello Sport: Alonso siegt in Monza vor 85.000 begeisterten Fans, die WM ist wieder offen. Fernando und Ferrari inszenieren die perfekte Show. Jetzt ist Ferrari noch voll im Rennen um die Meisterschaft. Webber ist wieder an der Tabellenspitze, doch wegen der Sturheit seines Teams, das unbedingt Vettels Interessen verteidigen will, hat er einige Punkte verloren.

Tuttosport: Ferrari, ein Wahnsinn! Alonso feiert einen wunderbaren Sieg vor tausenden begeisterten Fans. Alonsos Erfolg in Monza stärkt die Beziehung zwischen dem Spanier und Maranello. Ferrari hat das perfekte Wochenende erlebt. Nach dem Erfolg der defensiven Strategie Ferraris vor der FIA in Paris feiert Maranello in Monza einen neuen unvergesslichen Sieg.

[kaltura id="0_jwnb3gsk" class="full_size" title="Eine Runde in Monza"]

La Repubblica: Fünf Piloten und drei Rennställe kämpfen unerbittlich in einem engen Raum von 25 Punkten. Ferrari siegt in Monza und stürzt sich ins große Rennen um den WM-Titel, der plötzlich wieder in greifbare Nähe gerückt ist. Trotz eines unglücklichen Starts siegt Alonso vor den begeisterten Fans. Red Bull setzt weiterhin auf Vettel, obwohl Webber mehr Punkte hat.

Corriere della Sera: Monza glänzt wieder in rot. Es kommt nicht oft vor, dass man einem so tadellosen Rennen zusehen kann wie jenem, das Alonso bestritten hat. Red Bull hat die Kontrolle verloren. Vettel leistet seit einem Monat nichts Interessantes mehr, während Webber seit drei Monaten keinen guten Start schafft. Die WM ist dank Ferraris Verdiensten und der Fehler der Rivalen wieder offen.

ENGLAND

The Sun: Lewis Hamilton vermasselt seine große Titelchance - und Fernando Alonso siegt zu Ferraris Ruhm.

The Independent: Die Boxenstopps waren die Wende für Ferrari und Alonso. Der Erfolg des Spaniers löscht die Erinnerung an die unwürdige Teamorder bei Ferrari in Hockenheim weitgehend aus. Hamilton blieb nur, sich bei seinem Team zu entschuldigen.

Daily Mail: Hamilton bereut seinen Fehler - er kann ihn den Titel kosten. Alonso meldet sich im Titelrennen zurück.

Daily Telegraph: Hamilton kennt das Geschäft zu gut, um nicht zu wissen, dass es solche Fehler wie seiner in Monza sind, die einen um die WM bringen. Alonso musste diesmal nicht wieder von Massa vorbeigelassen werden."

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